Social Bookmarks: Digg für wenig Geld verkauft

Digg, eine der ersten Social-Media-Plattformen, wird für 500.000 US-Dollar zerschlagen und verkauft. Betaworks übernimmt nur die Marke und die Technik. Keiner der Entwickler wechselt zu der Plattform News.me.

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Digg-Gründer und Talkmaster Kevin Rose
Digg-Gründer und Talkmaster Kevin Rose (Bild: Brian Solis)

Digg, ein Anbieter von Social Bookmarks, ist für 500.000 US-Dollar verkauft worden. Das berichtet das Wall Street Journal aus informierten Kreisen. Digg wurde einst mit 164 Millionen US-Dollar bewertet. Digg-Gründer und Talkmaster Kevin Rose war 2006 auf dem Titelblatt der Businessweek mit dem nun berühmt gewordenen Satz: "Wie dieser Jugendliche 60 Million US-Dollar in 18 Monaten machte."

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Der Käufer Diggs ist das New Yorker Technologieunternehmen Betaworks. Digg bestätigte dem Wall Street Journal, dass seine Unternehmenswerte, die Marke, die Website und Technik an Betaworks gingen.

Der Kaufpreis ist sehr niedrig: Digg erhielt Risikokapital in Höhe von 45 Millionen US-Dollar von Investoren wie Greylock Partners, Marc Andreessen und LinkedIn-Gründer Reid Hoffman.

Bereits im Mai 2012 wechselten 15 Digg-Entwickler, und damit über die Hälfte der Belegschaft, zur Washington Post. Im Jahr 2004 als eine der ersten Social-Media-Plattformen gegründet, galt Digg einst als höchst erfolgversprechendes Startup.

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Im Jahr 2008 gab es einen unbestätigten Bericht über einen Verkauf von Digg an Google für 200 Millionen US-Dollar. Es kam aber nie zu einem Vertragsabschluss zwischen den Verhandlungspartnern.

Von 2010 an verlor Digg mit dem Erstarken von Facebook und Twitter zunehmend an Popularität. Einige neue Funktionen und ein Relaunch wurden von der Nutzerschaft schlecht aufgenommen. Bis Ende 2010 verlor Digg die Hälfte seiner Nutzer. Im März 2011 verließ Rose das Unternehmen und arbeitet jetzt bei Google Ventures. Laut Angaben von Comscore hatte Digg im Mai 2012 noch über 7 Millionen Visits.

Betaworks will Digg in das Unternehmen News.me integrieren. News.me versendet Links auf Nachrichten, über die sich Menschen bei Facebook und Twitter unterhalten, an seine Nutzer. Keiner der Beschäftigten von Digg wechselt zu News.me.

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