Diffizile Emulation des Super-FX-Chips

Für unseren Vergleichstest nutzen wir ein japanisches Original-Super-Famicom, angeschlossen über RGB (mit und ohne Framemeister). Verbunden haben wir die Konsolen mit einem Fernseher im Game-Mode sowie mit einem alten Röhrenmonitor über einen HDMI-auf-VGA-Adapter.

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Aufnahmen werden mit einer Kamera mit 120 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet und ausgewertet. Als Basiswert für die bestmögliche Eingabeverzögerung nehmen wir das Original-Super-Famicom an einem alten Röhrenfernseher von Sony, verbunden über RGB-Kabel, und werten die Differenz als Eingabeverzögerung.

  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini - Stromkabel (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini - HDMI-Kabel (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini - Controller (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • SNES Classic Mini (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links der neue, rechts der alte Controller (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Neue Rahmen und ein Rückspulfeature sind die Software-Neuerungen (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Unser Vergleichs-Setup (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Unser Vergleichs-Setup (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)

Die kleine Konsole liefert das Bild in der maximalen Auflösung von 720p aus. Beim dreifachen Zoomen in unsere Aufnahmen erkennen wir ein minimales Bildrauschen. Der Bildausgabe der Originalhardware ist der Nachbau in punkto Schärfe überlegen, hier kann auch ein Framemeister, der über RGB angesteuert wird, nicht mithalten. Anders sieht es aus, wenn Scanlines ins Spiel kommen. Der CRT-Scanline-Filter (Cathode Ray Tube, Englisch für Kathodenstrahlröhre) des SNES Mini ist recht unscharf und die Scanlines selbst sind nicht sehr ausgeprägt. Hier sehen die dunklen Scanlines des Framemeisters authentischer aus.

Wie bereits beim NES Classic ist es möglich, die Bildausgabe auch im Aspekt auf 1:1 statt 4:3 anzupassen. Das ermöglicht in einigen Spielen Kreise mit gleichmäßigem Radius, etwa beim Morph Ball in Super Metroid.

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Die Super-FX-Spiele Starfox und Yoshi's Island werden spielbar emuliert. Minimale Grafikfehler sind uns nur in Yoshi's Island beim Warp-Effekt aufgefallen. Unterschiede gibt es bei der Bildrate. Die Spiele laufen mal auf der Originalhardware, mal auf dem SNES Classic schneller. Das wirkt sich auch auf die Ausgabe von Soundeffekten oder der Musik aus. Während wir auf der Originalhardware zwei Aufnahmen der gleichen Level problemlos synchronisiert halten können, laufen Vergleiche mit dem SNES Classic Mini asynchron. Deutliche Patzer wie beim Sound von Mega Man oder Super Mario Bros. 2 auf dem NES Classic liefert Nintendo zwar nicht, bei Yoshi's Island ertönen die Geräusche für das Aufsammeln von Münzen und Yoshi's Strampeln dennoch eindeutig verzögert gegenüber dem Original.

Die Eingabeverzögerung ist beim SNES Classic sehr niedrig. Einzig bei Super Ghouls 'n Ghosts verwehrt die Emulation bei extrem ruckeligen Passagen zeitweise Eingaben. Das Spiel läuft auch auf der Originalhardware sehr schlecht, allerdings werden alle Eingaben übernommen.

Bei den meisten anderen Spielen unterscheiden sich primär die Ladezeiten. Verglichen mit dem Original sind sie kürzer. Auch in Mega Man X, Contra oder Castlevania stottert es mal mehr, mal weniger. Die Emulation läuft aber generell gut, wenn auch nicht so gut wie beispielsweise unter Higan am PC.

Englische Sprachkenntnisse vorausgetzt

Alle 21 Spiele liegen in der amerikanischen NTSC-Version vor. Zwar lässt sich das Hauptmenü auf Deutsch umstellen, die Spiele laufen aber stets auf Englisch. Das ist gleichermaßen Fluch und Segen für Spieler, da sie so in den Genuss der oft flüssigeren und originalgetreueren 60-Hz-Fassung der Spiele kommen, aber auf deutsche Lokalisierungen verzichten müssen.

Die Spieleauswahl bewerten wir insgesamt als sehr gut. Es wäre sicherlich möglich gewesen, 20 andere aus den gut 100 Top-Titeln auf dem Super Nintendo zu finden. Viele Spieler vermissen beispielsweise Donkey Kong Country 2, Sim City oder das Rollenspiel Chrono Trigger. Angesichts der Tatsache, dass sich Squares Rollenspiel noch im Verkauf für den Nintendo DS befindet, ist die Entscheidung allerdings nachvollziehbar.

Zu den schwächeren Titeln zählt das Kirby-Golfspiel, auch Super Punch-Out hätte man durch etwas Hochwertigeres ersetzen können. Die Premiere, Starfox 2, hat uns nach einem initialen Aha-Effekt ziemlich enttäuscht. Das Spiel setzt anders als Starfox (in Deutschland Starwing) nicht auf lineare Level, sondern auf Dogfights wie in den ersten Wing-Commander-Spielen. Starfox 2 ruckelt stark, und die fehlende Präzision beim Zielen mit dem Digitalkreuz wird durch ein extremes automatisches Zielen ausgeglichen. Aus spielehistorischer Sicht bietet der Titel aber natürlich einen großen Reiz.

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 SNES Classic Mini im Vergleichstest: Putzige Retro-Konsole mit suboptimaler EmulationVerfügbarkeit und Fazit 
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Friko44 05. Okt 2017

Immer diese Raspberry-Verweise... Es gibt einen Haufen Leute, die sich nichts...

Umaru 03. Okt 2017

Voll fies, ich will hier meine Prov... ähm allen Foristen eine günstige Konsole...

TC 02. Okt 2017

Eben :) Nix anderes als Börse & Co

mw (Golem.de) 02. Okt 2017

Das ist nicht so unüblich. Dein Gehirn hat jahrelang als Hintergrund-Prozess weiter...

t3st3rst3st 01. Okt 2017

Block halt die Werbung ;)



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