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SMR: Wirtschaftsministerium hält kleine AKWs für nicht marktfähig

Weder der Stand der Technik noch die Stromkosten können die Fachabteilung des Ministeriums überzeugen. Ohne Subventionen seien AKWs nicht tragfähig.
/ Mario Petzold
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Reaktorteile auf dem Forschungsgelände des Idaho National Laboratory, einer geschützten US-Forschungseinrichtung (Bild: AFP via Getty Images/Josh Edelson)
Reaktorteile auf dem Forschungsgelände des Idaho National Laboratory, einer geschützten US-Forschungseinrichtung Bild: AFP via Getty Images/Josh Edelson

Dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) liegt eine Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Stand kleiner modularer Atomkraftwerke (Small Modular Reactors, SMR) vor. Sie ist zur Unterrichtung des Wirtschafts- und Energieausschusses im Bundestag gedacht.

Der Inhalt steht laut dem Bericht im direkten Widerspruch zu Aussage von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die bis 2050 von einer zweistelligen Leistung im Gigawattbereich spricht. Im besten Fall würde die Leistung der kleinen Atomkraftwerke dann auf dem Leistungsniveau wie aktuell in China oder Frankreich liegen.

Das gilt jedoch als unwahrscheinlich, denn noch deute nichts darauf hin, dass sich SMRs durchsetzen könnten. Die größten Zweifel gibt es an prognostizierten Skaleneffekten, zumindest auf absehbare Zeit. Dafür gäbe es zu viele parallele Konzepte, während keine technische Lösung aktuell tragfähig erscheint.

Hohe Kosten, schleppende Investitionen

Zudem gelte es zu bedenken, dass ein Nachweis fehle, dass die Skaleneffekte tatsächlich zu bezahlbarem Atomstrom führen. Stand jetzt ist der Bau der kleinen Atomkraftwerke deutlich teurer und die Effizienz geringer als bei großen Reaktoren, weshalb der Strom nicht konkurrenzfähig ist.

Die Gestehungskosten für Atomstrom sind aktuell ungefähr doppelt so hoch wie bei Wind- und Solarenergie. Für die Stromquelle spricht vor allem die dauerhafte und planbare Verfügbarkeit, während die Endlagerung des Atommülls und die sichere Versorgung mit spaltbarem Material Probleme bereiten.

Dass private Investoren bislang kaum Interesse an der Technik zeigen, gibt den Fachleuten ebenfalls zu denken. Lediglich in Russland und China würden aktuell Prototypen zur Stromerzeugung genutzt. Ohne staatliche Unterstützung und langfristige Verträge zur Stromabnahme seien SMRs auf absehbare Zeit nicht realisierbar.

Zu fast identischen Ergebnissen kam eine im Frühjahr 2026 veröffentlichte Studie der TU Berlin, die vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung unterstützt worden war.

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