So funktioniert der Strommarkt: Der Preis ist heiß

IT ist ein Stromfresser. Daher trifft es die Branche besonders hart, dass die Energiepreise heißlaufen. Schon vor der Preisexplosion, die dem Beginn des Ukrainekrieges folgte, hatten sich die Strompreise von 2005 bis 2021 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) für Verbraucher nahezu verdoppelt und auch der Index für gewerbliche Kunden legte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von 63,8 auf 112,0 Punkte zu. Kritiker halten die hohen Preise für eine Folge der Liberalisierung des Strommarktes. Das ist richtig und falsch zugleich.
"Bis 1998 war die Welt der deutschen Energieversorger eine gänzlich andere als heute" , sagt ein Sprecher von EnBW, einem der größten drei Energiekonzerne in Deutschland. "Jedes Unternehmen hatte sein abgegrenztes Versorgungsgebiet, im Monopol konnte nichts passieren." Kunden konnten ja allein von diesem einen Anbieter Energie beziehen.