Smartwatch: Pebble senkt die Preise
Pebble geht im Wettbewerb um die Vorherrschaft im Smartwatch-Geschäft in die Offensive. Der Hersteller hat nicht nur die Preise für seine Modelle gesenkt, sondern mit einem Software-Update gleichzeitig neue Funktionen vorgestellt. Künftig sollen die Modelle Pebble und Pebble Steel auch das Fitness-Tracking im Hintergrund ermöglichen und Apps von Drittanbietern unterstützen.

Dank neuer Partnerschaften mit Anbietern wie Jawbone und Misfit können die Uhren künftig Schritte zählen oder den Schlaf überwachen. Zwar arbeitet etwa Misfit bereits seit mehreren Monaten mit Pebble. Bislang konnte die App aber nicht im Hintergrund arbeiten, sondern musste geöffnet sein.
Das soll nun anders werden. Der Hersteller stellt ab sofort ein Developer-Kit zur Verfügung, mit dem Drittanbieter auf den eingebauten Schrittzähler oder Kompass zugreifen können. Fitness-Apps dürfen eigene Algorithmen nutzen, um die Daten auszuwerten. Die Uhren können so auch dann Daten erfassen, wenn sie offline und nicht mit einem Smartphone verbunden sind. Bis zu 140 Tage lang kann Pebble Daten speichern, ohne synchronisiert zu werden.
Apps melden epileptische Anfälle
Dadurch, dass Anwendungen im Hintergrund arbeiten, verbessert sich auch die Batterielaufzeit. Neben Misfit und Jawbone plant auch Swim.com eine App für Pebble, mit der Schwimmer ihre Fortschritte überwachen können. Nach Angaben von Pebble arbeiten einige Entwickler bereits an Anwendungen, die über den bloßen Einsatz als Fitness-Tracker hinausgehen. So soll es künftig auch Apps geben, die bei epileptischen Anfällen im Schlaf Alarm schlagen.
Neben neuen Funktionen kündigte Pebble auch eine Preissenkung für seine Modelle(öffnet im neuen Fenster) an. Ab sofort kosten die Uhren je nach Ausführung 129 beziehungsweise 229 Euro. Außerdem plant der Hersteller den Verkauf in weiteren Ländern wie den Benelux-Staaten und kündigte weitere Läden in den USA und Großbritannien an.
Im Januar hatte Pebble die Modelle zuletzt überarbeitet und die Pebble Steel eingeführt. Inzwischen gibt es mehr als 4.000 Apps , die rund fünf Millionen Mal heruntergeladen wurden. Seit Juli ist die Uhr auch in Deutschland zu haben. Erst Anfang September hatte auch Apple die lange erwartete Applewatch vorgestellt.
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