Social Media: Musk setzt Twitter-Übernahme vorläufig aus
Elon Musk hat den Kauf von Twitter für vorläufig ausgesetzt erklärt. Das geht aus einem aktuellen Twitter-Beitrag von Musk(öffnet im neuen Fenster) hervor. Er wolle erst Berechnungen abwarten, dass tatsächlich weniger als fünf Prozent aller Twitter-Konten für den Versand von Spam-Nachrichten verwendet werden. Musk betont, dass er weiterhin an der Übernahme von Twitter interessiert sei.
Das Social-Media-Netzwerk hatte Anfang der Woche eine Schätzung veröffentlicht, wonach es im ersten Quartal 2022 einen Anteil von unter fünf Prozent der Twitter-Profile gab, hinter denen keine echten Nutzer stecken, berichtete Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt meldete Twitter im ersten Quartal 2022 eine Kontenzahl von 229 Millionen. Musk hatte zuvor erklärt, er wolle Twitter-Konten sperren, wenn diese etwa zum Versenden von Spam-Nachrichten eingesetzt würden.
Die Twitter-Aktie fiel nach nach der Veröffentlichung von Musks Tweet im vorbörslichen Handel um fast ein Viertel und notierte bei etwa 34,50 US-Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 US-Dollar je Aktie, die Musk den Aktionären in Aussicht gestellt hat. Am 12. Mai 2022 war die Twitter-Aktie mit 45,08 US-Dollar aus dem Handel gegangen. Die Tesla-Aktie legte als Reaktion auf Musks Tweet um 5 Prozent zu.
Musk will Twitter übernehmen und Trump zurückholen
Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla hat sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf eine Übernahme geeinigt und will dafür rund 44 Milliarden US-Dollar zahlen. Er ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. Twitter und Musk wollten die Übernahme eigentlich bis Jahresende abschließen. Ob der Zeitplan eingehalten wird, ist ungewiss.
Kürzlich erklärte Musk, er würde den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wieder zu Twitter lassen . Die damalige Entscheidung, Trump zu sperren, sei für ihn "moralisch falsch und einfach nur dumm" gewesen. Trump wurde bei Twitter gesperrt, nachdem er Sympathie für seine Anhänger bekundet hatte, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmten.
In den Wochen davor hatte Trump die Stimmung mit grundlosen Behauptungen angeheizt, ihm sei ein Wahlsieg gegen Joe Biden durch Betrug gestohlen worden. Trump sagte vor Kurzem, er wolle nicht zu Twitter zurück, auch wenn er es dürfte. In dem Sozialen Netzwerk hatte er einst mehr als 80 Millionen Follower.
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