Software Defined Silicon: Intel will Xeon-Funktionen als Lizenz-Update verkaufen

Mit dem Software Defined Silicon will Intel in Xeon-Hardware zunächst abgeschaltete Funktionen künftig als Lizenz-Upgrade bereitstellen.

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Intel verkauft Funktionserweiterungen künftig als Lizenz-Upgrade.
Intel verkauft Funktionserweiterungen künftig als Lizenz-Upgrade. (Bild: Amir Cohen/File Photo/Reuters)

In der modernen Hardware-Produktion ist es technisch oft einfacher und auch kostengünstiger, zunächst ein Produkt wie etwa eine CPU zu erstellen und diese dann durch Software beziehungsweise Firmware in ihrer Funktion zu beschneiden und so daraus doch noch verschiedene Produktkategorien zu erstellen. Mit Hilfe eines sogenannten Software Defined Silicon (SDSi) will Intel künftig die abgeschalteten Funktionen über ein Lizenz-Upgrade doch noch bereitstellen können.

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Das geht aus Patches für den Linux-Kernel hervor, die einen entsprechenden Plattformtreiber für diese Upgrade-Möglichkeit zur Verfügung stellen. Als Erklärung heißt es dort: "Intel Software Defined Silicon (SDSi) ist ein Mechanismus zur Aktivierung zusätzlicher Chipfunktionen nach der Fertigung. Die Funktionen werden durch einen Lizenzaktivierungsprozess ermöglicht".

Der nun zur Aufnahme in den Linux-Kernel eingereichte Treiber umfasst dazu drei grundlegende Funktionen: die Verteilung eines Zertifikats und Schlüsselmaterials, was zur Authentifizierung genutzt wird, die Verteilung eines sogenannten Capability Activation Payload, womit die gewählte CPU-Konfiguration aktiviert wird, sowie die Möglichkeit, den aktuellen Zustand und Konfiguration des Systems auslesen zu können.

Umgesetzt wird die Technik über herstellerspezifische Erweiterungen für PCIe-Funktionen, die wiederum Teil eines Management-Moduls für Intel-Hardware sind. Letzteres hat der Hersteller bisher unter anderem für die kommenden Xeon Sapphire Rapids umgesetzt. Die Möglichkeit zum Lizenz-Upgrade für weitere Funktionen dürfte also zunächst auf die Server-CPUs von Intel beschränkt sein. Vor etwa zehn Jahren verfolgte der Hersteller mit dem Intel Upgrade Service eine ähnliche Idee für Desktop-CPUs, die sich aber nicht langfristig am Markt durchsetzen konnte.

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derJimmy 28. Sep 2021

+1 Hab ich schon in nem anderen Thread geschrieben. Mich schauert es, wenn ich an Fabric...

derJimmy 28. Sep 2021

Gerade Im Profi Server Segment wird für jeden Pfurz eine extra Lizenz benötig. Schaut...

Termuellinator 28. Sep 2021

Und genau weil andere Hersteller diese Idee auch haben könnten ist es ja so gefährlich...

Kleba 28. Sep 2021

+1 - wollte etwas ganz ähnliches Antworten als ich den Beitrag gesehen habe. Danke, dass...

adm1n 28. Sep 2021

Wenn die Umsetzung stimmt, ist dies eigentlich keine schlechte Idee. Es kommt natürlich...



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