Abo
  • Services:

Softrobotik: Oktopus-Roboter wird mit Gas angetrieben

So elegant wie das Vorbild ist der Octobot noch nicht. Aber der Soft Robot hat einen Vorteil gegenüber seinen Vorgängern: Er kommt ohne externen Antrieb aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Octobot: Wasserstoffperoxid als Treibstoff
Octobot: Wasserstoffperoxid als Treibstoff (Bild: Lori Sanders/Harvard)

Hoch das Bein, runter das Bein: US-Wissenschaftler haben einen Roboter nach dem Vorbild eines Oktopus entwickelt. Es sei der erste weiche Roboter, der seinen Antrieb an Bord habe, schreiben die Forscher der Harvard-Universität in der Fachzeitschrift Nature.

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  2. Hays AG, Raum Nürnberg

Der Roboter besteht aus einem weichen Kunststoff, der sich bewegt, indem seine Extremitäten pneumatisch verformt werden. Bisher haben solche Softbots einen externen Antrieb. Der Octobot hingegen hat Treibstoff und Antrieb an Bord und braucht keine Schläuche.

Sauerstoff pumpt die Arme auf

Der Treibstoff ist eine Wasserstoffperoxid-Lösung. Wenn diese mit einem Platin-Katalysator in Kontakt kommt, wird Sauerstoff freigesetzt. Der wird über ein System aus Ventilen und Kanälen in die Arme des Octobot geleitet. Durch die Dehnung verformt sich der Arm. Derzeit kann der Roboter seine Arme nur heben und senken. Fortbewegen kann er sich nicht.

In der Soft-Robotik gehe es darum, Roboter zu bauen, die komplett weich sind. Das Problem aber sei, starre Komponenten wie die Steuerelektronik und Akkus durch weiche Systeme zu ersetzen, sagt Projektleiter Robert Wood. "Unsere Arbeit zeigt, dass wir die wichtigsten Komponenten eines schlichten, vollständig programmierbaren Roboters einfach herstellen können und so die Basis für komplexere Entwürfe schaffen."

Weicher Roboter sprengt sich durch die Gegend

Das Konzept für die weichen Roboter hat George Whitesides an der Harvard-Universität entwickelt. Die Forscher haben schon verschiedene solcher Roboter gebaut: Der Softbot etwa bewegt sich fort, indem er sich verformt. Eine dynamischere Version springt, wenn im Inneren Gas explodiert.

Das ist inzwischen nicht mehr auf das Labor beschränkt: Die Harvard-Ausgründung Soft Robotics hat einen serienreifen Greifer nach diesem Prinzip entwickelt: Der Soft Actuator besteht aus fünf Blasebalg-artigen Fingern, die sich biegen, wenn Luft in sie hineingepumpt wird, und damit zugreifen. Den Greifer hat Soft Robotics dieses Jahr auf der Hannover Messe vorgestellt.

Der Roboter wird vom Auto überrollt

Die Idee ist, dass sich ein solcher Roboter wie ein Oktopus auch in schmale Ritzen zwängen kann. Weiterer Vorteil ist, dass ein Softbot ohne starre Komponenten auch sehr robust ist: Er kann vom Auto überrollt werden, ohne Schaden zu nehmen.

Schwierig war bisher der Antrieb: Die weichen Roboter hingen mit Schläuchen an einem Kompressor oder an einem Gastank. Der Octobot ist der erste der Soft Robots, der ohne Schläuche auskommt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Apple.de bestellbar
  2. bei Alternate.de

Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

    •  /