Abo
  • Services:

Smartwatch: Skintrack macht den Arm zum Touchpad

Forscher haben ein System entwickelt, das die Bedienung einer Smartwatch auf den kompletten Arm ausweitet: Mit Skintrack lassen sich so Touch- und Hover-Gesten auch außerhalb eines kleinen Displays ausführen. Marktreif ist die Technik aber noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Skintrack-System in seinen Einzelteilen: Links das Sensorarmband, rechts der signalgebende Ring
Das Skintrack-System in seinen Einzelteilen: Links das Sensorarmband, rechts der signalgebende Ring (Bild: CMU)

Wissenschaftler der US-amerikanischen Carnegie-Mellon-Universität (CMU) haben mit Skintrack eine Möglichkeit entwickelt, Touch-Eingaben bei einer Smartwatch zuverlässig auch außerhalb des Displays der Uhr auszuführen. Die Gesten werden dabei direkt auf dem Arm durchgeführt und erfordern keine spezielle Beschichtung auf der Haut.

Stellenmarkt
  1. TeamBank AG, Nürnberg
  2. GK Software SE, Sankt Ingbert, Köln, Schöneck

Auch auf der Hand können Touch-Eingaben gemacht werden. Eine vom CMU-Team mit der neuen Technik ausgestattete Smartwatch lässt sich auf diese Weise ganz anders als bisher bedienen: Zum Scrollen können der Arm oder die Hand verwendet werden, auch Swipe-Bewegungen sind möglich. Ebenso lassen sich bestimmte Apps und Aktionen durch auf den Arm gezeichnete Shortcuts aufrufen.

  • Die Funktionsweise von Skintrack in schematischer Darstellung. (Bild: CMU)
  • Das Sensorarmband und der das Signal emittierende Ring von Skintrack (Bild: CMU)
  • Eine mit Skintrack ausgestattete Smartwatch lässt sich mit Gesten auf dem Arm und der Hand bedienen. (Bild: CMU)
  • Hier wird eine Telefonnummer auf dem Handrücken eingegeben. (Bild: CMU)
  • Apps können auf eine virtuelle Ablage auf dem Arm gezogen und später wieder hergestellt werden. (Bild: CMU)
  • Auch auf dem Arm gemalte Shortcuts sind denkbar. (Bild: CMU)
Die Funktionsweise von Skintrack in schematischer Darstellung. (Bild: CMU)

Selbst durch Kleidung hindurch werden die Touch-Eingaben erkannt. Grundlage für die Technik ist ein schwaches, hochfrequentes Wechselstromsignal, das über einen speziellen Ring am Zeigefinger emittiert wird. Das durch die Haut des Arms übertragene Signal wird durch Elektroden am Armband der Uhr aufgefangen; die Phasenlaufzeit des Signals dient dem System dazu, den Eingabepunkt - also die Stelle, an der der Finger den Arm berührt - zu lokalisieren.

Genauigkeit hängt von Lernphase ab

Skintrack erzielt dabei eine Genauigkeit von 99 Prozent, dass die eingegebene Stelle korrekt erkannt wird. Diese hohe Erfolgsquote erfordert allerdings eine Lernphase des Systems, in welcher der Träger es konfiguriert. Wird dieses Anlernen unterlassen, ist das System weniger akkurat. Beim Anlernen werden bestimmte Punkte auf dem Arm und der Hand berührt, um das System darauf zu kalibrieren. Wird ein derartig angelerntes Skintrack-Armband abgenommen und wieder angelegt, ist es ebenfalls bereits weniger genau.

Das vom Ring durch den Finger gesendete Wechselstromsignal ist stark genug, um auch Hover-Gesten über dem Arm oder der Hand zu ermöglichen. Das Signal soll dabei für den Menschen ungefährlich sein. Skintrack ist aktuell noch ein Forschungsprojekt, das dahinterstehende Team glaubt aber, dass die Technik auch miniaturisiert und verbessert in künftige Smartwatches eingebaut werden kann.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. DOOM + Dishonored 2 PS4 für 18€)
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)
  3. 315€/339€ (Mini/AMP)
  4. 49,98€

Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht

Golem.de hat den neuen Audi E-Tron auf einem Ausflug in die Wüste von Abu Dhabi getestet.

Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Google Nachtsicht im Test: Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel
Google Nachtsicht im Test
Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel

Gut einen Monat nach der Vorstellung der neuen Pixel-Smartphones hat Google die Kamerafunktion Nachtsicht vorgestellt. Mit dieser lassen sich tolle Nachtaufnahmen machen, die mit denen von Huaweis Nachtmodus vergleichbar sind - und dessen Qualität bei Selbstporträts deutlich übersteigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Pixel 3 Google patcht Probleme mit Speichermanagement
  2. Smartphone Google soll Pixel 3 Lite mit Kopfhörerbuchse planen
  3. Google Dem Pixel 3 XL wächst eine zweite Notch

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

    •  /