Abo
  • Services:

Softbots könnten zur Verbesserung des Journalismus beitragen

Laut Cord Dreyer, Medienexperte und Gesellschafter bei Text-On, bietet der Roboterjournalismus zukünftig die Möglichkeit, "die Interessen von sehr kleinen Zielgruppen abzudecken - wenn nicht sogar von einzelnen Menschen". Die Technologie kann in Bereiche vordringen, in denen Journalisten gar nicht aktiv sind.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Dreyer ist überzeugt davon, dass die Textautomatisierung "mehr Aufklärung, Zusammenhänge und Parallelen" liefere und "zur Verbesserung des Journalismus beitragen kann".

Auch Lorenz Matzat, Unternehmer und Journalist, erkennt im Roboterjournalismus die große Chance für den Journalismus. Er sagt: "Den größten Nutzen wird der Leser haben, weil er sich maßgeschneiderte, standortbezogene Informationen vom Roboterjournalisten erstellen lassen kann. Es muss nicht super sein, es muss nur gut genug sein, um es lesen zu können."

Der Roboter hat keine Meinung

Außerdem wäre "keine Gesinnungsprüfung bei Redakteuren" mehr notwendig, da man sich einfach die Programmierung anschauen könne, "sprich, das Verfahren, wie entschieden wird, was berichtenswert ist und was nicht". Matzat ist auch davon überzeugt, "dass man eine gewisse Bewertung eines Vorgangs einprogrammieren" könne. Damit würden Algorithmen journalistische Standards einhalten. Schließlich sei das alles nur eine Frage der Programmierung und des Designs der Software, sagt Matzat.

Das sieht der Deutsche Presserat anders. Dessen Referent Oliver Schlappat ist der Meinung, dass nicht alles einprogrammiert werden könne: "Die ethischen Grundsätze können für eine Software nicht gelten, denn sie wird keinen Sinn für Ethik haben können. Dennoch gelten für die mit ihrer Hilfe generierten Inhalte die gleichen Grundsätze, die für die von Redaktionen generierten Inhalte bisher auch gelten, denn die Redaktionen sind es, die für die veröffentlichten Inhalte verantwortlich sind und für eventuelle Verstöße die Verantwortung übernehmen müssen", sagt Schlappat. Der Pressekodex gelte auch für den Betreiber der Software.

Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen

Medien müssen sich auf jeden Fall mit dem Thema Roboterjournalismus auseinandersetzen. Denn wie bei jedem Technologietrend besteht das Risiko, Innovationen zu verschlafen.

James Kotecki von Automated Insights sagt: "Medienunternehmen, die nicht den Roboterjournalismus umarmen, laufen Gefahr, hinter die Konkurrenten zu fallen, welche dann mehr Inhalte produzieren und deren Journalisten mehr Freiheiten für interessantere, höherwertige Arbeit haben."

Damit gebe es für Angestellte mehr Zeit für Recherchen, Reisen und damit schließlich auch mehr Ressourcen, um investigativem und qualitativem Journalismus nachzugehen. Journalisten würden weniger unter Druck stehen, etwa einen Artikel in einer bestimmten Zeit und mit einer größtmöglichen Reichweite zu erstellen.

Matzat sieht das ähnlich: "Ich glaube, wenn ein Verlag schlau ist und es gute Roboterjournalismus-Software gibt, dann nutzt er die Möglichkeit, die Alltagsarbeit erledigen zu lassen und Ressourcen anders zu verwenden."

 Softbots: Roboter verändern den JournalismusRoboter erledigen Roboteraufgaben 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 8,49€
  2. (-43%) 11,49€
  3. 27,99€
  4. 54,95€

return 08. Jun 2015

Softbots. Wo bekommt man solche Software? Sicherlich gibt es die auch schon für Romane...

furanku1 13. Dez 2014

Geht mir ähnlich, insbesondere da wir keine tragfähige Definition von "Intelligenz...

jungundsorglos 12. Dez 2014

Das wäre in der KI wohl der Unterschied zwischen supervised und unsupervised learning.

theonlyone 12. Dez 2014

Warum sollte jemand freiwillig im Billiglohn Sektor arbeiten, wenn es auch qualifzierte...

Gamma Ray Burst 11. Dez 2014

Geh nach Russland, bitte, solche Leute Wie Dich brauchen wir hier nicht.


Folgen Sie uns
       


Dragon Quest 11 - Test

Der 11. der Teil der Dragon-Quest-Reihe bleibt bei den Wurzeln der über 30 Jahre alten Serie und macht damit fast alles richtig.

Dragon Quest 11 - Test Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Google-Apps könnten Hersteller bis zu 40 US-Dollar kosten
  2. Google Pixel-Besitzer beklagen nicht abgespeicherte Fotos
  3. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

    •  /