Social Media: Elon Musk würde Trumps Verbannung von Twitter revidieren

Elon Musk hält die Sperrung von Donald Trumps Twitter-Konto für "dumm und falsch". Musk ist gerade dabei, Twitter zu übernehmen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Elon Musk und Donald Trump bei einer Veranstaltung im Februar 2017
Elon Musk und Donald Trump bei einer Veranstaltung im Februar 2017 (Bild: Brendan Smialowski/AFP via Getty Images)

Ex-US-Präsident Donald Trump kann sich Hoffnungen machen, rechtzeitig zum Rennen ums Weiße Haus 2024 zu Twitter zurückkehren zu können. Elon Musk ist gerade dabei, Twitter zu übernehmen und hat erklärt, er würde Trump wieder auf die Plattform lassen. Die Entscheidung, Trump zu verbannen, sei "moralisch falsch und einfach nur dumm" gewesen, kritisierte Musk in einem Videointerview bei einer Veranstaltung der Financial Times.

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Trump wurde bei Twitter verbannt, nachdem er Sympathie für seine Anhänger bekundet hatte, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmten. In den Wochen davor hatte Trump die Stimmung mit grundlosen Behauptungen angeheizt, ihm sei ein Wahlsieg gegen Joe Biden durch Betrug gestohlen worden.

Trump sagte vor kurzem, er wolle nicht zu Twitter zurück, auch wenn er es dürfte. Auf Twitter hatte er einst mehr als 80 Millionen Follower. Die Präsenz auf der Plattform könnte für eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024 wichtig sein. Erst am Wochenende erlitt Trump eine Niederlage vor Gericht, er hatte gegen den Rauswurf bei Twitter geklagt.

Trump hat Twitter sehr aktiv genutzt

Trump nutzte Twitter sehr aktiv, um seine Anhänger zu mobilisieren und Stimmung zu machen. Er versucht aktuell, die eigene Social-Media-Plattform Truth Social aufzubauen, die jedoch mit Anlaufproblemen kämpft. Facebook sperrte Trump im Januar 2021 aus - will aber Anfang 2023 eine Wiederherstellung seines Kontos prüfen.

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Musk sagte, Trumps Verbannung bei Twitter sei ein Fehler gewesen, weil ein großer Teil der US-Bevölkerung damit nicht einverstanden gewesen sei. Und es habe auch nicht dazu geführt, dass der Ex-US-Präsident sich nicht mehr Gehör verschaffen konnte. Zugleich machte Musk deutlich, dass er grundsätzlich permanente Verbannungen von der Plattform für falsch halte, aber nicht alles tolerieren würde.

"Wenn es Tweets gibt, die falsch und schlecht sind, sollten sie entweder gelöscht oder unsichtbar gemacht werden - und eine befristete Sperre ist angemessen." Musk machte keine Angaben dazu, nach welchen Kriterien entschieden wird, was als falsch und schlecht eingestuft wird.

Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert - Die Biografie

US-Regierung will Meinungsfreiheit sicherstellen

"Ich würde sagen, es ist die Entscheidung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens, wer auf seinen Plattformen zugelassen wird und wer nicht", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, auf eine Frage zu Musks Ankündigung. Das Bestreben der Biden-Regierung sei die Sicherstellung und der Schutz der Meinungsfreiheit im ganzen Land.

Allerdings dürften Plattformen im Netz nicht als Foren für Desinformation genutzt werden, so Psaki. "Und das haben wir in der Vergangenheit nicht nur bei Twitter, sondern auch bei Facebook erlebt."

Bis klar wird, ob Musk Twitter tatsächlich bekommt, wird noch einige Zeit vergehen. Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf eine Übernahme des Unternehmens zu einem Preis von rund 44 Milliarden US-Dollar. Er ist nun darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. Twitter und Musk wollen die Übernahme bis Jahresende abschließen.

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User_x 15. Mai 2022 / Themenstart

Wenn dem so ist, manipuliert es Gesellschaften, indem es selbst bestimmt, wer eine Bühne...

Trollversteher 12. Mai 2022 / Themenstart

Sprich: Nicht gelesen was ich geschrieben habe und daher auch nicht darüber nachgedacht...

violator 11. Mai 2022 / Themenstart

Ja, aber nicht jeder muss diese Meinung verbreiten. Das ist der kleine Unterschied.

violator 11. Mai 2022 / Themenstart

Androhung von Mord/Gewalt und Hatespeech sind Verstöße gegen das Gesetz. Und dagegen hat...

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