Dynamiq macht den SD845 sparsamer

Die CPU-Kerne des Snapdragon 845 basieren erstmals auf der Dynamiq-Technik von ARM. Ähnlich wie bisher auch gibt es also Kerne mit verschiedenen Aufgaben, Qualcomm bezeichnet diese als Performance Cores (Gold, A75-basiert) und Efficiency Cores (Silver, A55-basiert). Anders als beim bisherigen Big.Little-Konzept können diese beiden Gruppen flexibler dimensioniert werden. Zwar setzt Qualcomm auf eine bewährte Kombination von vier Kernen pro Cluster, allerdings kann nun die Taktfrequenz pro Kerne je Cluster unterschiedlich ausfallen. Die Efficiency Cores arbeiten demnach mit bis zu 1,8 GHz und die Cores mit bis zu 2,8 GHz.

  • Nach etwa einer Stunde Dauer-Benchmarking brechen die Werte des Snapdragon 845 im Geekbench 4 leicht ein. (Foto: Moritz Stückler)
  • Das Referenzgerät von Qualcomm im Benchmark-Betrieb. (Foto: Moritz Stückler)
  • Das Manhatten-Szenario des GFXBench läuft auf dem Snapdragon 845 mit 60 fps. (Foto: Moritz Stückler)
  • Die Referenzgeräte von Qualcomm sind relativ groß, verfügen über zusätzliche Antennen-Anschlüsse und einen relativ kleinen Akku. (Foto: Moritz Stückler)
  • In einer Demonstration vergleicht Qualcomm die Leistungsaufnahme des Snapdragon 835 mit dem neuen Snapdragon 845. (Foto: Moritz Stückler)
  • Durchschnittlich ist das neue SoC in beiden Szenerien etwa ein Drittel sparsamer als sein Vorgänger. (Foto: Moritz Stückler)
In einer Demonstration vergleicht Qualcomm die Leistungsaufnahme des Snapdragon 835 mit dem neuen Snapdragon 845. (Foto: Moritz Stückler)

ARMs Dynamiq ist dabei eine von vielen Maßnahmen zur Senkung der Leistungsaufnahme: Weitere sind der 3 MByte große System-Cache, auf den alle SoC-Bestandteile zugreifen können, oder der feinkörnige ansprechbare LPDDR4X-Speicher, der mit 4x 16 Bit statt 2x 32 Bit angebunden ist. Hinzu kommt die 10LPP- statt 10LPE-Fertigung. Das Ergebnis aller dieser Anstrengungen demonstrierte Qualcomm mit einem Vergleichstest: Zwei Referenzgeräte, eines mit Snapdragon 845 und eines mit Snapdragon 835, bearbeiteten dieselbe Aufgabe, gleichzeitig wurde von beiden Geräten der Energiebedarf protokolliert.

Diese Demo wurde mit zwei verschiedenen Szenarien durchgeführt: mit dem GFXBench (Manhattan 3.0, On-Screen) und mit der Wiedergabe eines 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. In beiden Fällen nimmt das Smartphone mit dem Snapdragon 845 durchschnittlich etwa 30 Prozent weniger Leistung auf als sein Vorgänger. Das sollte in der Praxis dazu führen, dass der Akku des Smartphones weniger schnell geleert wird, wenn eine solchen Aufgabe ausgeführt wird.

Ersteinschätzung

Qualcomm hat mit dem Snapdragon 845 seine populäre SoC-Familie konsequent weiterentwickelt. Ein gemittelter Leistungszuwachs von 25 Prozent in synthetischen Benchmarks ist definitiv respektabel. Gerade bei Multithreading und bei der Grafikleistung sind die Geschwindigkeitsunterschiede überdurchschnittlich. Für bedeutender halten wir aber die Reduzierung der Leistungsaufnahme, von der Smartphone-Besitzer mehr profitieren. Hinzu kommen die bessere Audioqualität und der bessere Bildprozessor, beides konnten wir aber nur kurz austesten.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Qualcomm an der Präsentation in San Diego teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Qualcomm übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Snapdragon 845 im Hands on: Qualcomms SoC ist 25 Prozent schneller und sparsamer
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foho 17. Feb 2018

also in meinem redmi note4x werkelt ein snapdragon 625, der akku hat 4100 mAh. wenn da...

Phantom 12. Feb 2018

Mein S7 wird beim fotografieren und manchen Sachen wie Apps aktualisieren auch warm. Mit...

sofries 12. Feb 2018

Samsung kann in den USA z.B. aus patentrechtlichen Gründen (wenn ich mich nicht irre...

gelöscht 12. Feb 2018

Ich sehe diese "Entwicklung" aber nicht. Nur weil es bei ein paar Modellen so ist?!? Das...



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