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Das Snet in Kubas Hauptstadt Havanna
Das Snet in Kubas Hauptstadt Havanna (Bild: Media.ccc.de/Screenshot: Golem.de)

Software bis zu acht Jahre veraltet

Das hängt sicherlich mit den selbst auferlegten Einschränkungen zusammen. So verbietet das Netz Habana Este (Ost-Havanna) die Nutzung, wenn sie die innere Ordnung, die Sicherheit des Landes oder Stabilität des kubanischen Staates verletzt. Verboten sind demnach Internetdienste, Radio- und Fernsehdienste, Pornografie, kommerzielle Angebote sowie alle anderen illegalen Dienste in Kuba. Bei Verstößen droht ein zeitweiliger oder gar dauerhafter Ausschluss aus dem Netz. Entsprechende Netze gibt es den Forschern zufolge inzwischen auch in anderen kubanischen Städten wie Santiago de Cuba, Pinar del Río oder Cienfuegos. Es gibt jedoch auch Berichte, wonach ein Spielernetzwerk in Pinar del Río von den Behörden verboten wurde.

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Neben den limitierten Inhalten habe das Snet auch mit einigen Problemen zu kämpfen, die für das sonstige Internet eher untypisch seien, sagen die Forscher. Vor allem die Sicherheit sei vergleichsweise sehr schwach ausgeprägt. Es gebe nur sehr wenige verschlüsselte Dienste per HTTPS oder eine zentrale Zertifizierungsstelle im Snet, so dass alle Zertifikate selbst ausgestellt seien. Da der rechtliche Status von verschlüsselter Kommunikation in Kuba unklar sei, verzichteten die meisten Administratoren auf die Implementierung von TLS.

Stromschläger gegen Router-Diebstahl

Ebenfalls problematisch: Da es keinen internen E-Mail-Dienst gibt, fehlt bei den meisten Diensten eine Möglichkeit, ein vergessenes Passwort wiederherzustellen. Wegen der geringen Internetkonnektivität sei die meiste Software veraltet, teilweise seit acht Jahren nicht mehr aktualisiert. Dennoch könne Malware nicht viel ausrichten, sagte Pujol. In der Tat: Phishing-Trojaner für Onlinebanking dürften in Kuba wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Für die Sicherung und den Ausbau des Netzes gibt es einige besondere Herausforderungen. So sei das genutzte 5-GHz-Band in Kuba sehr stark verrauscht, da die anderen Frequenzbereiche für Privatnutzer nicht zur Verfügung stünden. Aufgrund der finanziellen Einschränkungen sei es den Betreibern kaum möglich, die einzelnen Unternetze mit höheren Bandbreiten zu verbinden. Um den Diebstahl der WLAN-Sender zu verhindern, hätten Administratoren die Geräte zum Teil in Gehäusen versteckt, die unter Spannung stünden. Ein Streit zwischen zwei Administratoren hätte jüngst dazu geführt, dass zwei Netze nicht mehr miteinander verbunden gewesen seien, berichtete Pujol.

Nach Ansicht der Forscher ist das künftige Schicksal des Snet unklar. In ihrem Bericht zeigten sie sich "verhalten optimistisch", was die Zukunft des Netzes betrifft. Jüngst kündigte die staatliche Telefongesellschaft Etecsa an, in diesem Jahr das mobile Internet auf der Insel über E-Mail-Dienste hinaus einzuführen. Solange Etecsa aber die Breitbandversorgung nicht forciert und die Kosten so hoch bleiben, dürften der Bedarf für das Snet und das Wochenpaket sicher bestehen bleiben.

 Erstmalige Analyse des Snet

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udnez 19. Jan 2018

Es gibt auch noch das Guifi Netz: https://de.wikipedia.org/wiki/Guifi.net Hat in etwa...

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Crass Spektakel 10. Jan 2018

NNTP war nicht wirklich geläufig in den 1990ern, vieleicht am Ende als das Usenet seine...

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Crass Spektakel 10. Jan 2018

Hört sich nicht viel anders an als die ersten Netzwerke in Deutschland. Fidonet war z.B...

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ThomasSV 10. Jan 2018

zumindest das "auf die Insel schmuggeln" dürfte Dank Satelliten nicht allzu schwer sein...

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VigarLunaris 08. Jan 2018

Ja böses Zeug. Dabei haben genau diese Filmchen und Bildchen dazu geführt das viele...

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