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SMIC: Chinesischer 7-nm-Chip erscheint wie eine Kopie von TSMC

War SMIC vor einem Jahr noch im 14-nm-Segment unterwegs, ist der Konzern trotz US-Sanktionen schnell. Einen ersten 7-nm-Chip gibt es schon.
/ Oliver Nickel
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China baut fortgeschrittene Prozessoren in Eigenregie. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
China baut fortgeschrittene Prozessoren in Eigenregie. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de

Der chinesische Chiphersteller SMIC ist in seiner Entwicklung schneller als erwartet. Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) sogar von einer überraschenden Entwicklung trotz anhaltender US-Sanktionen und Embargos gegen den Konzern. Und trotzdem: Seit Juli 2022 verkauft SMIC Chips im 7-nm-Verfahren für Bitcoin-ASICs von Minerva. Dabei wurde angenommen, dass chinesische Fabs derzeit in 14 nm fertigen – ein Rückschritt von etwa vier Jahren Entwicklungszeit gegenüber den Marktführern.

Die Techanalysten von Techinsights(öffnet im neuen Fenster) (via Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) ) haben sich den neuen SMIC-Chip genauer angeschaut. Nach dem Reverse Engineering stellten sie fest: Es handelt sich hier wohl um eine relativ genaue Kopie von TSMCs 7-nm-SoCs. "Erste Bilder legen nahe, dass dies eine nahe Kopie des 7-nm-Prozesses bei TSMCs darstellt."

7 nm mit älteren Fertigungsmaschinen

Der aus Taiwan stammende Chiphersteller gilt als ein führendes Unternehmen bei 7 nm und hat SMIC bereits des Öfteren wegen illegaler Kopien verklagt – allerdings sind diese Klagen bereits mehr als zehn Jahre her. Nichtsdestotrotz arbeitet das chinesische Unternehmen weiter profitabel: Im Jahr 2021 stieg der Umsatz um 61 Prozent. Ein Teil der Einnahmen fließt in neue Fabs für insgesamt 5 Milliarden US-Dollar .

Techinsight stellt aber auch klar, dass Unternehmen wie TSMC und Samsung derzeit noch mindestens zwei Nodes Vorsprung haben und ein insgesamt ausgereifteres 7-nm-Verfahren, teils sogar 4 nm verwenden. US-Sanktionen erschweren es für SMIC zudem, neue Maschinen für eine effizientere Produktion von nicht-chinesischen Unternehmen zu erwerben – zumindest, solange diese Maschinen Bauteile US-amerikanischer Unternehmen verwenden. Offenbar schafft es das Unternehmen aber auch mit existierender Technik, zumindest wettbewerbsfähig zu bleiben. Es würde nicht wundern, wenn dies weiterhin so bleibt.


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