Social Engineering an der Haustür: So dreist wurde ich manipuliert
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Lohnen sich Haustürgeschäfte, beschönigend auch Door to Door genannt, eigentlich noch? Müsste diese veraltete Verkaufsstrategie in Zeiten von Internet, KI und Informationsgesellschaft nicht längst ausgestorben sein? Nein, denn sie funktioniert gerade deshalb so gut, weil sie analog ist.
Suche ich im Internet einen Vertrag, kann ich mir unzählige Verträge anzeigen lassen und sie miteinander vergleichen. Möglicherweise lese ich Testwebseiten oder befrage die KI, welcher Vertrag für mich am meisten Sinn ergibt. Vielleicht frage ich vorher noch Freunde oder Familie.
Ich habe ausreichend Zeit, mich zu entscheiden. Bei Haustürgeschäften fehlt das. Zusätzlich wird Zeitdruck aufgebaut. Und transparente Information? Nun ja, mit der Wahrheit muss man es nicht immer so genau nehmen, wenn kein Zeuge anwesend ist. Im Zweifel war es dann eben nur ein Missverständnis.
"Wenn jemand an der Wohnungstür klingelt und einen Vertrag abschließen möchte, sollten Verbrauchende immer vorsichtig sein", sagt Simone Bueb, Referentin für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Bayern. "Denn an der Haustür haben Sie keine Möglichkeit, Vertragsangebote zu vergleichen. Was ganz generell gilt, betrifft besonders Menschen mit Sprachschwierigkeiten und/oder ältere Menschen."
Bueb betont zudem: "Haustürgeschäfte erleben seit der Coronazeit ein Comeback."
Das war mir nicht bewusst, klingt aber logisch, weil durch Homeoffice und Kurzarbeit mehr Menschen zu Hause waren und bis heute sind.
Auch mir wurde das Homeoffice zum Verhängnis.
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