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Keine Fortbildung für Prostituierte

Funktionieren soll Milla so: Jeder Anbieter könne bestehende oder neue Programme einstellen, die eine staatlichen Agentur zertifizieren und freigeben soll. Dabei könne es nicht um eine Qualitätsbewertung gehen, so Heilmann, sondern nur darum, Kriminelles und Abseitiges auszusortieren: "Es wird auf Milla keine Kurse zum Anzünden von Flüchtlingsheimen und auch keine Fortbildung für Prostituierte geben."

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Qualität und Relevanz der Kurse soll hingegen eine Künstliche Intelligenz bewerten - je nachdem in welchem Maße die Zertifikate von Arbeitgebern als Kriterien bei Bewerbungen genutzt würden. Darüber soll die KI auch den Preis für die Kurse festlegen. Ergebnis wären dann etwa "7,20 Euro für den Anbieter eines Kurses zur Programmiersprache Python", wenn ein Teilnehmer ihn erfolgreich beendet hat - oder auch "2,10 Euro für Fit bleiben mit dem Thermomix", so Heilmann.

Der Algorithmus müsse das über die Jahre lernen. Um die Bürger jedoch von vorneherein zum Mitmachen zu bewegen, sollen sie Geldprämien erhalten. Die Zertifikate könnten nach dem Absolvieren von Online-Tests vergeben werden - oder auch als Abschluss eines Offline-Kurses.

Konkrete Suche für Arbeitgeber

Zielgruppe sei "die Mitte der Gesellschaft", es gehe nicht um eine Online-Version der Kurse der Arbeitsämter für Geringqualifizierte, machte Heilmann klar. Vom Kursangebot könnten jedoch selbst Menschen mit Schreib- und Leseschwächen profitieren - Studien zufolge soll es bis zu sieben Millionen erwachsene funktionale Analphabeten in Deutschland geben, die nicht flüssig lesen und schreiben können.

Arbeitgebern biete das System auch die Möglichkeit, gezielt Personen mit bestimmten Kenntnissen anzusprechen. So könne etwa eine Nachricht an alle Absolventen eines bestimmten Kurses versandt werden, dass es sich für sie lohnen könnte, sich bei einem bestimmten Unternehmen zu bewerben, ohne, dass dieses die Kontaktdaten der Teilnehmer erhält, wenn diese das nicht wollen.

Generell soll Milla die Schwäche des bisherigen Weiterbildungslandschaft ausbügeln: Die 4,5 Millionen Angebote sind selten digital fokussiert und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer oft völlig unübersichtlich und übers Land verstreut. Es gibt keine Erfolgsmessung und kaum Möglichkeiten, Kurse individuell anzupassen.

Unklar ist noch, wo Milla angedockt werden soll: Entweder beim Kanzleramt, bei der Bundesagentur für Arbeit oder auch beim Bildungsministerium. Das Haus von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sei eingeweiht in die Planung, habe aber klar gemacht, dass es das Projekt nicht allein stemmen könne, so Heilmann. Das liegt auch daran, dass Milla keinesfalls von Beamten, sondern von einem Team aus erfahrenen und jungen IT-Experten und Start-up-Adepten aufgebaut werden soll.

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 Software-Entwickler: CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
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/mecki78 07. Nov 2018

Eigentlich nicht. Es hängt nur davon ab, welche Maßstäbe du ansetzt. Wenn dein Code...

Mixermachine 07. Nov 2018

Falls du was im 90er Stil suchst: https://www.youtube.com/user/explainingcomputers

Snooozel 07. Nov 2018

Es geht nur noch darum Fixkosten zu minimieren. Dazu gehört auch: keine Ausbildung...

chefin 07. Nov 2018

Hört sich für mich ein bischen nach: aber bitte kostenlos an. Was bedeutet, das es...

DreiChinesenMit... 06. Nov 2018

Jedem Prof. dazu zwingen, dass er min. eine seiner Vorlesungen im Jahr auf video...


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