MU-MIMO, WiGig, H.265, Kamera

Der Snapdragon 810 koppelt wie der Snapdragon 805 einen QCA6174A genannten Chip für Bluetooth 4.1 und WLAN nach 802.11ac-Wave-2-Standard an. Der QCA6174A unterstützt zwei Streams für bis zu 867 MBit/s brutto im weniger frequentierten 5-GHz-Frequenzband. Geräte mit einer Snapdragon-805/810-Plattform sind zu MU-MIMO kompatibel, sofern der Router den 802.11-ac-Wave-2-Standard unterstützt, etwa Netgears Nighthawk X4 R7500.

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Beim Multi User Multiple Input Multiple Output werden Daten anders als beim Single-User-MIMO nicht seriell an Clients verteilt, sondern diese in bis zu 62 Gruppen aus je vier Geräten gepackt und dann parallel angesprochen. Die Bruttoübertragungsrate bei einem 1,7-GBit/s-Router und drei Clients wie einem Ultrabook, einem Tablet sowie einem Smartphone erhöht sich laut Qualcomm so von rund 117 auf 283 MBit pro Sekunde bei Verwendung eines 802.11-ac-Wave-2-Routers mit drei Antennen.

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Zu den Neuerungen des Snapdragon 810 zählt die Unterstützung des 802.11-ad-Standards, besser bekannt als Wireless Display oder kurz WiGig. Das funkt über kurze Strecken im 60-GHz-Frequenzband und überträgt in diesem Bild wie Ton. Qualcomm demonstrierte dies mittels zwei Snapdragon-Tablets: Eines spielte Ultra-HD-Content ab und schickte diesen als Stream an ein zweites Tablet, das per HDMI 1.4a mit einem UHD-Fernseher verbunden war. Die Latenz war sehr gering, das Interface aber begrenzt die Bildrate auf 30 fps.

Wichtig für drahtlose Übertragung ist eine gute Kompression, welche die Datenmenge auf ein Mindestmaß reduziert und zugleich die Bildqualität nicht zu sehr verringert. Der Snapdragon 810 beherrscht daher das Decodieren sowie Encodieren von Videos mit dem H.265-Codec (HEVC), wohingegen Samsungs aktueller Exynos 5433 nur decodiert.

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Qualcomm zeigte uns einen kurzen, 5 MByte großen Clip mit einer Bitrate von 40 MBit/s. Die Bildqualität des mit H.265 codierten Videos war sichtlich besser, vor allem bei feinen Details. Encodieren muss der Snapdragon 810 unter anderem beim Zusammenfügen von mehreren Ultra-HD-Videos, hier hilft die Grafikeinheit mit. Qualcomm betont, dass der Snapdragon 810 sowohl beim Aufnehmen von 4K-Clips als auch beim Spielen deutlich kühler bleiben solle als ein Snapdragon 800 - allerdings nicht im identischen Formfaktor, was einen direkten Vergleich verbietet. Zudem ist das Spiel auf 60 fps limitiert, was dem Snapdragon 810 entgegen kommt.

Die beiden Image Signal Processor (ISP) im Snapdragon 810 arbeiten maximal mit einem 55-Megapixel-Bildsensor zusammen. Neben den üblichen Verbesserungen beim Autofokus oder Post-Processing sind Implementierungen wie die von Core Photonics interessant.

Die Kameras nehmen ein Bild mit großer Brennweite und eines mit Weitwinkel auf, was in einer optischen statt in einer digitalen Vergrößerung mit Faktor 6 bis 7 resultiert. Das finale 30-Megapixel-Bild wird nicht durch die acht CPU-Kerne oder die Adreno-Grafikeinheit kombiniert, sondern von den ISPs, und der Nutzer kann es sofort betrachten.

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Eine weitere Multimediamöglichkeit des Snapdragon 810 ist die drahtlose Übermittlung von Dolby Atmos. Der Snapdragon 810 schickte beim Probehören den 7.1.4-Ton per 2,4-GHz-n-WLAN an einen Receiver, und der gab ihn an die Lautsprecher weiter. Eine reine Softwarelösung per Algorithmus nennt sich Fluence-Audio: Die gerichtete Geräuschunterdrückung mit beispielsweise drei Mikrofonen verringert Störgeräusche von zwei Seiten, was in der Praxis gut klappte. Der integrierte Digital Signal Processor (DSP) unterstützt zudem eine Sprachaktivierung - Stichwort Windows 10 und Cortana.

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 Snapdragon 810 ausprobiert: Der bisher schnellste Smartphone-ChipAdreno 420 plus Cortex A57/A53 
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HiddenX 19. Feb 2015

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diral 16. Feb 2015

Wo würde im Vergleich der MT6795 stehen ?

d0p3fish 16. Feb 2015

Also ich hab gestern mein M8 wieder gegen ein leicht verkratztes 5s getauscht. Anstatt...

llimaa 14. Feb 2015

Ja der Artikel ist umfangreich und gut reserchiert. Allerdings ist es heut zu tage kein...



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