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Eure Geschichten aus den 1990ern

➤ Wir mussten irgendwelche Texte in Wordpad abtippen oder irgendwelche Formeln in Excel bauen. Später kam dann ein junger, motivierter neuer Lehrer und wir haben Turbo Pascal gelernt. Ich habe mir daraufhin Delphi beigebracht und bin später Softwareentwickler geworden. :)


➤ Nachdem wir es geschafft hatten, Duke3D auf die CAD-Rechner zu bekommen, wurde es natürlich irgendwann durch Lehrkräfte gefunden und gelöscht. Leider hatten sie undelete nicht auf dem Schirm, daher überlebte es noch einige Monate. ;)


➤ Gesamtschule in den 90ern. Klassen- und jahrgangsübergreifende Informatik-AG. Genau ein Mädchen war dabei, was von dem Lehrer spaßeshalber mit der Pornosammlung im lokalen Netzwerk schnell innerhalb von ein paar Wochen herausgemobbt wurde. Bin dann auch nicht mehr hin, weil es so verstörend und beschämend zu beobachten war. Wir haben noch versucht zu intervenieren, aber der Lehrer war dermaßen beratungsresistent, und das als sozialpädagogischer Leiter der Schule. Aber okay, der hat auch White-Power-Stiefel-Nazis Vorträge mit Audiobeispielen zu Rechtsrock machen lassen.


➤ Ich hatte bis zum Abitur 1995 Informatik Leistungskurs, auf der entsprechenden 286er-Hardware mit S/W-Röhrenmonitoren. Wir hatten einen kompetenten und engagierten Lehrer, der uns grundlegende Konzepte der Informatik effektiv beigebracht hat. Ich kann mich jedenfalls noch an Divide and Conquer, Backtracking, Quicksorting, Datenbanknormalisierung und vieles weitere lebhaft erinnern.

An Ausstattung und Lehrkörper kann ich beim besten Willen nichts meckern. Ein Klassiker während der Doppelstunden war allerdings eine etwas unglückliche Positionierung des NOT-Aus-Schalters direkt neben der Tür des Informatikraumes. In den Pausen lehnte sich regelmäßig jemand dagegen, woraufhin ein kollektiver Aufschrei all derjenigen zu hören war, die vertieft in die Programmieraufgabe die Pause nicht wahrgenommen und soeben ihre Arbeit der ersten Stunde verloren hatten: "Neiiiiinn!!! Ich habe nicht gespeichert."


➤ Also hier nur eine kurze Sache zu meinem ersten Informatikunterricht: Irgendwann vor dem Jahr 2000 hatten wir eine Informatik-AG und da wurde Pascal als Programmiersprache verwendet. Weil man aber davon ausging, dass Englisch zu schwierig ist, hatte man alle Schlüsselwörter eingedeutscht. Kann mich nur noch daran erinnern, dass ich ständig Hauptprogramm und Unterprogramm schreiben musste.


➤ Damals ;): Wir hatten Glück. In unserer Klasse hatte der Vater eines Mitschülers einen der ersten Computerläden. Der Computeraum der Schule bekam die alten 486er, die bei der Aufrüstung einer Firma übrig blieben. 35 PCs mit allem, was man damals brauchte.


➤ Informatik war in den 90ern noch eine Computer-AG und kein Pflichtfach. Der Unterricht bestand darin, simple Basic-Programme in 386er mit Bernsteinmonitoren zu hacken und auf 5-1/4-Zoll-Disketten zu speichern. Das war damals schon nicht mehr wirklich zeitgemäß, IT-Standort Deutschland halt ;). Immerhin war der Lehrer sehr engagiert und hat damit einen kleinen Beitrag zu meinen nun fast 25 Jahren in der IT geleistet.


➤ In unserem Informatikraum standen eines Tages zwanzig neue Rechner, das muss die erste Pentium-Generation oder so gewesen sein. Eingerichtet mit Windows und einem Schutzprogramm, das den Zugriff auf Laufwerke, Netzwerk und Systemdateien verhindern sollte. Das Programm wurde über die AUTOEXEC.BAT gestartet, lief also ab dem Systemstart.

Tatsächlich war es auch nicht möglich, mit einem Texteditor auf Dateien wie gerade die AUTOEXEC.BAT zuzugreifen. – Aber mit Word! Und so dauerte es nicht lange, bis das Schutzprogramm auch auf dem letzten der Rechner stillgelegt war und überall Doom oder Wolfenstein lief. Der Lehrer, ein starker Alkoholiker, bekam nichts mit.

Gerüchteweise sollen zwei Informatiklehrer und der Direktor zwanzig Stunden damit beschäftigt gewesen sein, die Sicherheitslücke zu finden, nur um schließlich sämtliche Rechner neu aufzusetzen. Dem Schuldigen wurde ein Schulverweis angedroht. Er wurde nur nie gefunden ...


➤ Wir schreiben das Jahr 1999, unsere Schulklasse erhält zwei neue Schüler: Zwei 486-Desktop-Computer, die von einem Unternehmen gespendet wurden. Daheim spiele ich schon seit zwei Jahren auf einem 686 mit Windows 95, der Kreise um die alten Rechner läuft, aber auch schon zum alten Eisen gehört. Mein Kumpel hat einen neuen Pentium III mit 500 MHz, der wiederum Kreise um meinen läuft.

Wie dem auch sei, für die Grundlagen wie einfache Textverarbeitung war es trotzdem okay. Richtigen Informatikunterricht hatten wir damals allerdings nicht. Bei uns war EDV nur ein Teilgebiet des Sachunterrichts. Dementsprechend saßen wir in der Schulzeit kaum selbst an den PCs. Der Klassenlehrer, der selbst kaum PC-Erfahrung hatte, hat uns nur was vorgemacht, während wir drumherum standen.

Ich war einer der wenigen, die sich in den Pausen damit beschäftigt haben. Größtenteils um Spiele zu installieren. Das Highlight meiner frühen Schulzeit in Sachen Informatik war das Programmieren eines Plotters mithilfe von Turbo Pascal in einer AG, die nachmittags stattfand. Wir konnten damit geometrische Formen aus Schaumstoff schneiden. Daraus wurden dann Puzzle und das ein oder andere primäre oder sekundäre Geschlechtsteil. In der Oberstufe in den frühen 2000ern wurde der Umgang mit PCs vorausgesetzt, wirklich an PCs gearbeitet haben wir dort aber nicht mehr. Das war eher was für zu Hause. Wer hatte, der hatte, wer nicht, der nicht.


➤ Wir haben damals in den 90er Jahren an unserer Schule (Handelsoberschule in Südtirol, Fachrichtung Programmierer) vergleichsweise viel am PC gemacht. Buchhaltung, Mathe und eben auch Informatik. Angefangen mit den üblichen DOS-Befehlen, Excel, Word, Programmieren mit Logo und Turbo Pascal, MS-Access-Datenbank etc. Alles in allem war's sehr interessant und ich glaube, seiner Zeit weit voraus im Vergleich zu anderen Schulen.


➤ Es war schrecklich, es waren völlig spaßbefreite Stunden, um in Pascal einfache Variablen-Definitionen und Berechnungen zu machen. Wäre das mein erster Zugang zu Computern gewesen, hätte ich etwas anderes studiert.


➤ Der erste Unterricht fand knapp nach der Wende in der 7. Klasse statt. Hauptsächlich Spiele spielen und gestalten mit Igel-Grafik: Schleifen (for), Bewegen, Linien färben und Flächen ausmalen.

Richtig los ging es in der 11. Klasse Abitur. Wir lernten anhand von Sortieralgorithmen das Programmieren. Programmiersprache war Turbo Pascal. Unser IT-Lehrer war sehr offen. Wer den Lernstoff verstanden hatte, durfte in der Stunde programmieren, was er wollte, oder anderen helfen. Auch die Pflichtprogrammieraufgaben zu Hause durften frei gewählt werden, was den Schwierigkeitsgrad nach oben betraf. Wer es konnte, musste sich nicht unterfordert fühlen und stellte seine fertigen Programme vor. Wir durften unseren Lehrer korrigieren und bessere Algorithmen aufzeigen. Ich bin bis heute der Programmierung treu geblieben.


➤ 1996-2000, Klasse 7-10 auf der Realschule: Die Lehrer hatten überwiegend keine Ahnung. Es gab immer wieder unerklärliche Probleme mit den Rechnern. Ein gezogenes Strom-, Netzwerk-, Maus- oder Tastaturkabel hat immer wieder für Spaß gesorgt. Wir hatten wie der Autor auch Software auf den Systemen, die den Lehrern die Kontrolle ermöglichen sollte. Aber mit Taskmanager usw. war das alles kein Problem. Zur Not zum Beginn des Unterrichts das Netzwerkkabel ziehen.

Es gab auch die Möglichkeit, nur das Internet zu sperren. Aber das hielt uns nicht lange stand. Der Einstieg war damals ein Schreibmaschinenkurs, durch den ich echtes 10-Fingersystem gelernt habe. Etwas, das mir noch heute hilft.

Auf dem WG nach der Ausbildung hatte der IT-Lehrer binnen weniger Wochen die Segel gestrichen, da ich binnen weniger Minuten die Aufgaben plus seine Zusatzaufgaben und noch mehr erledigt hatte. 80 der 90 Minuten Unterricht bestanden damit daraus, den anderen Schülern zu helfen.

Durfte dann in den IT-Leistungskurs wechseln, der eigentlich nur erlaubt war, wenn man bereits Französisch in der Realschule hatte. Der Lehrer war aus der Berufsakademie und hatte uns wirklich Programmieren mit Java und etwas Algorithmen beigebracht. Das war letztlich wirklich mal spannend, wenn man sich letztlich aber doch auch wieder eigene Aufgaben als Herausforderungen stellen musste. Aber natürlich keinerlei Vergleich zu dem IT-Grundkurs, bei dem Leute an Word fast schon scheiterten. Letztlich hat es mich in die Physik und IT verschlagen, wo ich heute mit großen Clustern arbeite.


➤ Unser Informatikunterricht hatte um 1998 schon Programmierinhalte. Wir programmierten mit Turbo Pascal. Allerdings war unser Sportlehrer dazu verdammt, uns den Unterricht zu gestalten. Ein Freund und ich hatten bereits privat viel Erfahrung mit Basic und C++ gesammelt und uns auch in Assembler versucht. Das Ende vom Lied war die mündliche Abiturprüfung im Fach Informatik. Wir sollten an der Tafel ein Turbo-Pascal-Programm entwerfen, um ein definiertes Problem zu lösen, was logisch kein Problem darstellte. Problematisch war dann die Evaluierung durch die Prüfer: Keiner der drei PrüferInnen verstand das Programm, das wir entworfen hatten. Die Rückfragen waren eine Farce und wir brachen beinahe in Gelächter aus, was wir uns natürlich tunlichst verkneifen mussten. Am Ende gab es zweimal 15 Punkte.

Das Traurige an der Geschichte: Meine heutige Schwägerin ist Gymnasiallehrerin und bestätigte mir erst kürzlich, dass der Informatikunterricht von heute sich in keiner Weise von meiner Erfahrung von vor fast 30 Jahren unterscheidet.


➤ In der Zeit meiner Ausbildung (1999) hatten wir auch Informatikunterricht. Leider hatten wir dort einen Referendar, der zwar Ahnung mit Office hatte, aber mehr nicht. Er war ganz stolz, dass alle PCs ziemlich neu waren und auch vernetzt und am Internet. Er hat uns erklärt, dass die PCs mit einem Programm gesperrt sind und wir nur das machen können, was angezeigt wird auf dem Desktop: Word und Excel. Zum Glück hat das Super-Programm den Befehl rechte Maustaste, neu, Verknüpfung erstellen, nicht gesperrt. So konnten wir alles selbst auf dem Desktop erstellen, was wir wollten und natürlich Spaß im Internet haben. Es gab natürlich eine 1 am Ende.


➤ Der Informatikunterricht begann in der 7. Klasse am Schneider Euro PC II mit Monochrombildschirm. Im Jahr 1994 gab es noch keinen einheitlichen Lehrplan für Informatik in Sachsen. Unser Informatiklehrer entschied sich, das Programmieren in Basic zu lehren, was ich ganz cool fand. Ich ließ mehrfach den internen Lautsprecher erklingen. Ab der 8. Klasse gab es dann offensichtlich einen Lehrplan. Es wurden MS-DOS und Büroarbeit mit MS-Produkten gelehrt. Ab 1997 gab es neue PCs und Internet über ISDN. Wir surften nebenbei oder spielten Netwars während des Unterrichts.

Später an einer anderen Schule gab es Probleme mit der Elektrik des Computer-Kabinetts. Die Sicherung verkraftete nicht das Anfahren der Festplatten aller PCs im Raum. Die PCs mussten immer einzeln hochgefahren werden. Und es gab an den Netzteilen Umschalter für 110 V und 230 V, was mal jemanden verleitete, den Schalter des Hintermannes während des Betriebes umzulegen. Daraufhin stieg eine kleine Rauchwolke auf und es gab richtig Ärger.


➤ Der Unterricht fand 1999 statt, ob ein- oder zweimal die Woche, ist mir nicht mehr bekannt. Dabei ging es darum, eine Worddatei nach eigenem Gusto zu erstellen, die auf eine Diskette gespeichert wurde. Dabei wurde man an den Computer so nach und nach rangeführt. Für mich war alles neu und aufregend, so dass ich nicht so viel behalten habe. Es hat aber geholfen.

Der Lehrer kannte sich aus und war kompetent. Es war wirklich ein Desktop-PC, der den Namen verdient und auf dem Tisch stand, und kein Tower, der darunter stand. Der Monitor war ein CRT, der auf dem PC stand. Software war Windows 98 (gefühlt) und Linux drauf (welches, keine Ahnung) im Dualboot. Jeder PC war etwas anders konfiguriert. Da ich keine Aktion gemacht hatte, war auch ein Bildschirmschoner installiert, der auf einmal losging und ich erstaunt war.

Es gab auch eine Lehrerin, die auch unterrichtete, aber mit der ich nicht so viel zu tun hatte. Wir waren vier Klassen, daher je zwei Klassen pro Lehrer. Damals (1999) sollte ich einen PC (Mac aus der Bondie-Reihe) zum Geburtstag im Sommer bekommen, habe aber im Jahr 2000 meinen PC (kein Mac) bekommen und bin damals richtig eingestiegen. Den Computer habe ich heute noch und er läuft.

Im Jahr 2000 gab es von einem Lehrer, der nur AGs (Modellbahn, Computer etc.) machte, einen Einsteigerkurs, wo wir tiefer in die Materie einstiegen. Dabei durften wir die Systeme mal richtig kennenlernen und haben auch mal auf den PCs gespielt, was wir so gesehen nicht durften, also installieren, spielen und wieder runter. Das Linux war passwortgeschützt und dieses musste erfragt werden.

Auf Windows kam man so rauf, wie das damals war. Auch hatten wir Einstig in Qbasic, was auch abgefragt wurde, damit die AG bestanden wurde bzw. erfolgreich war. In den AGs waren immer die gleichen Leute aus verschiedenen Klassen und Stufen. Zum Abschluss hatten wir die Wahl von einer Diskette mit diskretem Inhalt und einigem andern, was zum Thema passte. Ich hatte mir Star Office genommen, das habe ich heute noch. Wir haben damit auch das Zertifikat gedruckt, was unter Linux nicht lief, aber unter Windows, da der Drucker nicht wollte. Die AG war von dem Lehrer die letzte, die er an der Schule machte. Danach gab's keine mehr.

Mir wurde angeraten, eine AG zu machen, damit ich es schaffe, wird gern gesehen. Aus heutiger Sicht hat es irgendwie Spaß gemacht und war nicht so grau, wie es vorkam. Es gab auch eine AG für Fortgeschrittene, die hätte ich auch gern gemacht, gab es dann aber nicht mehr. Zumindest bin ich dankbar. Auch wenn ich die Unterlagen nicht mehr habe und einiges vergessen, gab es zur Jahrtausendwende einen richtig tiefen Einblick in die Materie, für die ich dankbar bin. Zum Glück gibt's noch Webseiten, die sich mit der Zeit von damals beschäftigen, so dass es noch einen Funken Hoffnung auf Erhalt des Wissens gibt.

An dieser Stelle möchte ich die Leute von damals grüßen und mich entschuldigen, dass ich nicht halten konnte, was ich versprach, da es zu Hause nicht so gut lief. Ich weiß nicht, ob diese Zeilen mitgenommen werden, daher würde ich nochmal sagen: Leute, meldet euch mit eurer Nummer für einen Rückruf. Wir haben auch zusammen am PC gespielt und an der Konsole.

Zudem habe ich anonym auch an anderen Sachen mitgemacht und freue mich, dass meine Beiträge genommen werden und bedanke mich. Zudem hatte ich mal einen anderen PC einer Marke, der nicht so gut lief. Ich freue mich, den Start in eine Zeit gehabt zu haben, die ich nicht vergessen werde und nicht bereue. Danke an alle. Es tut mir leid, dass ich es nicht so zeigen konnte, aber ich versuche, ein guter Nerd zu sein, was mir nicht immer gelingt.


➤ Unsere Informatikaufgaben in der Oberstufe, Anfang der 90er, wurden auf großen Disketten abgespeichert. Diese wurden vom Sekretariat fein säuberlich archiviert, indem diese gelocht und in Aktenordnern gesammelt wurden. Der Inhalt war natürlich zerstört.


➤ Der Wahlunterricht am Nachmittag ab der 5. Klasse war bei mir an der Schule in den 90ern richtig gut. Logo, Basic, Pascal und sogar Assembler. Das waren alles engagierte Lehrer. Dabei habe ich richtig viel gelernt. Und dann gab es in der 9. Klasse Programmieren in Pascal im Rahmen des Matheunterrichts, ohne jegliches Verständnis oder Motivation des Lehrers. Das war natürlich Pflichtprogramm und für alle, die vorher mal was mit Pascal zu tun hatten, viel zu einfach. Und alle, die vorher noch nie programmiert haben, haben dabei nichts gelernt. Am Ende habe ich meinen Mitschülern das Wichtigste für die Prüfung beibringen müssen.


➤ Als ich Anfang der 90er Jahre auf mein niedersächsisches Gymnasium kam, standen im Computerraum noch Victor-Rechner – wie ich gerade nachgeschlagen habe: 8088-basiert. Interessanter Nebenaspekt: Der Firmengründer war Chuck Peddle!

Ob wir die noch genutzt haben oder ob es auch noch andere gab – ich weiß es nicht mehr. Ich erinnere mich aber noch an Hunger in the Sahel, eine Art Wirtschaftssimulation, die wir dort mal im Erdkundeunterricht angeworfen hatten. Das muss so in der 8. Klasse oder 1993 gewesen sein. Als jemand, der mit dem C64 groß und mit dem Amiga noch größer geworden war, war das wenig aufregend :-)

Danach ging es gefühlt aber Schlag auf Schlag. Es kam irgendwas mit Windows 95 drauf, für mich aber wenig spannend, weil mein Amiga noch ganz wunderbar lief. Dafür war das damals schon so gebaut – ich kann nicht sagen wie -, dass die Systeme vernetzt waren und jeden Tag automatisch neu aufgesetzt wurden oder zumindest werden konnten; wegen Vandalismusbedenken.

Informatik gab es, wenn ich mich nicht täusche, ab Klasse 11 als Wahlfach. Da waren wohl Word und Excel in einem Halbjahr dran, und in einem Halbjahr Pascal, aber ohne mich, weil beides uninteressant.

In 12 dann aber, Kurs if571 bzw if371. Freitags, 14:40 bis 17:00 (oder länger), in einem verdunkelten Raum. Für die Nerds ohne Leben. :-) Ich erinnere mich definitiv noch an die Basics, vom Transistor bis hin zu Logikschaltungen, simulierbar mit einer Software auf dem Atari, wenn ich nicht irre. Der war nämlich das Steckenpferd unseres Lehrers, wegen MIDI.

Ein Halbjahr lang haben wir uns passenderweise mit 68k-Assembler beschäftigt. Ich bezweifle, dass das in irgendeinem Lehrplan stand, aber es scheint doch irgendwie möglich gewesen zu sein. Ich habe es schwarz auf weiß in meinem Studienbuch stehen. So oder so, als immer noch Amiga-Nutzer konnte ich damit gut leben.

Danach gab es noch zwei Semester Algorithmen und Datenstrukturen. Speziell an den letzten Teil kann ich mich aber ehrlich nicht erinnern. ;-) Mag daran gelegen haben, dass der Eine stets versuchte, das Schulnetzwerk zu hacken, während der Nächste an seiner eigenen Fassung von Command & Conquer arbeitete und der Rest einen Gameboy-Emulator ausprobierte, den es damals schon gab. Alles in allem eine witzige Zeit, die ich nicht missen möchte! Auch wenn ich in unserer Abizeitung von Chaos-Kurs schrieb ...


➤ Abi 1998 Jahrgang. Informatik gab es ab der Oberstufe als Wahlfach. In meiner Erinnerung gab es an der sehr großen Schule einen Informatiklehrer. In der 11. oder 12. Klasse gab es eine Aktion "eine E-Mail schreiben". Das war etwas ganz Neues. Die Schule war natürlich noch nicht im Internet damals. Der Lehrer hat einen Ausdruck irgendeiner Mailingliste mitgebracht. Jeder sollte sich irgendeine E-Mail-Adresse davon aussuchen und die Person anschreiben. Der Lehrer hat unsere E-Mails dann an jedem Rechner auf Diskette kopiert und ist damit ins nächstgelegene Uni-Rechenzentrum gefahren und hat sie dort versendet. Zwei Wochen später hat er Antwortmails ebenso abgeholt und zu uns in die Schule zurückgebracht. Wir waren geflasht, dass da eine von uns im Computer getippte Nachricht von irgendwem irgendwo auf der Welt gelesen und beantwortet wurde. Eine völlig neue Erfahrung!

Der Lehrer und der Unterricht waren übrigens sehr gut für damalige Verhältnisse. Wir haben in Turbo-Pascal programmieren gelernt, am Ende sogar alle zusammen ein Computerspiel programmiert, wo man einen Panzer durch die Landschaft fährt.


➤ Der Informatikunterrricht war toll. Es war das Jahr 1993, Linux drang gerade erst zu uns durch, und der Informatikraum war ausgestattet mit einigen HP 9000/300-Workstations unter HP-UX. Das Zeug war damals schon alt, aber total faszinierend – bisher kannten wir nur Heimcomputer und eben DOS-PCs.

Unser Informatiklehrer war durchaus das, was man einen (Unix-)Guru nennen konnte. Wir haben bei ihm Unix-Grundlagen, Shell-Scripte sowie C und Pascal gelernt. Für diese prägende Zeit bin ich immer noch dankbar.

Viel spannender hingegen war ein Fach, in dem es darum ging, mit einem auch damals schon veralteten DOS-Programm Schaltpläne und Platinenlayouts zu erstellen. Dies allein böte genug Stoff für eine eigene Story, richtig auf den Punkt bringt es aber das Prozedere, wenn ein neues Bauteil verwendet werden sollte:

Denn natürlich waren die Rechner nicht vernetzt, und so wurde in so einem Fall eine(!) Diskette herumgereicht, von der die entsprechenden Dateien herunterkopiert werden sollten. Die DOS-Skills des Lehrers sowie einiger Schüler sorgten dann jedes Mal dafür, dass mindestens die Hälfte des 4-Stunden-Blocks vergangen war, nur um die Bauteildateien zu kopieren.


➤ Meine Schule, eine Gesamtschule, war damals eigentlich gar nicht schlecht ausgestattet. Es gab zwei Computerräume mit je ~16 Rechnern, also man konnte im Regelfall jeweils zu zweit am Bildschirm sitzen. Im Jahre 1999 in der 9. und 10. Klasse gab es Informatik als Wahlpflichtfach, wählbar aus 2 bis 3 Alternativen.

In der 9. Klasse bestand Informatik allerdings im Wesentlichen darin, in Texten die Schriftgröße zu ändern und Dinge fett oder kursiv zu formatieren. Und natürlich ganz wichtig: Zeilenabstand! Also quasi nur MS Word. In der 10. Klasse wurde Excel gemacht. ABER im zweiten Halbjahr wurde dann mit Turbo-Pascal programmiert! Weit sind wir nicht gekommen, aber immerhin zu Variablen, if-else und Schleifen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon mehrere Jahre in Basic auf einem alten C64 programmiert, später auf dem PC mit Quickbasic und hatte auch erste Erfahrungen mit Delphi. Von einem objektorientierten Borland-Delphi mit für die Zeit hervorragender IDE und visuellem Windows-UI-Editor war Turbo-Pascal natürlich ein signifikanter Rückschritt.

Für die 11. Klasse konnte man wiederum Informatik wählen, diesmal mit einer anderen Lehrerin. Diese hatte aber rechtzeitig mitbekommen, dass ich mich mit dem Pascal-basierten Delphi auskannte, und wählte deshalb statt Pascal das zukunftsweisende Java-Applet als Sprache. Dummerweise kannte sie sich selbst nicht damit aus, sie folgte nur einem Buch und war der Klasse grob zwei Wochen voraus. Am Ende des Schuljahres waren wir wieder nur bis zu den Schleifen gekommen. Ich glaube, Rekursion wurde ganz grob angerissen.

An einer Gesamtschule ist die Oberstufe (11-) naturgemäß sehr klein, weil die meisten nach der 10 die Schule verlassen. Wir waren, glaube ich, ~30 Schüler im Jahrgang. Es gab allerdings eine Kooperation mit einer benachbarten anderen Gesamtschule (mit Bus-Shuttle-Dienst), so dass wir trotzdem ein relativ breites Fachangebot hatten. Trotzdem gab es für Informatik in der 12. und 13. Klasse dann einfach nicht mehr genug Interesse oder Kapazitäten.

Damals hatte meine Schule noch 2 bis 3 aktive Informatik-Lehrer. Also Lehrer, die wirklich als eines ihrer beiden Fächer Informatik hatten. Heute, im Jahre 2026, existiert die Schule weiterhin, hat aber laut Webseite trotz eines Kollegiums von 86 Lehrern keinen einzigen echten Informatik-Lehrer mehr.


➤ Der Wahlpflicht in der Sekundarstufe 1996 hatte ich entgegengefiebert, es war aber eher deprimierend und ich fühlte mich als vom Amiga kommender Computercrack irgendwie im falschen Film. Ab 1997 in der Oberstufe gab's EDV von einem zynischen Lehrer, der laut eigener Aussage immer nur eine Stunde weiter als wir war. Aber ich habe über Turbo-Pascal echt viel gelernt. Nie vergesse ich, wie ein Mitschüler nach einem Vergehen vor versammelter Klasse über ein gespanntes rot-weißes Flatterband steigen musste, für die Lektion "nur weil du in der Lage bist, unser Netzwerk zu hacken, heißt es nicht, dass du es tun solltest. Begreife unsere Sicherheitsmaßnahmen nicht als undurchdringlichen Panzer sondern als Flatterband, das dir sagt: Da sollst du nicht hin".


➤ Wir hatten, Mitte der 90er, einen Mathematiklehrer, über den wir Informatik, als Wahlfach einmal in der Woche, am Nachmittag, angeboten bekamen. Hier lernten wir die ersten Schritte im Programmieren in GW- und QBasic unter MS DOS.

Für diejenigen, die mit den Arbeiten der Stunde früher fertig waren, wurde dann das "selbst programmierte" Spiel "Die Hanse" (wohl aus einer Programmierübung für Fortgeschrittene) ausgegeben. Wir haben dann irgendwann die Sourcecodes durchsucht, um das Startgeld zu erhöhen (frühe Cheater am Werk!!), bis der Lehrer irgendwann nur noch eine compilierte Version ausgab.

Heute bin ich Programmierer, was wohl auch durch die Begeisterung des Lehrers für das Thema beeinflusst wurde.


➤ 1990, Thüringen, 9. Klasse. Die Wende war gerade durch. Ein Raum voller 286er, davon 3 NoName mit 287 (Mathe-Coprozessor, wer kennt's noch?), der Rest von Siemens ohne 287 und mit etwas spezieller Tastatur mit Nicht-Standard-Tastenanordnung. Auf denen habe ich mich dauernd vertippt. 14" Röhrenmonitore, VGA, MS-DOS, Turbo-Pascal 6, später Borland-Pascal 7.

Wollte der Lehrer etwas zeigen, hatte er (sauteuer!) statt Monitor ein LCD-Board, das auf den Overheadprojektor gelegt wurde. Jeder hatte eine 5.25"-Diskette. Eigentlich durften wir keine Disketten von daheim mitbringen. Bootsektor-Viren waren dennoch ein immer mal wieder auftretendes Problem, aber die Lehrer waren fit, was das Neuinstallieren der PCs betraf. Netzwerk gab's nicht. Ich habe irgendwann mal ein Programm gebaut, das die Standard-Bootsektoren intern hard-coded hatte und einfach stumpf auf die Disketten schrieb. Damit haben wir dann immer mal wieder alle Disketten gesäubert.

Erste Programmierübung in der 9. Klasse: Bildschirm bunt einfärben. Konnte man per ClrScr() machen, wenn man im Unterricht aufgepasst hatte, oder mit 2 geschachtelten for-Schleifen (wie ich ;)). Eingabe von 2 beliebig langen Zahlen, diese sollten ziffernweise als verkettete Liste von Pointern (jedes Element speichert eine Ziffer und den Pointer auf seinen Nachfolger) gespeichert werden. Einfach einen String zu nehmen, war verboten und außerdem auf 254 Zeichen limitiert. Dann sollten die Zahlen multipliziert werden – schriftliche Multiplikation wie auf Papier, nur eben als Programm. Ergänzung um formatierte Ausgabe, Eingabekontrolle (nur Ziffern eingebbar) usw. Das war unterteilt in lauter Einzelaufgaben. Jede davon gab man ab, und der Lehrer sah sich den Quelltext an.

Später dann: Als Textzeile eingegebene Gleichung parsen und berechnen bzw. einen Funktionsplotter (y=f(x)) schreiben. Da konnte man das Parsen für jeden x-Wert neu machen, oder man baute einmal einen Baum auf – Letzteres plottete schneller. Nebenbei Bäume, Rekursion usw. gelernt (und mehr oder weniger verstanden). Wie viel wir da per Versuch und Irrtum herausgefunden und wie viel davon vom Lehrer erklärt bekommen haben, weiß ich nicht mehr. Nicht jeder bekam jede Programmieraufgabe zum Laufen. Ich glaube, den Quelltext habe ich heute noch irgendwo rumfliegen.

In höheren Klassen kam später Prolog, ein Abfragesystem über einer Wissensbasis – die Definition unseres Lehrers war offensichtlich einprägsam ;-): Regeln (Definition Tante, Onkel usw.) und Fakten (Eltern, Kinder) eingegeben, später konnte man den Interpreter fragen, wer Tante, Onkel, Neffe von wem war. Spielte man herum, gab 3. oder 4. Generationen ein und definierte Enkel, Urenkel, gab der Interpreter auf: Crash, out of memory. Mehr als 2 Rekursionsschritte waren zu viel. Ein paar Grundlagen der Logik (AND, OR, NAND, ...) haben wir auch gelernt, aber heute kann ich nicht mehr sagen, was wann in welchem Fach, denn in Physik kam so was mit Elektronik auch nochmal dran.

Projektarbeit Klasse 12: Jeder suchte sich was aus. Ich habe in BP7 auf Basis der Fouriersynthese einen polyfonen Synthesizer gebaut. Dabei erste Erfahrungen mit objektorientierter Programmierung gesammelt, aber das ging über den normalen Unterrichtsstoff schon hinaus. Ob wir im Unterricht auch mal mit Windows 3.1 und Textverarbeitung gespielt haben, weiß ich nicht mehr. Anfangs jedenfalls nicht, da gab's kein Windows.


➤ Informatikunterricht in den frühen 90ern im Doppelpack, einmal als reguläres Schulfach und einmal als Wahlpflichtkurs. Während wir im regulären Pflichtfach auf veralteten 8088ern veraltete Software bedienen mussten, lernten wir im WPK den Aufbau von Logikgattern, Binärcode und Maschinensprache und haben am Ende unseren eigenen (sehr einfachen) 4-Bit-Prozessor aus Transistoren gebaut. Das hat mein Verständnis davon, wie Computer eigentlich funktionieren, grundlegend verändert. Davon profitiere ich noch heute.


➤ In der zweiten Hälfte der 90er wurden die PCs an unserer Schule von DOS auf Windows 95 umgestellt. Gleichzeitig wurde die Software INIS eingeführt – Integrierte Netzwerkverwaltung in Schulen. Diese hat während des Windows-Starts und nach vollständigem Software-Start alle Tastatur-Eingaben angefangen, die mit direkter Windows-Nutzung zu tun hatten, z.B. Windows-Taste fürs Startmenü. Während die Software selbst nach dem Windows-Start gestartet wurde, waren aber für ein paar Sekunden alle Tastenkürzel nutzbar. Da konnte man auch mit Strg-Alt-Entf in den Taskmanager und INIS komplett beenden. Danach hatte man vollen Zugriff, auch aufs Netzwerk. Kommentar von unserem Informatik-Lehrer, als wir ihm das gesagt haben: Komisch, da haben Profis vorgesessen, die sind nicht reingekommen.


➤ Die Lehrer:innen an unserem Gymnasium schienen mit dem Informatik-Unterricht (ca. '95) ziemlich überfordert. Einige haben im Hauptfach Deutsch unterrichtet und dann im Informatik-Unterricht mit Biegen und Brechen etwas Textverarbeitung erklärt.

Als es dann ums Programmieren ging, war ganz schnell Schicht im Schacht. Unsere Nerd-Clique hatte zu dem Zeitpunkt schon einiges mit Turbo Pascal und anderen Sprachen Erfahrung gesammelt und dann irgendwann den Unterricht selbst gestaltet.

Das einprägsamste Erlebnis war allerdings, als ein Freund ein Unbefriedigend in der Klassenarbeit bekommen hat, weil die Lehrerin seine Lösung nicht verstanden und für falsch befunden hat. Wir sind dann nochmal gemeinsam hin und haben darauf bestanden, dass sie das Programm abtippt und ausprobiert. Danach war es dann zumindest ein Gut.


➤ Ich habe Abitur gemacht in 1999 – mit Informatik als Prüfungsfach. Da gab es so einige Geschichten auf dem Weg dorthin:

1. Ausstattung zu Beginn: alte PCs (386?) ohne Festplatten, nur mit je zwei 5 1/4 Zoll-Laufwerken. Eins fürs Betriebssystem, das andere für Bewegungsdaten.

2. Erste Erfahrungen mit Trojanern und Sicherheitslücken und sonstigen Späßen. Ich weiß nicht mehr, wie die Lücke hieß - aber mit einem einfachen Befehl konnten alle Rechner im Netzwerk zum Bluescreen gebracht werden. Ein großer Spaß. Wer es nicht ganz so aggressiv angehen wollte, hat immerhin nervende Nachrichten mit Pieptönen an alle Peers geschickt. Oder alle Icons auf dem Desktop versteckt und durch einen Screenshot derselben ersetzt. Klicken ist sinnlos :-)

3. Zocken im Computerraum. Irgendwann war das Vertrauen erarbeitet – man bekam den Schlüssel zum Computerraum. Das galt es auszunutzen: Duke3D wurde im Multiplayer gespielt. Bis der Lehrer reinkam. Erste gebrüllte Frage: "Was macht der Schraubenzieher da?!!" Weiß ich auch nicht mehr.

4. Projektarbeit über ein halbes Jahr: einen Egoshooter(!) bauen. Mit der Schule als Map(!) – alles mit Wissen und Genehmigung des Lehrers. Heute undenkbar. Es war eine schöne Zeit.


➤ Bin Baujahr 1980 und entsprechend war Informatikunterricht in der Realschule von 94 bis 97. Das Computerkabinett war mit 486er ausgestattet, mit Windows 3.11, Word, Excel etc. Das war technisch eigentlich alles schon recht solide für die Zeit.

Die Lehrerin hatte absolut keine Ahnung von Computern, abseits des Lehrstoffes. Der wurde trocken runtergeleiert. Alle computeraffinen Mitschüler inkl. mir konnten in diesen Stunden quasi machen, was sie wollten. Es wurden Doom und Wolfenstein heimlich installiert. Teilweise auch für die anderen Klassen, während die Lehrerin nix davon mitbekam. Die Lehrerin ist am Ende, nach einigen Jahren in dem Fach, an der ganzen Sache verzweifelt und im Burnout gelandet, da sie mit dem Know-how der Schüler nicht mithalten konnte.

Es war in der Zeit einfach unheimlich schwierig, da ein sinnvolles Fach zu gestalten und 25 Schüler im Zaum zu halten, von denen die Hälfte nicht wusste, wie man den Rechner einschaltet, und die andere Hälfte quasi die Rechner zu Hause zusammenbaute.


➤ So Mitte der 90er hat bei mir der Informatikunterricht in der 9. Klasse mit der Programmierung von QBasic angefangen. Irgendwann wurde die Schule dann auf Windows NW oder 95 umgerüstet und dann war es unsere Aufgabe, mit MS Paint ein gotisches Kirchenfenster zu malen. Ich war also bestens für das Informatikstudium gerüstet. ;-)


➤ In einer der ersten Informatik-Unterrichtsstunden (es muss Anfang der 90er Jahre gewesen sein), habe ich als x-Jähriger dem "Informatiklehrer" zeigen müssen, dass man eine Pascal-Code-Datei vor dem Ausführen erst kompilieren muss. Er sollte uns eben jenes Pascal beibringen.


➤ Ich hatte mit .com-Dateien herumgespielt und fand Interrupt Hooks in Assembler äußert interessant. Ich hatte dann eine .com-Datei in die config.sys der Schulrechner aufgenommen (oder eine Art Treiber draus gemacht), die den Rechner bei jedem Timer-Interrupt kurz schlafen geschickt hat. Dadurch wurden die Rechner schnarchlangsam. Ich wurde dann als anerkannter Nerd gebeten, "ob ich mir mal die Rechner angucken kann, da stimmt was nicht". So konnte ich als weißer Ritter auftreten und das Problem in sehr kurzer Zeit lösen. Ist nie aufgefallen, dass ich auch der Verursacher war.


➤ Schloss Neuschwanstein in Word gezeichnet (war glaub ich in der 6. Klasse).


➤ Im Jahr 1996 an einem bayerischen Gymnasium hatten wir einen sehr engagierten Mathematik-Lehrer. Man hätte ihn auch als überaus intelligenten Nerd bezeichnen können, was für mich ein Qualitätsmerkmal war, aber für viele andere ein Grund, sich über ihn lustig zu machen.

Er bot zuerst ein Wahlfach QBasic an, in dem wir Weihnachtsbäume, ein Snake-Spiel und viele kleine Programme in ASCII Art auf den Bildschirm zauberten. Im darauffolgenden Jahr zeigte er uns, dass mit Turbo Pascal noch deutlich mehr möglich war.

Er hat mich ans Programmieren herangeführt, mein Interesse dafür geweckt und mir gezeigt, was mit Computern möglich ist. Er hat mir den Zugang zu einer ganz neuen Welt ermöglicht, wofür ich ihm rückblickend überaus dankbar bin.


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