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Große Kerne und breite Grafik

Bei den CPU-Kernen bleibt es bei acht an der Zahl, genauer 1+3+4 wie bisher. Der schnelle Kryo-585-Cluster wechselt von Cortex-A76 auf Cortex-A77, wobei es erneut einen Prime-Core mit 512 KByte L2-Cache und 2,84 GHz und drei Gold-Cores mit 256 KByte L2 und 2,42 GHz gibt. Diese Taktraten entsprechen denen des Snapdragon 855, der Snapdragon 865 ist nur aufgrund der besseren Architektur flotter. Nachdem Qualcomm vergangenes Jahr noch Optimierungen wie ein größeres OoO-Fenster und angepasste Datenpfade umgesetzt hat, sind die ohnehin schnellen und großen Cortex-A77 nicht modifiziert worden. Der effiziente Cluster mit vier Cortex-A55 mit je 128 KByte L2 und 1,8 GHz entspricht dem des Vorgängers.

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Qualcomm spricht von einer um 25 Prozent höheren Geschwindigkeit für die CPU-Kerne, zudem sollen sie um 25 Prozent sparsamer sein. Weil das nur bei gleicher Performance gilt, steigt zwar die Effizienz nicht, das SoC kann die Cores jedoch schneller wieder in einen Schlafzustand versetzen, da die Rechenzeit kürzer ausfällt. Hierbei hilft auch der von 2 MByte auf 4 MByte verdoppelte L3-Cache, der mehr Daten lokal vorhalten kann, dafür einen signifikanten Anteil am größer gewordenen Die hat. Der System-Cache für die CPU-Kerne, die Grafikeinheit und weitere IP-Blöcke fasst erneut 3 MByte. Das ist recht wenig, bei Apples A13 Bionic sind es satte 16 MByte.

Die Grafikeinheit heißt Adreno 650 statt 640, sie soll wenigstens 20 Prozent schneller und bei gleicher Leistung 35 Prozent sparsamer sein. Weil der Takt mit grob 600 MHz ähnlich ausfällt und Qualcomm den Fokus auf dauerhafte Geschwindigkeit für lange Gaming-Sessions legte, wurde das Design breiter. Die Grafikeinheit hat 50 Prozent mehr Shader-Einheiten und 50 Prozent mehr Raster-Endstufen für 50 Prozent mehr Pixelfüllrate. Neben neben Vulkan 1.1 wird Direct3D 12, OpenGL ES 3.2 und OpenCL 2.0 unterstützt.

  • Snapdragon 865 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)
  • 8K30-Aufnahme in SDR auf dem Snapdragon 865 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Das SoC kann 4K mit Dolby Vision aufzeichnen. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Englische Spracheingabe wird offline transkribiert und in Mandarin übersetzt. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Physische 3D-Map wird per 5G als AR-Erfahrung mit geo-getaggten Video angereichert. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Überblick zum Snapdragon 865 (Bild: Qualcomm)

Google hatte schon mit Android 8 eingeführt, dass einzelne Software-Fragmente unabhängig von den eigentlichen Updates aktualisiert werden können. Für den Snapdragon 865 bedeutet das regelmäßig neue Grafiktreiber, die auf frisch erschienene Spiele abgestimmt sind. Ausgeliefert werden diese beispielsweise über Google Play oder Huaweis App Gallery, allerdings bleibt es den Smartphone-Partnern überlassen, diese Updates freizuschalten. Generell neu ist Hardware für HDR-Blending, um damit unter anderem Partikeleffekte drastisch zu beschleunigen.

Passend dazu gibt es künftig angepasste Spiele, etwa einen 90-Fps-Modus für PUBG und sogar 120 Hz für einige Tencent-Titel. Folgerichtig hat Qualcomm die DPU (Display Processing Unit) angepasst, um 4K-Panel mit 60 Hz und Displays mit QHD+ (3.200 x 1.800 Pixel) bei 144 Hz zu unterstützen. In diesem Kontext wichtig ist der Spectra 480, denn der ISP (Image Signal Processor) von Foto- und Video-Material zuständig, welches dann vom Hexagon 698 genannten DSP (Digital Signal Processor) aufbereitet wird.

Der Spectra 480 schafft einen Durchsatz von enormen 2 Gigapixel/s, denn Qualcomm hat den ISP von einem Pixel pro Takt auf vier pro Takt umgestellt. Dadurch wird er sparsamer und der Chip somit kühler, was mehrere Vorteile hat: Grundsätzlich kann der Bildprozessor bis zu 200 Megapixel verarbeiten, allerdings stellen Sensoren wie Sonys Isocell Bright HMX mit 108 Megapixeln derzeit das Limit dar. Ohne Auslöseverzögerung sind beim Snapdragon 865 ohnehin nur 64 statt zuvor 48 Megapixel möglich. HEIF (High Efficiency Image File Format) für Bilder wird wie gehabt unterstützt.

Neu ist die Möglichkeit, 4K zu filmen und dabei bis zu fünf echte 6-Megapixel-Fotos aufzunehmen, statt einfach nur Frames aus dem Video zu speichern. In 4K sind bis zu 120 fps möglich, neben HDR10+ unterstützt der Snapdragon 865 als erstes SoC auf die Aufnahme von 4K-Inhalten mit Dolby Vision - allerdings nur mit 10 Bit statt 12 Bit Farbtiefe und abspielen kann der Chip solche Videos nicht. Hinzu kommt die Option für 8K bei 30 fps mit SDR (Standard Dynamic Range), was vor Ort rein von der Detailtiefe her ziemlich beeindruckend aussah. Die verbesserte Rauschunterdrückung hilft dabei zusätzlich.

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deefens 06. Dez 2019

Welches Flagship-Phone soll das aktuell nicht können?

Huanglong 06. Dez 2019

Haben ist besser als brauchen. Außerdem gibt es auch Geräte jenseits von Smartphones, wie...

Bouncy 06. Dez 2019

Wirklich nicht? Also 4k-Zeitlupe ist jetzt nicht soo ein exotischer Effekt und imho für...

logged_in 05. Dez 2019

Wirst dir nicht einmal mehr die Nase putzen oder auf's Klo gehen können, ohne das dein...

ms (Golem.de) 05. Dez 2019

Im Sinne von Geräte mit dem 865 werden es nutzen.


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