Social Media: Laut Insider nimmt Facebook Hassrede für mehr Profit in Kauf

Um Investoren zu halten, sah es Facebook bei einigen Accounts nicht so genau. Das ist zumindest die Aussage eines neuen Whistleblowers.

Artikel veröffentlicht am ,
Fake News bringen eben auch Geld ein
Fake News bringen eben auch Geld ein (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Das soziale Netzwerk Facebook hatte in der Vergangenheit des Öfteren versichert, sinnvolle Maßnahmen gegen Hassrede, Missinformation und anderen Content einzuleiten. Dazu hat sich nun erneut ein Whistleblower und ehemaliger Facebook-Angestellter geäußert und Berichte vorgelegt, die gegen das Durchsetzen dieser Regeln sprechen. Die anonymisierte Person legte der der US-Zeitung Washington Post eine schriftliche Aussage vor.

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In der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump habe das Unternehmen des Öfteren klein beigegeben. Es sei zu riskant gewesen, sich gegen die Meinungen der US-Regierung - in diesem Fall des Präsidenten - zu stellen und damit der Profitabilität des Unternehmens zu schaden. Mit ähnlichen Vorwürfen wurde das Unternehmen schon in der Vergangenheit öfter konfrontiert.

Facebook habe Investoren und Kunden zudem nicht rechtzeitig über Misstände auf der Plattform und auf anderen Facebook-Plattformen wie Instagram und Whatsapp informiert. Die Angst sei groß gewesen, dass Geldgeber das Interesse verlieren oder politische Maßnahmen das Geschäft beeinträchtigen. Geld gehe bei Facebook laut dem Whistleblower also vor Integrität.

Breitbart auf der Whitelist

Der Whistleblower, ehemals Teil des Integrity-Teams, erinnert sich an eine bestimmte Situation. Dort war in einem Meeting wohl von einer Whitelist die Rede, auf der diverse eigentlich gegen Regeln verstoßende Accounts gestanden hätten. Darunter war Breitbart News, eine der Trump-Regierung nahe und oft mit Fake News und Hassrede in Verbindung gebrachte Orgranistation. Auch andere Accounts waren wohl auf der Liste gewesen.

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Joel Kaplan, der Chef von Facebooks Globalpolitik, verteidigte diesen Ansatz auf eine Nachfrage innerhalb des Meetings mit der Aussage: "Wollen Sie einen Streit mit Steve Bannon anfangen?" Auf Anfrage der Washington Post dementierte Kaplan zudem, dass eine solche Whitelist überhaupt existiere.

Facebook kann rechtlich viel machen

Basierend auf der Sektion 230 des Communications Decency Act der USA habe Facebook weitgehend Immunität, was das Verbreiten von allen möglichen Arten von Inhalten im Internet angeht. Das Gesetz werde von einigen Instanzen kritisiert und solle künftig überarbeitet werden.

"Facebook hat ein Businessmodell geschaffen, das den Mythos der eigenen Unantastbarkeit anerkennt", sagt Stephen M. Kohn, Gründer und Chef des National Whistleblowing Center und einer der Anwälte, die an der Aussage mitgearbeitet haben.

Im Gegenzug dazu sagt Facebook-Sprecherin Erin McPike: "Als Unternehmen haben wir das kommerzielle und morale Streben, der maximalen Zahl an Menschen so viele positive Erfahrungen wie möglich auf Facebook zu geben."

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Laoban 25. Okt 2021

offensichtlich .. geht immer nur ums Geld, irgendwie müssen die ja auch die tausende von...

jonasz 24. Okt 2021

Ich habe keine Ahnung wie du Facebook benutzt, aber es muss definitiv die falsche...

JouMxyzptlk 24. Okt 2021

"Die spinnen, die Briten!" -> Bäm, gelöscht, ban für drei Tage.

JouMxyzptlk 24. Okt 2021

...so blind zu sein das nicht zu sehen ist absichtlich bewusst ignorieren.



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