Sockel AM4 im Test: Ein Ryzen-Upgrade nach fünf Jahren ist der Wahnsinn

AM4-Mainboards von 2017 nehmen alle Ryzen-Generationen auf: Aufrüster erhalten so das ultimative Gaming-Performance-Plus, selbst in 4K.

Ein Test von veröffentlicht am
Ryzen 7 1800X, Ryzen 7 3700X, Ryzen 7 5800X3D - alle für Sockel AM4
Ryzen 7 1800X, Ryzen 7 3700X, Ryzen 7 5800X3D - alle für Sockel AM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als AMD den Sockel AM4 vor fünf Jahren einführte, versprach der Hersteller, dass die Plattform bis einschließlich 2020 aufrüstbar sein würde. Tatsächlich hat AMD weit mehr geliefert: Ein 2017 gekauftes Mainboard mit X370- oder B350-Chip nimmt sogar den aktuellen Ryzen 5800X3D auf, ein simples Firmware-Update reicht. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht - mit beeindruckenden Resultaten, egal ob 1.080p oder 4K.

Inhalt:
  1. Sockel AM4 im Test: Ein Ryzen-Upgrade nach fünf Jahren ist der Wahnsinn
  2. Mehr als die doppelte Performance drin
  3. Der Sockel AM4 hat bis heute Potential

Unsere Wahl fiel auf das X370 Xpower Gaming Titanium von MSI, das seinerzeit zum Lieferumfang von AMDs Reviewer Kit des Ryzen 7 1800X gehörte - davon abgesehen hat die weiße Platine auch optisch bis heute Seltenheitswert. Wer noch eine solche CPU verwendet, muss zum Aufrüsten schlicht das aktuelle Bios herunterladen und installieren: Die v7A31v1O2 basiert auf der Agesa 1207, die den Ryzen 7 5800X3D und auch SAM alias rBAR unterstützt.

Hinter Agesa verbirgt sich die AMD Generic Encapsulated Software Architecture. Diese verteilt der Hersteller an die Board-Partner, die dann wiederum darauf basierend ihre Firmware entwickeln. Weil über die Jahre immer mehr Microcode für die weitere Prozessorgeneration dazukam, bleibt weniger Platz für etwa die grafische Oberfläche: Mit der v7A31v18 von 2017 ist diese noch bunt und voller Icons, mit der v7A31v1O2 hingegen gibt es nur schwarz-weißen Text.

Der mit dem 3D V-Cache glänzt

Tatsächlich laufen mit besagtem Bios nicht alle Sockel-AM4-Generationen. Die ersten APU-Modelle wie der A12-9800 sind außen vor, was ein paar hundert KByte spart und in der Praxis nahezu niemanden stören dürfte. Ältere Firmware-Versionen bis einschließlich v7A31v11 (Agesa 1004a) unterstützen die Bristol-Ridge-Chips überdies, der Wegfall ist somit keineswegs endgültig. Etwas ärgerlicher ist da schon, dass X370/B350 kein PCIe Gen4 beherrschen.

  • Der Sockel AM4 unterstützt Chips von 2017 bis 2022. (Bild: AMD)
  • MSIs X370 Xpower Gaming Titanium von 2017 (Bild: Martin Wolf, Golem.de)
  • Ryzen 7 1800X, Ryzen 7 3700X, Ryzen 7 5800X3D (Bild: Martin Wolf, Golem.de)
  • Ryzen 7 5800X3D auf MSIs X370 mit Agesa 1207 (Bild: Golem.de)
Der Sockel AM4 unterstützt Chips von 2017 bis 2022. (Bild: AMD)
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Vom Ryzen 7 1800X (Zen1) über den Ryzen 7 2700X (Zen1+) und den Ryzen 7 3700X (Zen2) bis hin zum Ryzen 7 5800X3D (Zen3 mit 3D V-Cache) sind nicht nur die CPUs schneller geworden, sondern auch die Speicherunterstützung hat Fortschritte gemacht. Deren Geschwindigkeit stieg von DDR4-2666 über DDR4-2933 auf DDR4-3200.

Ryzen 7 1800XRyzen 7 3700XRyzen 7 5800X3D
CodenameSummit Ridge (Zen1)Matisse (Zen2)Vermeer (Zen3), 3D V-Cache
Fertigung14LPP (GloFo)N7 (TSMC) + 12LP (GloFo)N7+N7 (TSMC) + 12LP (GloFo)
Die-Size213 mm² (SoC)74 mm² (CCD) + 125 mm² (IOD)81 mm² (CCD) + 36 mm² (SRAM) + 125 mm² (IOD)
Transistoren4,8 Mrd 3,9 Mrd + 2,09 Mrd4,15 Mrd + 5,5 Mrd + 2,09 Mrd
Kerne8 + SMT 8 + SMT 8 + SMT
Takt3,6 GHz bis 4,1 GHz3,9 GHz bis 4,5 GHz3,4 GHz bis 4,5 GHz
L3-Cache16 MByte32 MByte 96 MByte
SpeicherDDR4-2666DDR4-3200DDR4-3200
TDP95 Watt65 Watt105 Watt
PPT142 Watt88 Watt142 Watt
AMDs Zen-Generationen als 8C-Modelle im Überblick

Wer damals einen Ryzen 7 1800X mit DDR4-2666 gekauft hat, der verliert bei einem Ryzen 7 5800X ein paar Prozent an Performance, auch weil das interne Infinity Fabric mit 1.333 MHz statt 1.600 MHz niedriger taktet. Der Ryzen 7 5800X3D mit seinem 3D V-Cache für 96 MByte statt 32 MByte L3-Cache wiederum ist dank dieses riesigen Puffers weniger RAM-abhängig, was zum Aufrüsten hilfreich ist.

Schauen wir uns an, wie der Leistungszuwachs von einem Ryzen 7 1800X auf einen Ryzen 7 3700X und auf einen Ryzen 7 5800X3D ausfällt. So viel sei vorab gesagt: Selbst in 4K sind die Sprünge teils gewaltig.

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Mehr als die doppelte Performance drin 
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My1 22. Jun 2022 / Themenstart

heilige güte gerade das erste sieht ja mal whacky aus. ich dachte "austauschbarer sockel...

Buccaneersdan 21. Jun 2022 / Themenstart

Ja wenn wirklich kein Adobe-Produkt unter der zu unterstützenden Software ist und die...

Gryphon 18. Jun 2022 / Themenstart

Garantie? Bin mir nicht sicher was du meinst. Üblicherweise gibts Listen der Hersteller...

gan 17. Jun 2022 / Themenstart

Manche Karten haben auch Schutzkappen an den Displayanschlüssen- Wenn die drauf sind...

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