Abo
  • Services:

Social Media: Deutsche Influencer werben falsch

Styling-Tipps und schicke Reisebilder: Viele Social-Media-Sternchen verdienen mit solchen Posts Geld, denn oft handelt es sich dabei um bezahlte Werbung. Ein Urteil stellt jetzt fest: Das muss auch dranstehen - sonst droht rechtlicher Ärger.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Influencer - Symbolbild
Influencer - Symbolbild (Bild: Mielek/Höderath/Divimove/YouTube)

Ein Foto mit dem angeblich liebsten Make-up, ein Foto in der angeblich liebsten Ferienanlage: Viele Social-Media-Sternchen verdienen mit derartigen gesponserten Beiträgen in sozialen Netzwerken Geld, ohne dass es die Follower mitunter merken. Derartige Werbung muss von diesen sogenannten Influencern deutlich gekennzeichnet sein, wie das Oberlandesgericht Celle jetzt in einem Urteil entschieden hat.

"Ad" reicht nicht als Kennzeichnung aus

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

In dem verhandelten Fall ging es um eine Instagram-Anzeige für eine Drogeriekette, die nur mit dem Hinweis "#ad" als Werbung gekennzeichnet war. "Ad" steht kurz für "Advertisement", das englische Wort für Werbung. Das sei nicht ausreichend, so das Gericht - auch deshalb, weil der kleine Hinweis nur als einer von sechs Hashtags weit unten im Text versteckt war. Mit diesem Trick versuchen die Werbeüberbringer, ihre Beiträge weiterhin wie normale Postings wirken zu lassen.

"Wenn etwas Werbung ist, muss ich es klar und deutlich kennzeichnen", sagt Martin Gerecke, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht. Die Wörter "Werbung" und "Anzeige" seien dafür die sicherste Form. Zudem müssen sie gut sichtbar platziert werden: "Bei Instagram also am besten noch über dem Bild oder am Anfang des Textes, aber auf keinen Fall versteckt unter dem Beitrag."

Regeln bei Youtube mitunter noch komplizierter

Wie die Regeln bei anderen Plattformen sind, geht aus dem Urteil nicht hervor. Da wird es teilweise deutlich komplizierter: Bei Youtube sei zum Beispiel auch der Rundfunkstaatsvertrag ausschlaggebend, erklärt der Experte. Deshalb müssen Nutzer hier auch Dauerwerbesendungen oder Produktplatzierungen als solche kennzeichnen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Dual DT 210 Plattenspieler 77,00€ statt 111,99€)
  2. (heute u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer, NZXT H700i Gehäuse, HP Notebook)
  3. (u. a. Canon EOS 2000D + Objektiv 18-55 mm für 299€ statt 394€ im Vergleich)
  4. ab 119,99€

Squirrelchen 09. Sep 2017

Ich kürze mal ein bisschen, der Vollquote ist doch langsam etwas schwierig zu lesen. :D...


Folgen Sie uns
       


Analyse zum Apple-Event - Golem.de live

Die Golem.de-Redakteure Tobias Költzsch und Michael Wieczorek besprechen die drei neuen iPhones und die Neuerungen bei der Apple Watch 4.

Analyse zum Apple-Event - Golem.de live Video aufrufen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
    Shine 3
    Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

    Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
    Ein Hands on von Ingo Pakalski

    1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

      •  /