Smartwatches und Wearables: "Ich darf nicht blöd damit aussehen"

Smartwatches gibt es bereits seit einigen Jahren - seit sich die großen Hersteller mit den Geräten beschäftigen, hat das Thema jedoch zusätzlichen Schub erhalten. Aber sind aktuelle Smartwatches wirklich die Wearables, die wir benutzen wollen? Über Alternativen hat sich Golem.de mit dem Programmierer Ronan Schwarz unterhalten.

Artikel von veröffentlicht am
Sind aktuelle Smartwatches schon so, wie sie sich der Nutzer vorstellt?
Sind aktuelle Smartwatches schon so, wie sie sich der Nutzer vorstellt? (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

"Hol mich hier raus, Kumpel", wispert Michael Knight in seine Digitaluhr, woraufhin K.I.T.T., der sprechende Trans Am, mit fulminantem Drift angerast kommt. Die Idee einer klugen Uhr, die mehr als nur die Zeit anzeigen kann, ist in der Populärkultur nicht neu: Bereits Dick Tracy nutzte in seinen Comics aus den 1930er-Jahren eine Smartwatch, ehe 50 Jahre später eine Datenuhr bei Knight Rider ihren Dienst verrichtete. Mittlerweile sind Smartwatches in unserer Realität angekommen - aber entsprechen die aktuellen Geräte eigentlich dem, was wir wirklich benutzen wollen?

Inhalt:
  1. Smartwatches und Wearables: "Ich darf nicht blöd damit aussehen"
  2. Bringt Android Wear die Wende?

Moderne Smartwatches von Samsung, Sony oder Pebble können bisher unter anderem E-Mails und SMS anzeigen, den Musikplayer steuern, Twitter- und Facebook-Nachrichten anzeigen und teilweise Fotos aufnehmen und per Sprache gesteuert werden. Auf der Droidcon 2014 hat Golem.de sich mit dem Programmierer Ronan Schwarz über die Entwicklung von Smartwatches und Wearables unterhalten. Als Programmierer ist Schwarz in nahezu allen aktuellen mobilen Betriebssystemen sowie den gängigen Programmiersprachen unterwegs; Android-Entwicklern ist er als einer der Autoren des Android Developer Cookbook bekannt. Smartwatches und die Entwicklung von Software dafür gehören zu seinen Leidenschaften.

Das umgeschnallte Smartphone

Aktuelle Smartwatches sehen meist nicht wie eine klassische Uhr aus, sondern eher wie ein kleines, um das Handgelenk geschnalltes Smartphone; dementsprechend klobig sind sie auch. Für Ronan Schwarz gehört das mit zu den größten Problemen, die eine stärkere Verbreitung von Smartwatches aktuell noch bremsen. "Smartwatches müssen kleiner und vom Aussehen her attraktiver, schicker werden. Nur so können sie sich auf Dauer durchsetzen", sagt er. "Dass auch Künstler wie Will.i.am ihr eigenes Smartwatch-Modell in einer Talkshow zeigen, macht die Geräte für eine breite Masse attraktiver", vermutet Schwarz.

"Gerade eine Armbanduhr ist ja ein klassisches Schmuckstück: Eine teure Uhr ist etwas, das man repräsentativ trägt. Eine Smartwatch, wie sie momentan erhältlich ist, ist das nicht", sagt Schwarz. "Diese Hürde müssen die Hersteller noch nehmen: Erst, wenn die Geräte gut aussehen und man als Träger nicht mehr aussieht wie ein Borg, werden sie eine große Marktverbreitung haben. Die Minimalbedingung ist: Ich darf nicht blöd damit aussehen."

Stellenmarkt
  1. Leiterin / Leiter der Abteilung "Digitale Services und Innovation" des BKA (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Berlin, Meckenheim
  2. Product Owner (m/w/d)
    get IT green GmbH, Freiburg
Detailsuche

Mit dieser Meinung ist Schwarz nicht alleine: Erst vor kurzem beklagte Motorola-Manager Mark Randall, dass alle aktuellen Smartwatches Mist seien. Mag diese Meinung deutlich überspitzt sein und sicher nicht für alle verfügbaren Modelle gelten, spiegelt sie doch eine gängige Meinung wider - die Nutzerkommentare bei Golem.de zumindest bestätigten Randalls Ansicht.

Wearables bisher wenig verbreitet

Dementsprechend sind Smartwatches und Wearables aktuell nur selten an Handgelenken zu sehen. Vor der Ifa 2013 waren die Erwartungen an Samsung groß, insbesondere Samsungs Galaxy Gear enttäuschte aber trotz einiger guter Ansätze die meisten Kritiker. Auch Golem.de fragte sich damals im Test, wozu Nutzer das Gerät überhaupt brauchen: Zu umständlich, wenig intuitiv und nutzlos erschien es uns oft, statt auf das Smartphone auf die Uhr zu schauen und auf dem kleinen Bildschirm herumzutippen. Außerdem sind die Akkulaufzeiten für eine Uhr deutlich zu niedrig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Bringt Android Wear die Wende? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Bouncy 04. Jun 2014

wer bitte findet "normal" erstrebenswert? Normal ist erbärmlich, man muß dafür nichts tun...

GrandmasterA 04. Jun 2014

Das stimmt nicht. Für die Serie wurden größtenteils Trans Ams benutzt. Sicherlich war...

plutoniumsulfat 02. Jun 2014

oder diebesbanden egal was auch immer

derdiedas 02. Jun 2014

schon in den 80ern waren Taschenrechneruhren sehr "Nerdig" und auch heute ist eine...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Liberty Lifter
US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln

In den 1960er Jahren schockten die Sowjets den Westen mit dem Kaspischen Seemonster. Die Darpa will ein eigenes, besseres Bodeneffektfahrzeug bauen.

Liberty Lifter: US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln
Artikel
  1. Abo: Spielebranche streitet über Game Pass
    Abo
    Spielebranche streitet über Game Pass

    Nach Kritik von Sony gibt es mehr Stimmen aus der Spielebranche, die Game Pass problematisch finden - aber auch klares Lob für das Abo.

  2. Windows 11: Microsoft bringt ARM- und NPU-Toolchain
    Windows 11
    Microsoft bringt ARM- und NPU-Toolchain

    Build 2022ARM-Rechner mit Windows 11 benötigen passende native Programme. Entwickler bekommen dafür eine komplette Toolchain und NPU-Unterstützung.

  3. WSL, App SDK und Hybrid Loop: Microsoft baut Entwicklungssupport für Windows 11 aus
    WSL, App SDK und Hybrid Loop
    Microsoft baut Entwicklungssupport für Windows 11 aus

    Build 2022 Das WSL landet im Store, Entwickler können Windows-11-Widgets umsetzen und der Hybrid Loop soll KI-Anwendungen verbessern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ • LG OLED TV 77" 56% günstiger: 1.099€ • Alternate (u. a. Cooler Master Curved Gaming-Monitor 34" UWQHD 144 Hz 459€) • Sony-Fernseher bis zu 47% günstiger • Cyber Week: Alle Deals freigeschaltet • Samsung schenkt 19% MwSt.[Werbung]
    •  /