Social Engineering: Erstes Telefonat mit falschem Klitschko bereits Anfang Juni

Neben vielen weiteren Bürgermeistern führte auch der von Warschau eine fingierte Videokonferenz mit einem falschen Vitali Klitschko.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der echte Klitschko.
Der echte Klitschko. (Bild: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images)

Änlich wie Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat auch Warschaus Bürgermeister ein im Nachhinein als Fälschung entlarvtes Videotelefonat mit einem vorgeblichen Vitali Klitschko geführt. Das Gespräch von Rafal Trzaskowski mit dem vermeintlichen Kyjiwer Bürgermeister habe bereits Anfang Juni stattgefunden, berichteten polnische Medien am Dienstag.

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Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere solcher Fake-Telefonate eines unechten Klitschko publik geworden waren, bestätigte Trzaskowski sein Gespräch am Montagabend dem Sender Radio Zet. Neben Giffey und Trzaskowski führten auch Budapests Bürgermeister Gergely Karacsony, Madrids Bürgermeister José Luis Martinez-Almeida und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig einen Anruf mit einem offenbar falschen Vitali Klitschko.

Inzwischen gibt es Zweifel darüber, ob es sich bei den Videoanrufen um ein Deepfake-Video handelt. Möglich erscheint demnach derzeit auch, dass es sich dabei um eine besonders gute Form des Social Engineering mit speziell vorbereiteten Videoschnipseln handelte. Diese These stammt von ARD-Journalist Daniel Laufer.

Bürgermeister sollen sich treffen

Durch den Gesprächsverlauf misstrauisch geworden, nahmen Trzaskowskis Mitarbeiter nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP sofort danach Kontakt mit dem Büro des echten Klitschko in Kyjiw auf. Von dort wurde versichert, der Kyjiwer Bürgermeister habe zu diesem Zeitpunkt kein Videotelefonat geführt. Das Warschauer Rathaus schaltete deshalb die Polizei ein. Trzaskowski nahm den offensichtlichen Betrug gelassen. Es seien keine heiklen Themen besprochen worden, beteuerte der liberale Politiker gegenüber Radio Zet.

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Das Warschauer Rathaus plant nun nach PAP-Informationen eine gemeinsame Videokonferenz der betroffenen Bürgermeister von Warschau, Berlin, Wien, Budapest und Madrid zu organisieren. Diese dann aber echte Videokonferenz solle ein Signal der Solidarität mit Kyjiw aussenden. Warum mehrere Wochen zwischen dem Gespräch von Trzaskowski und denen der anderen Bürgermeister lag, ist derzeit völlig unbekannt.

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