Social Media: Twitter verhandelt mit Musk wegen Übernahmeangebot

Möglicherweise wird eine Twitter-Übernahme durch Elon Musk bereits in den nächsten Tagen abgeschlossen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Twitter verhandelt wieder mit Elon Musk wegen einer möglichen Übernahme.
Twitter verhandelt wieder mit Elon Musk wegen einer möglichen Übernahme. (Bild: Christian Marquardt - Pool/Getty Images)

Twitter steht offenbar dem Übernahme-Angebot des Tech-Milliardärs Elon Musk nicht mehr so ablehnend gegenüber wie am Anfang. Beide Seiten verhandelten und könnten einen Deal noch in dieser Woche festzurren, berichteten sowohl das Wall Street Journal als auch die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Twitter sei offener für Musks Plan geworden, seit dieser Mitte April 2022 Finanzierungszusagen in Höhe von 46,5 Milliarden US-Dollar präsentiert habe.

Musk bekundete Mitte April 2022 die Absicht, Twitter übernehmen zu wollen - und erklärte dies mit angeblichen Einschränkungen der Redefreiheit bei dem Kurznachrichtendienst, die er abstellen wolle. Der Twitter-Verwaltungsrat führte daraufhin eine Gegenmaßnahme ein, bei der andere Aktionäre günstiger Anteile hinzukaufen können, sobald die Beteiligung eines Aktionärs wie Musk 15 Prozent überschreitet.

Zugleich ließ Twitter generell die Tür für einen Vertrag offen. Musk hatte sich in den vergangenen Monaten bereits einen Anteil von 9,2 Prozent an Twitter-Aktien zusammengekauft. Dies erfolgte womöglich nicht ganz legal, es wird eine Sammelklage gegen Musk vorbereitet, in der es um Wertpapierbetrug geht.

Musk wollte in den Twitter-Verwaltungsrat - dann doch nicht

Kurz darauf gab es Hinweise darauf, dass Musk in den Verwaltungsrat von Twitter einziehen wolle - das wurde jedoch kurzfristig abgesagt.

Nach dem Treffen am Sonntag hätten beide Seiten Fortschritte gemacht, müssten aber noch einige Differenzen klären, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen. Es sei nach wie vor nicht sicher, dass es einen Vertrag geben werde. Twitter verwies bisher offiziell nur auf die Ankündigung, dass Musks Angebot im Interesse aller Aktionäre geprüft werde.

Musks Pläne für Twitter

Musk hatte mehrfach betont, dass er den gebotenen Preis von 54,20 US-Dollar je Aktie nicht erhöhen werde. Das würde Twitter mit rund 43 Milliarden US-Dollar bewerten. Anleger zeigten sich bisher skeptisch, dass Musk sein Ziel erreichen werde: Die Aktie schloss am Freitag bei knapp 49 US-Dollar und damit deutlich unter seinem Angebot.

Musk präsentierte Zusagen für Kredite über rund 25 Milliarden US-Dollar und will darüber hinaus Aktien im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar einbringen. Im Falle einer Twitter-Übernahme will Musk dem Vorstand kein Geld mehr zahlen und so 3 Millionen US-Dollar pro Jahr einsparen.

Tesla-Chef Musk ist der mit Abstand reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen besteht aber fast ausschließlich aus Aktien des Elektroautoherstellers und seiner Weltraumfirma SpaceX, sodass er für einen Twitter-Kauf auch zu Krediten greifen müsste.

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