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Social Media: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen

Es gibt erstmals echte Bezahlinhalte für Privatnutzer auf Facebook: Eine Reihe von Gruppen ist im Rahmen eines Tests nur mit einem Abo zugänglich. Das System ist wohl weniger als Einnahmequelle für Facebook, sondern als Unterstützung für die Admins gedacht.
/ Peter Steinlechner
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Menschen vor einem zerbrochenen Facebook-Werbebildschirm in Paris (Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images)
Menschen vor einem zerbrochenen Facebook-Werbebildschirm in Paris Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images

In den USA können einige Administratoren auf Facebook ab sofort testweise eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in Gruppen einführen. Die Mitglieder müssen zwischen rund 5 und rund 30 US-Dollar bezahlen, um dort Beiträge zu lesen oder zu verfassen und sich mit anderen auszutauschen. Facebook selbst bekommt nach aktuellem Informationsstand keinen Anteil an den Einnahmen.

Allerdings verdienen Apple und Google mit: Die Zahlung erfolgt über die App für iOS und Android. Die beiden Unternehmen erhalten wie immer bei derartigen Geschäftsmodellen für das erste Jahr pro Abonnent eine Provision von 30 Prozent und für jedes weitere Jahr dann 15 Prozent. Die Abos sind jederzeit zum Monatsende kündbar.

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In seinem Newsroom schreibt Facebook(öffnet im neuen Fenster), dass mit den Abos vor allem die zeitaufwendige Arbeit der Administratoren unterstützt werden soll. Als Beispiel nennt das Unternehmen eine Gruppe namens Declutter my Home (Räume meine Wohnung auf – gemeint sind eher krassere Fälle von heimischen Chaos). Über diese Gruppe würden sich mittlerweile zehntausende von Mitgliedern gegenseitig beim Ordnung schaffen helfen.

Declutter my Home bleibt kostenfrei, aber die Administratorin will eine zweite, kostenpflichtige Gruppe eröffnen, die den Namen Organize my Home trägt und über die es unter anderem Videos, Aufgabenlisten und andere Hilfestellungen fürs Zuhause gibt.

Eine andere kostenpflichtige Gruppe soll sich laut Facebook in der Testphase mit der Vorbereitung fürs College beschäftigen, während eine weitere Eltern dabei unterstützen soll, wie sie für ihren Nachwuchs das College auswählen und dann finanziert bekommen. Außerdem gibt es eine Gruppe, die sich auf semiprofessionelle Weise mit Kochen beschäftigt. Gruppen sind für Facebook inzwischen enorm wichtig, rund eine Milliarde der weltweit rund 2,2 Milliarden Nutzer ist Mitglied in mindestens einer Gruppe.


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