Social Media: Amazon schaltet Parler die Server ab

Neben Amazon gehen auch Google und Apple gegen Parler vor - als Reaktion auf den Sturm aufs Kapitol in Washington.

Artikel veröffentlicht am ,
Tech-Unternehmen reagieren auf den Angriff auf das US-Kapitol durch Trump-Anhänger.
Tech-Unternehmen reagieren auf den Angriff auf das US-Kapitol durch Trump-Anhänger. (Bild: Al Drago/Getty Images)

Amazon will Parler offline stellen und das soziale Netzwerk von seiner Web-Hosting-Plattform verbannen. Das berichten übereinstimmend mehrere US-Medien wie etwa The Verge und CNBC mit Verweis auf eine Mitteilung von Amazon. Dies erfolgte als Reaktion auf die Ereignisse vom 6. Januar 2021, als ein Mob von Trump-Anhängern das US-Kapitol angegriffen hatte. Das soziale Netzwerk Parler ist vor allem bei Rechten beliebt. Zuvor hatte Google die Parler-App aus dem Play Store verbannt, Apple folgt diesem Schritt mittlerweile.

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Amazon hatte Parler eine Frist von einigen Stunden gesetzt, eine neue Hosting-Plattform zu finden. Nach Angaben von Buzzfeed News hat Amazon gegenüber Parler die Abschaltung der Server damit begründet, dass Parler "unsere Nutzungsbedingungen nicht einhalten" könne. Dabei stelle Parler "ein sehr reales Risiko für die öffentliche Sicherheit dar". Zuvor hatten Amazonmitarbeiter auf Twitter das eigene Unternehmen aufgefordert, die Zusammenarbeit mit Parler zu beenden.

Der Parler-CEO John Matze hat in einem Blog-Posting dazu Stellung genommen. Er bestätigt den Schritt Amazons, Parler von der Amazon-Infrastruktur zu verbannen. Es werde jetzt bis zu einer Woche dauern, bis Parler wieder verfügbar sein werde. Parler müsse seinen Dienst nun "von Grund auf neu aufbauen".

Apple hat Parler-App aus dem App Store entfernt

Parler habe sich auf ein solches Vorgehen vorbereitet und daher niemals nur auf Amazons proprietäre Infrastruktur verlassen, heißt es weiter. Parler werde zu einem anderen Anbieter wechseln, nähere Details wurden nicht bekanntgegeben.

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Parallel zur Abschaltung der Parler-Server durch Amazon hat Apple die Parler-App wie angekündigt aus dem App Store entfernt, berichtet unter anderem The Verge. Apple hatte Parler eine Frist von 24 Stunden gesetzt, um eine Moderation zu etablieren. Dies ist ausgeblieben und die App wurde entfernt.

In einer Apple-Stellungnahme heißt es: "Wir haben immer unterstützt, dass verschiedene Standpunkte im App Store vertreten sind, aber es gibt keinen Platz auf unserer Plattform für Gewaltandrohungen und illegale Aktivitäten. Parler hat keine adäquaten Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung dieser Bedrohungen für die Sicherheit von Menschen zu verhindern. Wir haben Parler aus dem App Store suspendiert, bis sie diese Probleme gelöst haben."

Parler sieht einen koordinierten Angriff

Wie auch Google begründet Apple die Entfernung von Parler mit einem Verstoß gegen die Richtlinien seines App Stores. Nach Angaben von Google sei Parler in den letzten Monaten mehrfach an diese Richtlinien erinnert worden. Google habe eine fehlende Moderation seitens Parler kritisiert und bemängelt, dass dort wiederholt Beiträge zu finden waren, die zu Gewalt aufgerufen haben, ohne dass diese entfernt wurden. Sobald Parler entsprechende Maßnahmen dagegen ergreife, werde es wieder im Play Store freigeschaltet.

Der Parler-CEO wirft Amazon, Google und Apple vor, bewusst gegen Parler vorzugehen, um das Unternehmen zu schädigen. "Dies war ein koordinierter Angriff der Tech-Giganten, um den Wettbewerb auf dem Markt zu töten", schreibt er.

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Clown 25. Jan 2021

Das ist ein völlig anderer Sachverhalt. Jemand der die Antifa verbieten will, sagt doch...

frostbitten king 23. Jan 2021

Ned böse sein aber trump für seine Aktionen zu impeachen ist absolut gerechtfertigt. Er...

peter.peter 11. Jan 2021

Richtig du hast das Dilemma voll erfaßt. Auch Hitler ist ganz legal an die Macht...

Benutztername12345 11. Jan 2021

Da hast du leider völlig recht. Der Zweck heiligt die Mittel und wer das Wort "Clan...

DASPRiD 11. Jan 2021

Wird nichts, deren Anwaltskanzlei hat auch aufgehört, sie zu vertreten ;)



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