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Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) im Gespräch mit seiner Freundin
Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) im Gespräch mit seiner Freundin (Bild: Screenshot/Open Road Films)

Snowden: Natural Born Knüller

Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) im Gespräch mit seiner Freundin
Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) im Gespräch mit seiner Freundin (Bild: Screenshot/Open Road Films)

Oliver Stone verfilmt die Story von Edward Snowden und seinen Enthüllungen. Der erste Trailer lässt nichts Gutes erwarten, ist aber immerhin für einige Lacher gut.
Von Eike Kühl

Wir nähern uns dem dritten Jahrestag der Snowden-Enthüllungen. Eine kurze Zusammenfassung: Der beim NSA-Auftragsnehmer Booz Allen Hamilton angestellte Analyst Edward Snowden hat eine ganze Menge streng geheimer Dokumente des US-Geheimdienstes kopiert und sie im Juni 2013 ein paar ausgesuchten Journalisten zur Verfügung gestellt. Seitdem wissen wir ansatzweise, welche Überwachungsmöglichkeiten die NSA und ihre Bündnispartner haben.

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Snowden selbst lebt derzeit in Moskau im Exil, twittert fleißig, spielt Technotracks ein und spricht gelegentlich per Videoschalte auf Konferenzen. Nächste Woche etwa auf der Re:publica in Berlin.

Die Geschichte der Enthüllungen wurde von der Filmemacherin Laura Poitras in der Dokumentation Citizenfour ziemlich gut erzählt. Kein Wunder, sie war ja dabei. Vergangenes Jahr bekam Citizenfour den Oscar für den besten Dokumentarfilm.

Weil die Geschichte von Ed Snowden aber auch vieles von einem klassischen Agententhriller hat (Überwachung! Geheimniskrämerei! Verrat! Russland!), ist auch Hollywood darauf aufmerksam geworden. Regisseur Oliver Stone, der vor vielen Jahren mit Platoon, JFK und Natural Born Killers ein paar ganz ordentliche Filme drehte, danach aber ins Mittelmaß abdriftete, nimmt sich Snowdens Story an.

Sein Spielfilm heißt einfach Snowden, kommt im September in die Kinos und der Inhalt scheint ähnlich kreativ zu sein wie der Titel. Das jedenfalls lässt der erste veröffentlichte Trailer vermuten, den wir hier genauer analysieren.

Juhu, Geek-Klischees!

Die erste Einstellung ist gewissermaßen eine Grundzutat für Filme von Oliver Stone: Ein Trupp US-Soldaten joggt im Morgennebel vor aufgehender Sonne. Kurz darauf sieht man den jungen Ed Snowden, gespielt von Joseph Gordon-Levitt, wie er mit dickrandiger Brille durch den Schlamm robbt. Alle Rekruten erhalten eine solche Standardbrille, die von Natur aus sehr geeky aussieht. Wie passend.

  • Im Herbst soll der Film in den US-Kinos starten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snwoden bricht sich bei der Militärausbildung beide Beine. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Success! (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • 38 Minuten? "Damit kannst du alles machen". (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Nicolas Cage und sein Nicolas-Cage-Gesicht spielen auch mit. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Die Effektspezialisten haben sich da mal was ausgedacht. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden chattet auf einer Plattform namens geek-mate.com. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Jeder Profiadmin weiß: Nachts darf man Server nicht mit Licht aufwecken. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Sieht man nicht, aber auf der roten Mütze steht garantiert: Make the NSA Great Again. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Windows kopiert die Datei in circa 50 einzelnen Fenstern. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Ob Zauberwürfel mit SD-Versteck ein Verkaufsschlager werden? (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Je größer der Bildschirm, desto wütender der CIA-Häuptling. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden trifft in Hongkong drei Journalisten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Dachte wirklich jemand, Oliver Stone verzichtet in einem Geheimdienstfilm auf Drohnen? Irgendwie muss es ja eine Gelegenheit für Explosionen geben. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Seiner Freundin kann Snowden von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden auf der Flucht vor sich selbst. Bild: Screenshot/Open Road Films)
Im Herbst soll der Film in den US-Kinos starten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)

Um den Zuschauern zu zeigen, dass nicht nur die Brille den Geek ausmacht, darf Snowden im Krankenhaus einen Laptop nutzen. Dort liegt er übrigens, weil er sich in seiner Militärausbildung beide Beine bricht (das passierte wirklich). Doch keine Angst, sagt sein Arzt: "Es gibt andere Wege, deinem Land zu dienen."

Zum Beispiel in der CIA. Nachdem Snowden von einem griesgrämigen CIA-Häuptling mit tiefer Stimme ausgefragt wird, darf er seine PC-Künste unter Beweis stellen. Normalerweise brauchten die Bewerber fünf Stunden, heißt es. Ob damit die Einrichtung eines Druckers über WLAN gemeint ist, ist unklar. Snowden jedenfalls schafft es in 38 Minuten. Success!

  • Im Herbst soll der Film in den US-Kinos starten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snwoden bricht sich bei der Militärausbildung beide Beine. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Success! (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • 38 Minuten? "Damit kannst du alles machen". (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Nicolas Cage und sein Nicolas-Cage-Gesicht spielen auch mit. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Die Effektspezialisten haben sich da mal was ausgedacht. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden chattet auf einer Plattform namens geek-mate.com. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Jeder Profiadmin weiß: Nachts darf man Server nicht mit Licht aufwecken. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Sieht man nicht, aber auf der roten Mütze steht garantiert: Make the NSA Great Again. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Windows kopiert die Datei in circa 50 einzelnen Fenstern. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Ob Zauberwürfel mit SD-Versteck ein Verkaufsschlager werden? (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Je größer der Bildschirm, desto wütender der CIA-Häuptling. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden trifft in Hongkong drei Journalisten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Dachte wirklich jemand, Oliver Stone verzichtet in einem Geheimdienstfilm auf Drohnen? Irgendwie muss es ja eine Gelegenheit für Explosionen geben. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Seiner Freundin kann Snowden von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden auf der Flucht vor sich selbst. Bild: Screenshot/Open Road Films)
38 Minuten? "Damit kannst du alles machen". (Bild: Screenshot/Open Road Films)

38 Minuten? "Damit kannst du alles machen", sagt der CIA-Häuptling. Außer erklären, was genau die Codezeilen auf den riesigen Bildschirmen im Hintergrund des Testraumes bedeuten.

Snowden jedenfalls ist jetzt drin im elitären Kreis der Geheimdienste. Und hat gleich ein Problem: Seiner Freundin kann er von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen, was beim Abendbrot das Gespräch regelmäßig ins Stocken bringt.

  • Im Herbst soll der Film in den US-Kinos starten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snwoden bricht sich bei der Militärausbildung beide Beine. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Success! (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • 38 Minuten? "Damit kannst du alles machen". (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Nicolas Cage und sein Nicolas-Cage-Gesicht spielen auch mit. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Die Effektspezialisten haben sich da mal was ausgedacht. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden chattet auf einer Plattform namens geek-mate.com. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Jeder Profiadmin weiß: Nachts darf man Server nicht mit Licht aufwecken. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Sieht man nicht, aber auf der roten Mütze steht garantiert: Make the NSA Great Again. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Windows kopiert die Datei in circa 50 einzelnen Fenstern. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Ob Zauberwürfel mit SD-Versteck ein Verkaufsschlager werden? (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Je größer der Bildschirm, desto wütender der CIA-Häuptling. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden trifft in Hongkong drei Journalisten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Dachte wirklich jemand, Oliver Stone verzichtet in einem Geheimdienstfilm auf Drohnen? Irgendwie muss es ja eine Gelegenheit für Explosionen geben. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Seiner Freundin kann Snowden von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden auf der Flucht vor sich selbst. Bild: Screenshot/Open Road Films)
Seiner Freundin kann Snowden von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen. (Bild: Screenshot/Open Road Films)

Falls die Zuschauer es bis dato nicht mitbekommen haben: Edward Snowden ist ein Geek. Deshalb chattet er auch auf einer Plattform namens geek-mate.com (was wohl seine Freundin dazu sagt) und teilt journeygirl_14 mit, dass Ghost in the Shell zu seinen Lieblingen gehört. Die Manga-Serie handelt unter anderem von Hackern, Künstlicher Intelligenz und, aufgepasst, Geheimdiensten.

  • Im Herbst soll der Film in den US-Kinos starten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snwoden bricht sich bei der Militärausbildung beide Beine. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Success! (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • 38 Minuten? "Damit kannst du alles machen". (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Nicolas Cage und sein Nicolas-Cage-Gesicht spielen auch mit. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Die Effektspezialisten haben sich da mal was ausgedacht. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden chattet auf einer Plattform namens geek-mate.com. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Jeder Profiadmin weiß: Nachts darf man Server nicht mit Licht aufwecken. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Sieht man nicht, aber auf der roten Mütze steht garantiert: Make the NSA Great Again. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Windows kopiert die Datei in circa 50 einzelnen Fenstern. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Ob Zauberwürfel mit SD-Versteck ein Verkaufsschlager werden? (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Je größer der Bildschirm, desto wütender der CIA-Häuptling. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden trifft in Hongkong drei Journalisten. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Dachte wirklich jemand, Oliver Stone verzichtet in einem Geheimdienstfilm auf Drohnen? Irgendwie muss es ja eine Gelegenheit für Explosionen geben. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Seiner Freundin kann Snowden von seiner Arbeit natürlich nichts erzählen. (Bild: Screenshot/Open Road Films)
  • Snowden auf der Flucht vor sich selbst. Bild: Screenshot/Open Road Films)
Snowden chattet auf einer Plattform namens geek-mate.com. (Bild: Screenshot/Open Road Films)

Übrigens: Die Domain geek-mate.com enthält zwar keine Inhalte, ist aber bereits registriert. Und zwar vom deutschen Unternehmen Krautpack Entertainment. Und das gehört zu den Co-Produzenten von Snowden.

Dunkler die Server nie arbeiten 

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aha47 30. Apr 2016

Vermutlich, steht zumindest so im Artikel.

RandomCitizen 30. Apr 2016

Vor allem keine Explosionen ;)

Bautz 30. Apr 2016

Schon vor mehr als 10 Jahren habe ich einen Freund im Krankenhaus besucht und zusammen...

User_x 30. Apr 2016

wäre doch viel geekiger gewesen, das aus der powershell zu machen, oder wurde die gui...

kurosawa 29. Apr 2016

hmmm, wenn man den film als initialzündung betrachtet...hab ich nichts gegen. aber die...



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