Abo
  • Services:
Anzeige
Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen?
Werden Roboter künftig Journalisten ersetzen? (Bild: Gabriel Jorby/Lizenz: CC BY-ND 2.0)

Softbots könnten zur Verbesserung des Journalismus beitragen

Anzeige

Laut Cord Dreyer, Medienexperte und Gesellschafter bei Text-On, bietet der Roboterjournalismus zukünftig die Möglichkeit, "die Interessen von sehr kleinen Zielgruppen abzudecken - wenn nicht sogar von einzelnen Menschen". Die Technologie kann in Bereiche vordringen, in denen Journalisten gar nicht aktiv sind.

Dreyer ist überzeugt davon, dass die Textautomatisierung "mehr Aufklärung, Zusammenhänge und Parallelen" liefere und "zur Verbesserung des Journalismus beitragen kann".

Auch Lorenz Matzat, Unternehmer und Journalist, erkennt im Roboterjournalismus die große Chance für den Journalismus. Er sagt: "Den größten Nutzen wird der Leser haben, weil er sich maßgeschneiderte, standortbezogene Informationen vom Roboterjournalisten erstellen lassen kann. Es muss nicht super sein, es muss nur gut genug sein, um es lesen zu können."

Der Roboter hat keine Meinung

Außerdem wäre "keine Gesinnungsprüfung bei Redakteuren" mehr notwendig, da man sich einfach die Programmierung anschauen könne, "sprich, das Verfahren, wie entschieden wird, was berichtenswert ist und was nicht". Matzat ist auch davon überzeugt, "dass man eine gewisse Bewertung eines Vorgangs einprogrammieren" könne. Damit würden Algorithmen journalistische Standards einhalten. Schließlich sei das alles nur eine Frage der Programmierung und des Designs der Software, sagt Matzat.

Das sieht der Deutsche Presserat anders. Dessen Referent Oliver Schlappat ist der Meinung, dass nicht alles einprogrammiert werden könne: "Die ethischen Grundsätze können für eine Software nicht gelten, denn sie wird keinen Sinn für Ethik haben können. Dennoch gelten für die mit ihrer Hilfe generierten Inhalte die gleichen Grundsätze, die für die von Redaktionen generierten Inhalte bisher auch gelten, denn die Redaktionen sind es, die für die veröffentlichten Inhalte verantwortlich sind und für eventuelle Verstöße die Verantwortung übernehmen müssen", sagt Schlappat. Der Pressekodex gelte auch für den Betreiber der Software.

Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen

Medien müssen sich auf jeden Fall mit dem Thema Roboterjournalismus auseinandersetzen. Denn wie bei jedem Technologietrend besteht das Risiko, Innovationen zu verschlafen.

James Kotecki von Automated Insights sagt: "Medienunternehmen, die nicht den Roboterjournalismus umarmen, laufen Gefahr, hinter die Konkurrenten zu fallen, welche dann mehr Inhalte produzieren und deren Journalisten mehr Freiheiten für interessantere, höherwertige Arbeit haben."

Damit gebe es für Angestellte mehr Zeit für Recherchen, Reisen und damit schließlich auch mehr Ressourcen, um investigativem und qualitativem Journalismus nachzugehen. Journalisten würden weniger unter Druck stehen, etwa einen Artikel in einer bestimmten Zeit und mit einer größtmöglichen Reichweite zu erstellen.

Matzat sieht das ähnlich: "Ich glaube, wenn ein Verlag schlau ist und es gute Roboterjournalismus-Software gibt, dann nutzt er die Möglichkeit, die Alltagsarbeit erledigen zu lassen und Ressourcen anders zu verwenden."

 Softbots: Roboter verändern den JournalismusRoboter erledigen Roboteraufgaben 

eye home zur Startseite
return 08. Jun 2015

Softbots. Wo bekommt man solche Software? Sicherlich gibt es die auch schon für Romane...

furanku1 13. Dez 2014

Geht mir ähnlich, insbesondere da wir keine tragfähige Definition von "Intelligenz...

jungundsorglos 12. Dez 2014

Das wäre in der KI wohl der Unterschied zwischen supervised und unsupervised learning.

theonlyone 12. Dez 2014

Warum sollte jemand freiwillig im Billiglohn Sektor arbeiten, wenn es auch qualifzierte...

Gamma Ray Burst 11. Dez 2014

Geh nach Russland, bitte, solche Leute Wie Dich brauchen wir hier nicht.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Caesar & Loretz GmbH, Hilden
  2. Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, Stuttgart
  3. LAWO Informationssysteme GmbH, Rastatt
  4. Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG, Versmold


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Rayman Legends 8,99€, Rayman Origins 4,99€, Syberia 3 14,80€)
  2. 42,49€
  3. 10,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Programme für Quantencomputer in Visual Studio entwickeln

  2. Arbeitsspeicher

    DDR5 nutzt Spannungsversorgung auf dem Modul

  3. Video-Pass

    Auch Vodafone führt Zero-Rating-Angebot ein

  4. Vernetztes Fahren

    Stiftung Warentest kritisiert Datenschnüffelei bei Auto-Apps

  5. Ransomware

    Redboot stoppt Windows-Start und kann nicht entschlüsseln

  6. Dan Cases C4-H2O

    9,5-Liter-Gehäuse mit 240-mm-Radiator

  7. iPhone 8 Plus im Test

    Warten auf das X

  8. Office

    Microsoft 365 zeigt LinkedIn-Informationen von Kontakten an

  9. Twitter

    Aggressive Trump-Tweets wegen Nachrichtenwert nicht gelöscht

  10. Mototok

    Elektroschlepper rangieren BA-Flugzeuge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
VR: Was HTC, Microsoft und Oculus mit Autos zu tun haben
VR
Was HTC, Microsoft und Oculus mit Autos zu tun haben
  1. Zukunft des Autos "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
  2. Concept EQA Mercedes elektrifiziert die Kompaktklasse
  3. GLC F-Cell Mercedes stellt SUV mit Brennstoffzelle und Akku vor

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Die Woche im Video Schwachstellen, wohin man schaut
  2. Drei Modelle vorgestellt Elektrokleinwagen e.Go erhöht die Spannung
  3. Automated Valet Parking Lass das Parkhaus das Auto parken!

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: Dann genügt doch ein simples MBR Backup, oder?

    ArcherV | 14:56

  2. "datenintensive Dienste"

    Keridalspidialose | 14:55

  3. Re: Ich heul bald.

    highfive | 14:54

  4. Re: Wer lesen kann ist klar im Vorteil (Android...

    ichbinsmalwieder | 14:54

  5. 250¤ Preisunterschied

    Dwalinn | 14:53


  1. 14:46

  2. 14:05

  3. 13:48

  4. 12:57

  5. 12:42

  6. 12:22

  7. 12:02

  8. 11:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel