Snapdragon: Qualcomm zeigt neuen 14nm-FinFET-Chip und ein Wearable-SoC

Gleich vier Snapdragon-Modelle hat Qualcomm angekündigt: Einer wurde speziell für Wearables wie Smartwatches entwickelt, einer nutzt die aktuelle 14LPP-Fertigungstechnik von Samsung, einer ein flotteres Modem und einen hat der Hersteller mächtig kastriert.

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Der Snapdragon Wear 2100 ist für Smartwatches gedacht
Der Snapdragon Wear 2100 ist für Smartwatches gedacht (Bild: Qualcomm)

Qualcomm hat vier Snapdragon-Chips vorgestellt, von denen eigentlich nur drei neu sind und der vierte vermeintlich altbekannt ist. Besonders spannend ist der Snapdragon Wear 2100, der wie sein Name bereits impliziert, für Wearables wie Smartwatches gedacht ist. Der Snapdragon 625 ist nach dem Topmodell Snapdragon 820 das zweite System-on-a-Chip von Qualcomm, das der Hersteller im 14LPP-Verfahren bei Samsung fertigen lässt. Beim Snapdragon 435 handelt es sich um einen mit einem besseren Modem ausgerüsteten Snapdragon 430 und der Snapdragon 425 ... tja, der ist ziemlich kurios.

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Der Snapdragon Wear 2100 beerbt den Snapdragon 400, der in sehr vielen Smartwatches verwendet wird. Qualcomm spricht nur allgemein davon, dass der Snapdragon Wear 2100 eine um 30 Prozent geringere Die-Fläche, eine um 25 Prozent niedrigere Leistungsaufnahme und ein besseres Sensor-Hub sowie Modem aufweisen soll. Zu den verwendeten CPU-Kernen, der Grafikeinheit, dem Interconnect oder der Fertigung äußerte sich der Hersteller nicht - das SoC ist aber online einsehbar: Es nutzt vier A7-Kerne und eine Adreno 304.

Qualcomm bringt 14 nm FinFET in die Mittelklasse

Beim Snapdragon 625 hat sich der Hersteller für Samsungs aktuelle 14LPP-Fertigung entschieden, was das SoC recht sparsam machen dürfte. Qualcomm spricht von einer um 35 Prozent geringeren Leistungsaufnahme verglichen mit den bisherigen Modellen Snapdragon 615/616/617. Die werden in einem 28-nm-Prozess gefertigt. Technisch ähnelt der Snapdragon 625 den älteren SoCs: Er nutzt acht A53-Kerne und eine Adreno-506-Grafikeinheit, das LTE-Modem schafft 300 MBit/s im Downstream und 150 MBit/s im Upstream.

Neu beim Snapdragon 435 verglichen mit dem Snapdragon 430 ist das Modem, das 300 und 100 statt 150 und 75 MBit/s liefert. Der Chip besteht aus acht A53-Kernen und einer Adreno 505. Ein Kuriosum ist der Snapdragon 425: Der wurde im Februar 2015 schon einmal vorgestellt, die neue Version ist mächtig abgespeckt. Statt acht gibt's vier A53-Kerne, eine Adreno 308 statt 405 und ein leistungsschwächeres Modem mit 100/75 statt 300/100 MBit/s.

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Der Snapdragon Wear 2100 und die Snapdragon-Wear-Plattform sind Qualcomm zufolge für Hersteller verfügbar, Samples der Smartphone-Snapdragon-Chips sollen im Sommer geliefert werden. Die ersten Geräte mit den neuen SoCs erwartet Qualcomm für das zweite Halbjahr 2016.

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