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Social Media: Hype-App Clubhouse erstellt Schattenprofile

Die Social-Media-App Clubhouse setzt auf virales Marketing per Einladung - das klappt nur mit einem schwierigen Verständnis von Datenschutz.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Physische Adressbücher können nirgendwo hochgeladen werden.
Physische Adressbücher können nirgendwo hochgeladen werden. (Bild: Pixabay)

Die neue Social-Media-App Clubhouse stürmt an die Spitze der Download-Bestenliste. Am Montag verdrängte die Audioanwendung, die bislang nur für das iPhone verfügbar ist, den populären Messengerdienst Telegram in Deutschland von Platz zwei der Liste der am häufigsten heruntergeladenen Gratisanwendungen im App Store von Apple. Auf Platz 1 liegt der Messenger Signal. Der Datenschutz wird dabei offenbar nicht sonderlich beachtet, da die App massenhaft Daten aus den Kontaktbüchern der Nutzer sammelt.

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So setzt Clubhouse für die virale Verbreitung auf eine umstrittene Methode, die bereits Grundlage des rasanten Wachstums von Whatsapp war. Nachdem man die App installiert und die Einladung aktiviert hat, verlangt die App Zugriff auf sämtliche Einträge im Kontakte-Adressbuch des verwendeten iPhones. Wird dem zugestimmt, werden die Daten auch ohne das Wissen der Kontakte zu dem Anbieter hochgeladen.

Diese Praxis wurde bei Whatsapp von Datenschützern in Europa heftig kritisiert, weil die Anwender eigentlich zuvor jeden einzelnen Kontakt um Erlaubnis fragen müssten, bevor die persönlichen Daten auf Server in den USA übertragen werden. Das Vorgehen hat mitunter seltsame Auswirkungen. So weist der ehemalige Chefredakteur von T3N, Stephan Dörner, auf Twitter darauf hin, dass zum Beispiel die ADAC Pannenhilfe bereits mehrere Tausend Freunde bei Clubhouse habe. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der ADAC die App überhaupt nicht nutzt. Ähnliche Schattenprofile dürfte es zudem für sehr viele Nutzer geben, wenn jemand deren Kontaktdaten mit der App geteilt hat. Diese liegen dann dauerhaft bei dem Anbieter von Clubhouse.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich aktiv an Diskussionen beteiligen können. Im Gegensatz zu Netzwerken wie Twitter kann man Beiträge nicht schriftlich kommentieren oder Likes vergeben.

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Zum Marketingkonzept der Clubhouse-Macher gehört eine künstliche Verknappung. So sind alle Nutzerinnen und Nutzer eines Android-Smartphones außen vor. Die App wird bislang nur für iOS angeboten. Doch auch die meisten iPhone-Besitzer, die Clubhouse installiert haben, müssen noch warten, um die App überhaupt nutzen zu können. Sie benötigen eine Einladung von einem aktiven Clubhouse-Anwender.

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tom.stein 19. Jan 2021

Doch, denn wäre es nicht verboten, dann wäre Dein Ansinnen völlig falsch. Wenn es Dich...


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