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Social Media: Passwortsünder Zuckerberg?

Facebook-Chef Mark Zuckerberg und andere Prominente haben anscheinend die goldene Regel nicht befolgt, bei jedem Onlinedienst ein anderes Passwort zu nutzen: Unbekannte haben kurzzeitig mehrere Accounts bei sozialen Netzwerken übernommen.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Mehrere Profile von Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei anderen Netzwerken sind angegriffen worden. Beim Foto-Dienst Pinterest gelang es den Hackern am Sonntag, die Profilbeschreibung für kurze Zeit durch den Text "gehackt vom OurMine Team" zu ersetzen, wie Screenshots unter anderem bei Engadget(öffnet im neuen Fenster) belegen. Bei Twitter gab es eine verdächtige Aktivität auf Zuckerbergs Account mit dem Namen @finkd(öffnet im neuen Fenster) , unter dem er seit Januar 2012 nichts mehr veröffentlicht hatte.

Facebook erklärte der Website Venture Beat(öffnet im neuen Fenster) , zu Zuckerbergs Konto bei der hauseigenen Fotoplattform Instagram hätten sich die Hacker entgegen ihren Behauptungen keinen Zugang verschaffen können. "Die betroffenen Accounts wurden wieder gesichert." Das Twitter-Konto war zeitweise gesperrt und ist inzwischen wie das Pinterest-Profil wieder in ursprünglicher Form online.

Dafür ist das Twitter-Konto der Hacker blockiert worden. Sie hatten behauptet, Zuckerbergs Passwort in gestohlenen Daten von Linkedin entdeckt zu haben. Das lässt sich nicht bestätigen, könnte aber erklären, wieso mehrere Profile betroffen waren – sofern Zuckerberg das gleiche Passwort bei mehreren Diensten verwendet haben sollte. Er veröffentlicht seit Jahren nur noch bei Facebook.

Ein Rolling Stone angegriffen

Bei dem Angriff auf Linkedin wurden 2012 mehr als 100 Millionen Nutzerdaten inklusive verschlüsselter Passwörter kopiert. Möglicherweise waren die dabei eingesetzten Verschlüsselungs-Methoden nicht ausreichend, um sie unknackbar zu machen.

Außer in Zuckerbergs haben Angreifer sich auch in Twitter-Profile anderer Prominenter gehackt, darunter Rolling-Stones-Musiker Keith Richards und Reality-TV-Star Kylie Jenner. Zunächst blieb unklar, ob die Attacken zusammenhingen. Im Twitter-Profil des 72-Jährigen Richards hieß es, es sei zeitweise gekapert gewesen, und die Tweets mit Hassreden seien inzwischen entfernt worden.

Die 18-jährige Jenner warnte ihre Fans per Video beim Dienst Snapchat, dass ihr Twitter-Konto gehackt worden sei. Über den Account der Comedy-Band Tenacious D wurde die Falschnachricht verbreitet, der dazugehörende Schauspieler Jack Black sei tot. Später hieß es auch dort, das Profil sei gehackt worden, die Mitteilung sei ein "kranker Scherz" gewesen.


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