Social-Media: Nur wenige Menschen kennen Twitter-Alternative Mastodon
Die Twitter-Alternative Mastodon ist bislang nur wenigen Menschen in Deutschland ein Begriff. Von dem dezentralen und werbefreien Netzwerk haben 80 Prozent der Menschen in Deutschland nie gehört. Das ergab eine am 31. Oktober veröffentlichte repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov(öffnet im neuen Fenster).
Demnach haben elf Prozent bereits einmal von Mastodon gehört, besitzen selbst aber keinen Account bei der Twitter-Alternative. Vier Prozent verfügen über ein Konto und sind auf Mastodon aktiv, fünf Prozent machten keine Angabe.
Erwartungsgemäß sind die Zahlen in den jüngeren Generationen höher, so haben unter den 18- bis 24-Jährigen bereits 17 Prozent von Mastodon gehört, während 10 Prozent über ein Konto verfügen. Unter den 25- bis 34-Jährigen sind es 18 Prozent, jedoch nur 7 Prozent mit eigenem Account. Bei den 35- bis 44-Jährigen sind die Zahlen ähnlich, während sie bei den über 45-Jährigen rapide abnehmen.
Befragt wurden 9.715 Personen am 30. Oktober 2022. Die Ergebnisse wurden laut Yougov anschließend gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
Mastodon: Toots statt Tweets
Der Mikroblogging-Dienst Mastodon steht im Zeichen des namengebenden ausgestorbenen Mammuts. Entsprechend heißen die abgesetzten Nachrichten auch Toots oder Tröts, während sie bei Twitter Tweets (Gezwitscher) heißen. Im Unterschied zur proprietären Alternative ist Mastodon dezentral und Open Source.
Folglich gibt es verschiedene Anbieter, Behörden, Gruppen und Personen, die Mastodon-Server betreiben. Diese sind föderiert und tauschen untereinander Nachrichten aus. "Dabei kann jede Instanz die auf ihr erfolgende Datenverarbeitung eigenverantwortlich regeln,"betonte die Berliner Datenschutzbehörde, die ein Profil auf der dezentralen Social-Media-Plattform betreibt.
Auch andere Behörden sind bereits auf Mastodon vertreten. So betreiben sowohl der Bundesdatenschutzbeauftragte sowie die Landesdatenschutzbehörde Baden-Württemberg jeweils eine eigene Mastodon-Instanz unter social.bund.de beziehungsweise bawü.social.
Diese werden beispielsweise vom rheinland-pfälzischen Landtag, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und mehreren anderen Behörden und staatlichen Organisationen sowie Städten wie Freiburg oder der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) verwendet. Auch die EU richtete bereits zwei offene Social-Media-Plattformen auf Basis von Mastodon und Peertube für Behörden ein.
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