Abo
  • Services:
Anzeige
Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen?
Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen? (Bild: Gabriel Jorby/Lizenz: CC BY-ND 2.0)

Softbots: Roboter verändern den Journalismus

Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen?
Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen? (Bild: Gabriel Jorby/Lizenz: CC BY-ND 2.0)

Autor: C-3PO - Roboter könnten künftig komplexere Texte als Aktienkurse und Sportergebnisse erstellen. Es gibt nur ein Problem: Wir können ihnen nicht vertrauen.

Roboterjournalisten bestehen aus Code. So wie der Erdbebenreporter Quakebot. Dessen erste Texte über Erdbeben waren zwar keine Meisterwerke und enthielten Fehler im Satzbau, aber jeder fängt mal klein an. Was Roboterjournalisten wie der Quakebot künftig leisten könnten, können wir uns noch kaum vorstellen. Das bringt Vorteile, macht aber auch vielen Angst.

Anzeige

Schon heute werden Roboterjournalisten eingesetzt. Die Softbots, wie sie auch genannt werden, schreiben bei Forbes Finanzberichte und bei der Los Angeles Times Erdbebenmeldungen. Auch die New York Times setzt sie ein. Laut dem Amerikaner Kristian Hammond von Narrative Science ist das nur der Anfang. Er vermutet, dass im Jahr 2030 neunzig Prozent aller Texte von Maschinen geschrieben werden.

  • So schnell übernehmen Maschinen nicht das Denken. Computerexperte Ray Kurzweil rechnet aber damit, dass die künstliche Intelligenz die des Menschen bis 2030 überholt. (Bild: Zinkglobal/CC BY-SA 3.0)
  • Die Übersicht zeigt, dass der Vorgang in vier Schritte unterteilt werden kann, bis schließlich der Text erstellt wird. (Bild: Mirko Lorenz/CC BY 2.0)
  • Wachsende Datenmengen und Erkenntnisgewinne daraus werden uns noch lange beschäftigen. (Bild: Big Data’s definition/Lizenz: CC SA-3.0)
  • So liest sich ein Artikel von Quakebot. (Quelle: http://www.latimes.com/)
  • Das US-Unternehmen Automated Insights ist neben Narrative Science dafür bekannt, aus Daten Texte zu generieren. (Bild: Automated Insights)
So schnell übernehmen Maschinen nicht das Denken. Computerexperte Ray Kurzweil rechnet aber damit, dass die künstliche Intelligenz die des Menschen bis 2030 überholt. (Bild: Zinkglobal/CC BY-SA 3.0)

Da eine Kontrolle durch Menschen noch nötig ist, werden die Softbots noch nicht für Analysen, Kommentare, Interviews und Reportagen eingesetzt. Emotionen ausdrücken, kreativ schreiben und analytisch denken können sie nicht. In der faktenorientierten Berichterstattung, etwa bei Berichten über Aktienkurse oder Sportspiele arbeiten sie aber um ein Vielfaches schneller, als der Mensch es jemals könnte.

Im Jahr 2013 zum Beispiel hat das US-amerikanische Unternehmen Automated Insights 300 Millionen Berichte durch Softbots erstellen lassen. Das waren Erstellungsraten von 9,5 Beiträgen pro Sekunde. Dieses Jahr sollen es mehr als eine Milliarde Texte werden.

Der erste Roboterjournalist in den Schlagzeilen

Auch Quakebot arbeitet schnell. So schnell, dass er für Kurznachrichten über Erdbeben eingesetzt wird - wie kürzlich in der Region Los Angeles. Sein Erfinder Ken Schwencke, Programmierer und Journalist bei der New York Times, hat den Algorithmus entwickelt.

Wie die Daten eines Softbots zur fertigen Nachricht werden, kann auf der Seite von Automated Insights nachgelesen werden. Anfangs werden Daten benötigt, die beispielsweise in Form einer API, XML, CSVs oder einer Datei aus einer Tabellenkalkulationssoftware wie Excel oder Openoffice Calc vorliegen.

Dann werden die Daten ausgewertet und klassifiziert. Software-Metriken werden erstellt und angewendet. Mit ihrer Hilfe lassen sich von der Datenauswertung bis zum finalen Text unter anderem Fehler prognostizieren und der benötigte Aufwand lässt sich einschätzen. Daraus lassen sich wiederum Trends, Datensätze und mathematische Funktionen erkennen, die anschließend in einen historischen Kontext zusammengeführt werden. Damit ist die Analyse der Datensätze abgeschlossen.

Danach werden die Daten zu Muster und Trends aufbereitet, bevor sie in den gewünschten Kontext eingebaut werden. Eine Nachricht entsteht.

Softbots könnten zur Verbesserung des Journalismus beitragen 

eye home zur Startseite
return 08. Jun 2015

Softbots. Wo bekommt man solche Software? Sicherlich gibt es die auch schon für Romane...

furanku1 13. Dez 2014

Geht mir ähnlich, insbesondere da wir keine tragfähige Definition von "Intelligenz...

jungundsorglos 12. Dez 2014

Das wäre in der KI wohl der Unterschied zwischen supervised und unsupervised learning.

theonlyone 12. Dez 2014

Warum sollte jemand freiwillig im Billiglohn Sektor arbeiten, wenn es auch qualifzierte...

Gamma Ray Burst 11. Dez 2014

Geh nach Russland, bitte, solche Leute Wie Dich brauchen wir hier nicht.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KVM ServicePlus - Kunden- und Vertriebsmanagement GmbH, Halle
  2. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  3. über duerenhoff GmbH, Raum Stuttgart
  4. msg DAVID GmbH, Braunschweig


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Age of Empires Definitive Edition Test

    Trotz neuem Look zu rückständig

  2. Axel Voss

    "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"

  3. Bayern

    Kostenloses WLAN auf Autobahnrastplätzen freigeschaltet

  4. Waymo

    Robotaxis sollen 2018 in kommerziellen Betrieb gehen

  5. Glasfaserkabel zerstört

    Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Telefon und Internet

  6. US-Gerichtsurteil

    Einbetten von Tweets kann Urheberrecht verletzen

  7. Anklage in USA erhoben

    So sollen russische Trollfabriken Trump unterstützt haben

  8. Gerichtsurteil

    Facebook drohen in Belgien bis zu 100 Millionen Euro Strafe

  9. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  10. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Black Panther: Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
Black Panther
Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
  1. Portal Facebook plant zwei smarte Lautsprecher mit Display
  2. Roli Blocks im Test Wenn der Kollege die Geige jaulen lässt
  3. Kaputtes Lizenzmodell MPEG-Gründer sieht Videocodecs in Gefahr

Toshiba-Notebooks: Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
Toshiba-Notebooks
Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
  1. Router und Switches Kritische Sicherheitslücke in Cisco ASA wird ausgenutzt
  2. Olympia 2018 Mutmaßlicher Crackerangriff bei Eröffnung in Pyeongchang
  3. Schweiz 800.000 Kundendaten von Swisscom kopiert

Falcon-Heavy-Rakete gestartet: "Verrückte Dinge werden wahr"
Falcon-Heavy-Rakete gestartet
"Verrückte Dinge werden wahr"
  1. Falcon Heavy Mit David Bowie ins Sonnensystem
  2. Raumfahrt SpaceX testet die Triebwerke der Falcon Heavy
  3. Zuma Start erfolgreich, Satellit tot

  1. Ihr habt mit einem 2D spiel eine 980ti auf 20 FPS...

    quineloe | 09:19

  2. Re: 2-Fache Redundanz = 2-Facher Preis --- Zahlst...

    Bautz | 09:18

  3. Das Problem der Presse ist nicht Google,

    sttn | 09:17

  4. Re: Nachfolger MEGA65 (kompatibel zum C64)

    Yanuu | 09:16

  5. Re: AoE II HD

    mw (Golem.de) | 09:15


  1. 09:01

  2. 07:05

  3. 06:36

  4. 06:24

  5. 21:36

  6. 16:50

  7. 14:55

  8. 11:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel