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Verbot alleine soll nicht reichen

"Vor allem sehen wir auch Defizite im wirksamen Vollzug", sagt die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete.

Das betrifft auch mögliche Altersbeschränkungen für Social Media: Wie setzt man die eigentlich durch? In Australien zeigt die Erfahrung, dass Jugendliche Umwege finden. Eine auf EU-Ebene entwickelte technische Lösung solle ab Anfang 2027 zur Verfügung stehen, sagt Prien.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband ergänzt, dass auch das "Grundproblem" sei technisch zu lösen sei: "Süchtig machende Designs, Endlosscrolling, schädliche Personalisierung und ähnliche Funktionen müssen standardmäßig für alle Nutzerinnen und Nutzer ausgeschaltet sein. Das würde die Plattformen für alle besser machen."

5. Ein Verbot allein wird nichts nützen

Eine Altersbeschränkung allein werde nicht helfen, sagt Köller. Man müsse "das Problem in der ganzen Breite anpacken". Soll heißen: Eltern, Schulen, Kinder- und Jugendärzte müssen zusammenwirken.

Es gebe Medienbildung und Prävention in Deutschland, aber eben nicht flächendeckend, schreiben die Fachleute. "Familie, Kita, Schule, Jugendhilfe, außerschulische Kinder- und Jugendarbeit sowie Elternbildung spielen eine wichtige Rolle für die Medienbildung und bauen aufeinander auf."

Der Branchenverband Bitkom sieht vor allem die Eltern in der Pflicht. Eine Umfrage zeige, dass nur die Hälfte der Eltern, die ihrem Kind ein Social-Media-Profil erlaubten, dessen Privatsphäre-Einstellungen geändert habe. Ebenfalls nur die Hälfte der Eltern spreche mit dem Kind darüber, was beim Teilen von Bildern und Videos zu beachten sei.


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