Abo
  • IT-Karriere:

Social Media: Facebooks offizielle Fact-Checker sind frustriert

Bis zu 1.500 möglicherweise gefälschte Artikel sollen ABC News und die anderen Fact-Checker von Facebook pro Tag untersuchen. Nun beschweren sie sich, dass sie zu wenig Unterstützung erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Fact-Checker von Facebook finden, dass sie zu wenig Unterstützung bekommen.
Die Fact-Checker von Facebook finden, dass sie zu wenig Unterstützung bekommen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Die Rechercheorganisationen und Redaktionsnetzwerke, mit denen Facebook seit Dezember 2016 gegen gefälschte Meldungen vorgeht, beklagen sich darüber, dass sie von dem sozialen Netz zu wenig Unterstützung bekommen. So sagte ein Vertreter von Politifact im Gespräch mit dem Magazin Politico.com, dass jeden Tag zwischen 1.200 und 1.500 möglicherweise inhaltlich unzutreffende Artikel gemeldet würden. Sein Team benötige aber bis zu fünf Stunden, um einen einzigen gründlich zu überprüfen. Deshalb könne nur ein Bruchteil der nötigen Arbeit erledigt werden.

Stellenmarkt
  1. Schaltbau GmbH, München
  2. Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Erfurt

Insgesamt gibt es in den USA fünf Organisationen, die offiziell für Facebook die Faktenlage von News überprüfen: Neben Politifact sind es noch Factcheck.org, Snopes.com sowie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und ABC News. Alle bekommen von Facebook nur eine Auswertung darüber, welche der gemeldeten News besonders stark nachgefragt und gelesen werden - mehr nicht.

Hilfe bei der Priorisierung gewünscht

Die Fact-Checker wünschen sich laut Politico vor allem Unterstützung bei der Entscheidung darüber, welche dieser Artikel besondere Priorität bei einer schnellen Überprüfung haben sollten. Beispielsweise hätten sie gerne frühzeitig Informationen darüber, welche News erkennbar rasch starke Verbreitung finden - die Algorithmen von Facebook können das offenbar erkennen.

Facebook sagt, dass die gewünschten Informationen aus Datenschutzgründen nicht weitergegeben werden könnten. Diese Haltung sorgt Politico zufolge dafür, dass die Rechercheteams zwar nicht direkt verärgert, aber zunehmend frustriert sind. Das wurde besonders bei Gesprächen während einer Tagung in Madrid spürbar, bei der rund 150 Redakteure das offene Gespräch mit Facebook und Google über das Thema gesucht hatten.

Facebook löscht die von den Teams untersuchten und kritisierten Artikel nicht. Stattdessen werden sie gut sichtbar als "Umstritten" ("Disputed") gekennzeichnet, und in der Timeline nur noch mit niedriger Priorität angezeigt.

Auch darüber wünschen sich die Fact-Checker mehr Informationen. Zum Beispiel möchten sie gern wissen, welche tatsächlichen Auswirkungen ihre Arbeit auf den Abruf und die Verbreitung von markierten News hat.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 279€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  2. Aktionsprodukt ab 399€ kaufen und Coupon erhalten
  3. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor für 689€ und Corsair Glaive RGB für 34,99€ + Versand)
  4. (u. a. Acer Predator XB281HK + 40-Euro-Coupon für 444€)

Keepo 08. Sep 2017

sollten sie auch gleich Breitbart als factchecker hinzufügen.


Folgen Sie uns
       


Bose Frames im Test

Die Sonnenbrille Frames von Bose hat integrierte Lautsprecher, die den Träger mit Musik beschallen können. Besonders im Straßenverkehr ist das offene Konzept praktisch.

Bose Frames im Test Video aufrufen
Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

    1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
    2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
    3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
    Erneuerbare Energien
    Die Energiewende braucht Wasserstoff

    Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
    Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

    1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
    2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
    3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

      •  /