Software-Entwicklung: Microsoft hat Open Source falsch eingeschätzt

Der Windows-Hersteller stand "auf der falschen Seite der Geschichte", sagt der Chefjurist von Microsoft.

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Microsoft unterstützt inzwischen massiv verschiedene Open-Source-Projekte.
Microsoft unterstützt inzwischen massiv verschiedene Open-Source-Projekte. (Bild: Jeenah Moon/Getty Images)

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Unternehmenskultur bei Microsoft in Bezug auf Open Source grundsätzlich gewandelt. Dies bestätigt nun auch Brad Smith, der in der Position des President bei dem Unternehmen als Chefjurist tätig ist. In einem Gespräch am prestigeträchtigen Computer Science & Artificial Intelligence Lab (CSAIL) des MIT sagte Smith: "Wir standen auf der falschen Seite der Geschichte", wie das Magazin The Register berichtet.

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Smith bezieht sich damit auf die Zeit um die Jahrhundertwende, in der "Open Source explodiert" sei. Im Sommer 1999 ging etwa der Linux-Distributor und Open-Source-Spezialist Red Hat an die Börse und startete damit seinen Siegeszug im Enterprise-Geschäft. Doch noch zwei Jahre später bezeichnete der damalige Microsoft-CEO Steve Ballmer in einem inzwischen berühmten Interview Linux als Krebs.

Im Rückblick kann Smith der ganzen Entwicklung aber auch etwas Positives abgewinnen. "Die gute Nachricht ist, dass man lernen kann (...), dass man sich ändern muss, wenn das Leben lang genug ist", sagte Smith. Zu den Veränderungen bei Microsoft hat Smith auch seinen Teil beigetragen und etwa in den Jahren unter Ballmer als Chef versucht, die damals vielen großen Rechtsstreite möglichst einvernehmlich zu lösen.

Und auch an der Zuwendung hin zu Open Source dürfte Smith als Chefjurist und oberster Compliance-Beauftragter einen großen Teil beigetragen haben. Smith ist in dieser Position seit 2015, als Microsoft damit begonnen hat, sein .Net-Framework als Open Source zu veröffentlichen. Seitdem sind viele Cloud- und Entwicklerwerkzeuge als Open Source im Portfolio von Microsoft hinzugekommen. Dazu zählt auch, dass dank des Windows Subsystems für Linux nun auch der Linux-Kernel als Teil von Microsofts Betriebssystem verteilt wird.

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janoP 24. Mai 2020

Es kommte wieder darauf an zu fragen: Für wen? Das war kein Apple-Fan-Kommentar. Ich...

hum4n0id3 22. Mai 2020

Ich habe das Gegenteil in vielen Unternehmen wo ich war erfahren können. So wie dir ist...

tomatentee 22. Mai 2020

Das ist nur die alte MS Strategie: https://de.wikipedia.org/wiki/Embrace...

MeisterEder666 22. Mai 2020

Ich war früher mal C++/Qt Linux-Entwickler und bin arbeitsbedingt auf .NET umgesattelt...



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