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Snapdragon AR2 Gen1: Qualcomms AR-Plattform ermöglicht leichtere Headsets

Snapdragon Summit 2022
Qualcomms Snapdragon-AR2-SoC für AR-Headsets ist auf separate Chips aufgeteilt. Das soll die Effizienz und den Platzbedarf optimieren.
/ Tobias Költzsch
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Der neue Snapdragon AR2 Gen1 von Qualcomm (Bild: Qualcomm)
Der neue Snapdragon AR2 Gen1 von Qualcomm Bild: Qualcomm

Auf seinem Snapdragon Summit hat Qualcomm die neue Extended-Reality-Plattform Snapdragon AR2 Gen 1 vorgestellt. Das System wurde speziell für AR-Headsets entwickelt und soll nicht nur die Leistung und die Effizienz steigern, sondern auch den Platzbedarf des SoC im Headset selbst optimieren.

Das SoC besteht aus drei Teilen: Dem Hauptchip, einem Co-Prozessor und einem Verbindungschip. Der Hauptprozessor ist in einem der Bügel einer AR-Brille eingebaut, der Co-Prozessor hingegen im Nasensteg. So sollen sich AR-Headsets bauen lassen, die sich von herkömmlichen Brillen nicht mehr stark unterscheiden und weniger klobige Brillenbügel haben. Der Hauptprozessor wird in einem 4-nm-Verfahren gebaut.

Die Platine des Hauptprozessors soll durch diese Architektur um 40 Prozent kleiner sein als die der Snapdragon-XR2-Plattform. Der Snapdragon AR2 Gen1 soll dank Tensor-Prozessor insgesamt um den Faktor 2,5 leistungsfähiger bei KI-Berechnungen sein und 50 Prozent weniger Energie benötigen. Dadurch soll es möglich sein, AR-Brillen mit einer Leistungsaufnahme von weniger als einem Watt zu bauen.

Aufwendigere Berechnungen werden an Host ausgelagert

Der Hauptprozessor unterstützt bis zu neun Kameras, die die Umgebung beobachten. Latenzkritische Anwendungen sollen direkt vom Hauptprozessor in der Brille verarbeitet werden. Aufwendigere Berechnungen werden hingegen an die Recheneinheit des mit der Brille verbundenen Gerätes mit Snapdragon-Prozessor ausgelagert.

Die Verarbeitung der Umgebungsdaten im Hauptprozessor erfolgt mithilfe eines dedizierten Hardwarebeschleunigers sowie eines KI-Beschleunigers, der die Latenz zusätzlich reduzieren soll. Der Co-Prozessor ist für die Verarbeitung von Kamera- und Sensordaten zuständig und ermöglicht unter anderem Augentracking und Irisidentifikation.

Der Snapdragon AR2 Gen1 kann mithilfe von Wi-Fi 7 kommunizieren und soll eine Latenz von unter 2 ms zwischen Brille und Endgerät erreichen. Neben dem SoC hat Qualcomm auch Snapdragon Spaces vorgestellt, eine Entwicklerumgebung für AR-Anwendungen. Der neue Smartphonechip Snapdragon 8 Gen2 ist wie der Snapdragon AR2 Gen1 Snapdragon Spaces Ready.

Qualcomm arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits mit einer Reihe an Herstellern an ersten Headsets mit dem Snapdragon AR2 Gen1. Dazu zählen unter anderem Lenovo, LG, Vuzix und Niantic.


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