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Social Network: Tiktok schränkt Nutzung für Minderjährige ein - ein bisschen

Tiktok führt ein 60-Minuten-Limit für Nutzer unter 18 Jahren ein. Die Beschränkung ist aber nicht strikt und lässt sich einfach ändern.
/ Tobias Költzsch
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Tiktok bringt neue Funktionen zum Jugendschutz. (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)
Tiktok bringt neue Funktionen zum Jugendschutz. Bild: Dan Kitwood/Getty Images

Das soziale Netzwerk Tiktok hat für Nutzer unter 18 Jahren eine 60-minütige Zeitbeschränkung pro Tag eingeführt. Damit will der Entwickler Bytedance(öffnet im neuen Fenster) einer einer zu langen Nutzungszeit bei minderjährigen Anwendern vorbeugen. Die Beschränkung wird automatisch bei allen entsprechenden Konten eingeführt.

Allerdings ist das Zeitlimit nicht fix: Anwender können nach Erreichen der 60 Minuten ein Passwort eingeben und die Nutzungsdauer verlängern. Zudem ist es offenbar möglich, einen Standardwert festzulegen, der über die 60 Minuten hinausgeht. Die Maßnahme ist also ähnlich lückenhaft wie frühere Versuche anderer sozialer Netzwerke, die ebenfalls einen hohen Grad an Selbstkontrolle erforderten.

Anders sieht es bei Konten von Nutzern im Alter unter 13 Jahren aus: Dort können nur Erziehungsberechtigte Änderungen an der Nutzungszeit vornehmen oder die voreingestellte Dauer verlängern. Nach Eingabe eines den Erziehungsberechtigten bekannten Passworts kann die Tiktok-App weitere 30 Minuten verwendet werden.

Weitere Neuerungen sollen junge Nutzer schützen

Bytedance hat weitere Änderungen eingeführt, die jugendliche Nutzer schützen sollen. So werden beispielsweise alle Konten von 13- bis 15-Jährigen auf privat umgestellt. Auch diese Einstellung kann geändert werden, Bytedance erhofft sich aber ein verbessertes Bewusstsein über die Privatsphäreneinstellungen.

Erziehungsberechtigte können die tägliche Nutzungsdauer von Tiktok je nach Wochentag einstellen. So können die Zeiten etwa am Wochenende oder während eines Urlaubs länger sein als an einem normalen Wochentag.

Über die Nutzungsdauer und -art von Kindern erhalten Erziehungsberechtigte zudem künftig ein umfassendes Dashboard. Dieses beinhaltet unter anderem Informationen dazu, wie oft Tiktok am Tag geöffnet wurde. Erziehungsberechtigte können zudem individuell einstellen, wann Kinder keine Benachrichtigungen von der App erhalten sollen.


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