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Smartwatch: Fitbit Sense soll Covid-19-Erkrankung früh erkennen können

Temperatur und Stress: Die Fitbit Sense erfasst mehr Körperdaten als andere Wearables - damit dürfte sich aber nicht jeder Nutzer wohlfühlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork der Fitbit Sense
Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)

Eine neuartige Smartwatch könnte künftig die Infektion mit dem Coronavirus frühzeitig erkennen. Die Fitbit Sense verfügt über mehr Sensoren als vergleichbare Wearables, unter anderem soll sie die Hauttemperatur messen können - die Apple Watch und ähnliche Geräte sind dazu nicht in der Lage.

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Fitbit kündigt die Sense mit ersten Ergebnissen einer eigenen Studie an, der zufolge durch die Auswertung von "Metriken wie Atemfrequenz, Ruheherzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität das Auftreten von Covid-19-Symptomen erkannt werden können, in einigen Fällen sogar schon vorher".

Bei der Studie haben nach Firmenangaben über 100.000 Nutzer von Fitbit-Geräten mitgemacht. "Wir haben festgestellt, dass wir fast 50 Prozent der Covid-19-Fälle einen Tag vor dem Auftreten der Symptome mit einer Spezifität von 70 Prozent erkennen können", sagt Eric Friedman, einer der Gründer und derzeit Technikchef von Fitbit.

Die Daten sind nicht auf der Sense selbst zu sehen, sondern auf einem neuen und wohl noch recht experimentellen Health-Metrics-Dashboard in der App von Fitbit. Neben den genannten Metriken sollen auch Schwankungen der Hauttemperatur und die Sauerstoffsättigung des Blutes analysiert werden.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass Fitbit die Möglichkeit, eine eventuelle Infektion mit dem Coronavirus frühzeitig zu erkennen, sowohl in den Ankündigungsmaterialien als auch bei einer Onlinepräsentation mit der gebotenen Zurückhaltung vorgestellt hat. Offensichtlich möchte die Firma nicht zu viel versprechen und stellt eher das allgemeine Wohlbefinden und den Kampf gegen Stress in den Vordergrund.

Allerdings könnten die Indizien vom Handgelenk im Zusammenspiel mit dem persönlichen Körpergefühl die ein oder andere tatsächlich mit dem Coronavirus infizierte Person dazu veranlassen, konsequenter auf soziale Distanz und das Einhalten der Schutzmaßnahmen zu achten, bis etwa nach einem Test die Laborergebnisse vorliegen.

Die Fitbit Sense ist nicht primär für die Erkennung von Coronainfektionen gedacht. Der Hersteller erlaubt erstmals in einem seiner Wearables das Anfertigen eines einfachen EKGs, wie es bei der Apple Watch schon länger möglich ist - primär für Anzeichen von Vorhofflimmern.

Eine Premiere ist neben der Messung der Hauttemperatur außerdem ein Sensor für elektrodermale Aktivitäten (EDA-Sensor). Der ist vor allem dazu gedacht, psychischen Stress zu erkennen. Vereinfacht gesagt, funktioniert das über die Messung der Haut-Leitfähigkeit, die sich bei Anspannung erhöht - der wohl jedem bekannte Extremfall ist Angstschweiß.

  • Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)
  • Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)
  • Artwork der Fitbit Inspire 2 (Bild: Fitbit)
  • Artwork der Fitbit Inspire 2 (Bild: Fitbit)
  • Artwork der Fitbit Versa 3 (Bild: Fitbit)
  • Artwork der Fitbit Versa 3 (Bild: Fitbit)
Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)

Die Sense verfügt außerdem über die bekannten Funktionen aus anderen Fitbit-Wearables, inklusive einem GPS-Modul. Sie hat einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon, so dass man Sprachassistenten von Amazon und Google verwenden kann.

Beim Stichwort Google dürften Datenschützer allerdings auch in Angstschweiß geraten: Google will Fitbit kaufen, derzeit wird die Übernahme unter anderem von der EU-Kommission geprüft. Zwar sagt Google, dass die Nutzerdaten nicht für personalisierte Werbung verwendet werden sollen.

Aber speziell der EDA-Sensor liefert durchaus Hinweise auf die Stimmung und psychische Verfassung, die Missbrauchspotenzial bieten - das möchte man nicht irgendwann mit der Suche bei Google oder im Katalog von Amazon verknüpft sehen.

Die Fitbit Sense verfügt über ein AMOLED-Bildschirmchen, der Akku soll im Alltag rund sechs Tage lang durchhalten. Die Wasserdichtigkeit gibt der Hersteller mit 50 Metern an. Das Wearable soll Ende September 2020 in mehreren Farbversionen verfügbar sein, der Preis liegt bei rund 330 Euro. Bei den Sensoren ist noch unklar, welche davon in welchem Land ab wann zur Verfügung stehen - das Okay der US-Gesundheitsbehörde FDA für die EKG-Messung etwa steht noch aus.

Ebenfalls neu bei Fitbit: Verse 3 und Inspire 2

Zusätzlich hat Fitbit neue Versionen von zwei schon länger erhältlichen Wearables angekündigt: Die Versa 3 erhält ein GPS-Modul und einen Lautsprecher. Der Fitnesstracker Inspire 2 bekommt ein überarbeitetes Design und etwas mehr Akkulaufzeit, nämlich zehn Tage. Die Versa 3 kostet rund 230 Euro, der Inspire 2 rund 100 Euro. Beide sollen ebenfalls ab Ende September 2020 verfügbar sein.

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violator 25. Aug 2020

Die haben es in mehreren Jahren nicht geschafft, ne Display/Tastensperre für die Ionic...


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