Sociomantic: Berliner Startup wohl für 200 Millionen US-Dollar verkauft
Das von einem ehemaligen Google-Manager geführte Berliner Startup Sociomantic soll für 175 bis 200 Millionen US-Dollar verkauft worden sein. Das berichtet Business Insider(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Käufer sei Dunnhumby, ein Tochterunternehmen der britischen Supermarktkette Tesco. Auch Adexchanger(öffnet im neuen Fenster) vermeldet Informationen über die bevorstehende Übernahme.
Sociomantic hat die Berichte auf Anfrage von Golem.de nicht kommentiert.
Laut einem Bericht von Gründerszene.de(öffnet im neuen Fenster) wurde Sociomantic von Thomas Nicolai, Lars Kirchhoff und Thomas Brandhoff gegründet, die alle Anteile an dem Startup halten. Der frühere Google-Manager Jason Kelly übernahm im Jahr 2012 die Führung. In dem Finanzjahr, das im August 2013 endete, soll Sociomantic nach eigenen Angaben einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben. Das Berliner Startup wurde 2009 gegründet und ist eine Demand-Side-Plattform für Real-Time-Bidding für Onlinewerbung und Nutzeranalyse.
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) seit seiner Gründung profitabel, kommt ganz ohne Risikokaptal aus und hat über 200 Beschäftigte in 16 Büros weltweit in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Moskau, Mumbai, New York, Paris, Sao Paulo, Singapur, Stockholm und Warschau.
"Uns ging es immer darum, etwas Nachhaltiges global aufzubauen" sagte Nicolai im Dezember 2013 im Gespräch mit Gründerszene.de. "Wir wollten zeigen, dass man in Berlin Technologie entwickeln kann, die so gut ist wie im Silicon Valley."