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Der neue Snapdragon ist recht klein.
Der neue Snapdragon ist recht klein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Sehr gut im Multicore, nicht so gut im Singlecore

Bei den Benchmarks zeigt sich ein insgesamt gutes Bild verglichen mit dem Vorgänger, aber auch mit der Apple-Konkurrenz. Wir haben den Snapdragon 835 mit dem Snapdragon 821 in einem Google Pixel XL und teilweise dem A10 des iPhone 7 Plus verglichen. Nicht alle Tests existieren unter iOS. Vor allem im Multicore-Betrieb überzeugt der Snapdragon 835, wie der folgenden Tabelle zu entnehmen ist:

Snapdragon 835Snapdragon 821Apple A10
3DMark Slingshot Extreme Unlimited (Overall)3.701 Punkte2.875 Punkte2.693Punkte
3DMark Slingshot Extreme Unlimited (CPU)2.786 Punkte2.092 Punkte1.414 Punkte
3DMark Slingshot Extreme Unlimited (GPU)4.085 Punkte3.220 Punkte3.630 Punkte
Geekbench 4 (Singlethread)2.049 Punkte1.499 Punkte3.404 Punkte
Geekbench 4 (Multithread)6.473 Punkte4.164 Punkte5.552 Punkte
Geekbench 4 (OpenCL)10.121 Punkten.v.n.v.
Geekbench 4 (Renderscript)7.906 Punkte7.134 Punkten.v.
GFXBench (Car Chase Offscreen 1080p)26 fps20 fpsn.v.
GFXBench (Manhatten 3.1 Offscreen 1080p)43 fps32 fps43 fps
GFXBench (T-Rex 2.0 Offscreen 1080p)119 fps91 fps117 fps
SD835-Benchmarks

Während des Benchmarkings gab es einen kleinen Ausreißer beim PC-Mark-Work-1.0-Test. Der Wert liegt bei etwa 5.200 Punkten statt der sonst gemessenen rund 7.900 Punkte. Laut Qualcomm schlägt dann ein Scheduling-Bug noch zu, so dass nicht alle Kerne vernünftig arbeiten und ein Neustart des Smartphones notwendig wird.

Insgesamt zeigt sich aber gut, welches Potenzial der Chip hat. Vor allen bei Spielen dürfte die Entwicklung erfreulich sein. Dort erreicht der Snapdragon 835 praktisch das Niveau des aktuellen iPhones.

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Im Singlecore-Betrieb zeigt zumindest Geekbench, dass durchaus noch ein großer Abstand zu Apple bestehen kann. Auf einem iPhone 7 Plus erreichten wir gut 3.404 Punkte, also rund 1.400 Punkte mehr als das Qualcomm-Gerät, das zugegebenermaßen auf einem anderen Betriebssystem läuft, was durchaus mit Einfluss hat. Beim Vergleich zwischen Plattformen im Gesamten ist das iPhone allerdings in Singlecore-Anwendungen diesem Benchmark zufolge deutlich schneller als ein Qualcomm-basiertes Smartphone.

Natürlich sind das nur synthetische Benchmarks. Alltagsperformance - das Wichtigste bei einem Smartphone - lässt sich damit nicht messen. Das hat auch Qualcomm erkannt und sich ein wenig über synthetische Benchmarks beschwert, die die gesamte Plattform, darunter auch LTE und WLAN, ja nicht vermessen. Trotzdem wurde für Benchmarks eben nur auf die genutzten synthetischen Benchmarks seitens Qualcomm verwiesen. Auch Qualcomm hat anscheinend keine Idee, wie ein Smartphone mit besseren Benchmarks in so kurzer Zeit vermessen werden kann.

Die Benchmarks zeigen trotzdem eine deutliche Tendenz hin zu einem leistungsfähigen Chip für die nächste Generation der High-End-Smartphones. Sei es nun Numbercrunching oder auch Spielen: Die Geräte sind fix genug für anspruchsvolle Aufgaben.

Der Snapdragon drosselt anscheinend nicht

Nachdem die Hitzeprobleme des Snapdragon 810 bekanntgeworden waren, haben wir natürlich auch versucht, mit viel Last zu schauen, ob das System irgendwann an seine Grenzen stößt, dies jedoch nur in einem begrenzten Zeitraum. Wir haben den Test Manhatten OpenGL ES 3.0 vom GFXBench insgesamt 13-mal kurz hintereinander ausgeführt und zumindest unter Berücksichtigung der Messungenauigkeit keinen Einbruch erkennen können. Es gab jedoch eine statistische Auffälligkeit: Während die ersten acht Durchläufe 62 fps ergaben, erreichten die Durchläufe 9, 11 und 13 jeweils nur 61 fps.

Das wollen wir nicht überbewerten, denn bei einem normalen Test wäre ein gemitteltes Ergebnis genutzt worden, und der Einbruch ist nur minimal. Das ist in einer Testreihe zu erwarten. Nur dass die Werte am Ende schwächer sind, würde einen Verdacht auslösen.

Wir hatten zudem auch bei GFXBench einmalig ein Scheduling-Problem und mussten nach einem Wert von 54 fps das System neu starten.

Bei unserem Stresstest wurde das Gerät spürbar wärmer an einer Seite. Das geschah jedoch in einem akzeptablen, noch angenehmen Umfang. Zugegebenermaßen hatte Qualcomms Prototyp aber auch kein hitzetechnisch anspruchsvolles Design. Das Smartphone war groß und dick. Allerdings wurde die Rückseite auch nicht zur Kühlung verwendet. Das Innendesign war ziemlich luftig. Wir gehen von einem gewissen Optimierungspotenzial bei der Abwärme aus. Handyhersteller sollten also in der Lage sein, leistungsfähige Snapdragon-835-Smartphones zu konstruieren, die die Wärmeentwicklung gut handhaben können.

Abschließend lässt sich das natürlich nur mit einem finalen Smartphone beurteilen.

 Acht Kerne im 10-nm-Verfahren und keine erkennbare DrosselungFazit und Verfügbarkeit des Snapdragon 835 

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BlackManta 23. Mär 2017

Warum ist die Performance denn enttäuschent? Ich meine, was bringt dir deine ach so tolle...

Trollversteher 22. Mär 2017

Mmm... geht mir eher umgekehrt - ich fand das alte, kantige, iPhone-Design bis zum 5s...

Trollversteher 22. Mär 2017

War auch keine Kritik an eurem Artikel! Denn hier ging es ja auch nicht um ein konkretes...

ms (Golem.de) 22. Mär 2017

Vorgeführt hatte MS die x86-Emu mit einem SD820.



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