Socmint: "Soziale Netzwerke sind für uns wie Überwachungskameras"

Seit den Jugendunruhen in London hat die Metropolitan Police eine Einheit gebildet, die Tweets, Youtube-Videos, Facebook-Profile und Postings auswertet. Bei der Überwachung der sozialen Netzwerke durch Socmint geht es um Aufstandsbekämpfung.

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Metropolitan Police vor dem künftigen Hauptsitz
Metropolitan Police vor dem künftigen Hauptsitz (Bild: Andrew Winning/Reuters)

Der Londoner Metropolitan Police Service hat eine spezielle Abteilung, die soziale Netzwerke überwacht. Wie der britische Wired berichtet, heißt die Abteilung National Domestic Extremism Unit (NDEU). Dort sind 17 Polizisten rund um die Uhr damit beschäftigt, Tweets, Youtube-Videos, Facebook-Profile und Postings auszuwerten.

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Aktiv ist die Einheit seit den Londoner Jugendunruhen im Jahr 2011.

Als Überwachungsmethoden kommt Gesichtserkennung, Geo-Location und Profiling zur Kontakteanalyse zum Einsatz.

Im Mai 2013 hatte Umut Ertogral, der Chef des Bereichs Opensource Intelligence der Metropolitan Police, erklärt: Soziale Netzwerke "sind fast wie Überwachungskameras für uns. Wie die private Wirtschaft dies für Werbung und Markenbekanntheit nutzt, haben wir etwas entwickelt, um zu hören und zu sehen, was die Öffentlichkeit denkt." Laut Wired hatte Ertogral geplant, die Rede auf der australischen Sicherheitskonferenz Auscert nicht öffentlich zu halten. Die Organisatoren der Konferenz hatten aber vergessen klarzustellen, dass der Vortrag Ertograls "off the record" war.

Socmint ist Social Media Intelligence

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Die Überwachungssoftware hatte Ertogral als Socmint bezeichnet, was für Social Media Intelligence steht. Damit würden Protestbewegungen überwacht, wie zuletzt während der Olympischen Sommerspiele 2012 in London.

Der britische Guardian berichtete, dass die Metropolitan Police eine geheime Datenbank betreibe, in der fast 9.000 Personen als "inländische Extremisten" gespeichert seien. Basis seien Undercover-Ermittler, bezahlte Informanten und Abhörtechniken. Die meisten hätten keine Vorstrafen.

Die Washington Post und der britische Guardian hatten eine geheime Präsentation der NSA zu dem Programm Prism erhalten, über das dem Geheimdienst seit Jahren bei Firmen wie Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, Youtube, Skype, AOL und Apple direkter Zugriff auf die Daten der Nutzer auf den Servern gewährt wird. Die NSA soll über das FBI direkten Zugang zu den Servern der Unternehmen haben. Die Firmen wiesen die Vorwürfe zurück.

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IT.Gnom 28. Jun 2013

England hat 9000 registrierte Heim-,Haus,-Hobby-,Inlandsextremisten. Da möchte manch...

derdiedas 28. Jun 2013

Aha, Volkes Zorn darf sich also nicht mehr entladen - am besten führen sie auch noch...

ah_rx 27. Jun 2013

(kwt)

Charles Marlow 27. Jun 2013

wenn aber alle abgeschnorchelt werden, dann nicht? Es gibt beim Bespitzeln eben kein...



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