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Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig

Wer ein schönes neues Smartphone gekauft hat, will lange etwas davon haben. Doch Smartphoneversicherungen lohnen sich nur für Menschen, die ihre Geräte häufig fallen lassen oder anderweitig beschädigen. Insbesondere die Diebstahlversicherung ist meist überflüssig.

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Wer sein Telefon nicht ständig fallen lässt, braucht eigentlich keine spezielle Versicherung.
Wer sein Telefon nicht ständig fallen lässt, braucht eigentlich keine spezielle Versicherung. (Bild: Pixabay.com)

Smartphones bieten nicht nur immer mehr Funktionen, sondern werden auch immer teurer, wie Topmodelle wie das iPhone X oder das Galaxy Note 8 zeigen. Deshalb ist es nur allzu verständlich, wenn Nutzer die Geräte gegen Verlust oder Beschädigungen absichern wollen. Doch die Klauseln gängiger Smartphoneversicherungen machen die Absicherungen für die meisten Kunden unattraktiv - besonders beim sogenannten Diebstahlschutz. Denn in vielen Fällen zahlen die Versicherungen nicht, in anderen müssen Kunden neben der einmaligen oder monatlichen Prämie für jede Reparatur eine Eigenbeteiligung leisten.

Zahlreiche Anbieter haben Schutzbriefe im Angebot, meist in mehreren Varianten. Für unseren Vergleich stellen wir die Konditionen verschiedener Unternehmen dar - wobei wir vor allem einen Überblick über die verschiedenen Klauseln geben wollen. Auf Erfahrungsberichte in Foren verlassen wir uns dabei nicht, weil diese kein repräsentatives Bild ermöglichen.

  • Die Webseite von Schutzklick suggeriert, dass ein iPhone bereits für 34,95 Euro versichert werden kann. Doch das gilt nicht einmal für das iPhone SE. (Schutzklick/Screenshot: Golem.de)
  • Auch der Anbieter Sofortschutz will Nutzer gegen Reparaturkosten absichern. (Sofortschutz/Screenshot: Golem.de)
  • Apple Care Plus ist eine Versicherung, die direkt vom Hersteller angeboten wird. (Apple/Screenshot: Golem.de)
Die Webseite von Schutzklick suggeriert, dass ein iPhone bereits für 34,95 Euro versichert werden kann. Doch das gilt nicht einmal für das iPhone SE. (Schutzklick/Screenshot: Golem.de)

Kunden können meist auswählen, ob sie die Prämie in monatlichen Raten zahlen wollen oder einmalig. Tatsächlich sind die Versicherungen erstaunlich beliebt. Fast 40 Prozent der unter 30-Jährigen haben einen solchen Schutz abgeschlossen und fast 17 Prozent der Erwachsenen insgesamt, wie eine repräsentative Umfrage der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt.

Testfall 1.000-Euro-Smartphone

Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, geben wir bei den folgenden Anbietern jeweils die Preise für ein Smartphone mit dem maximalen Wert von 1.000 Euro an - also teure Premiummodelle, deren Reparatur bei einem Schaden dementsprechend teuer ist. Die aufgelisteten Angebote erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen eine Übersicht über die Versicherungsbedingungen geben.

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  1. Dataport, verschiedene Standorte (Home-Office)
  2. Zweckverband Landeswasserversorgung, Stuttgart

Die Prämien sind deutlich höher, als die Werbung zunächst vermuten lässt. Für die Berechnung der Prämie maßgebend ist der unsubventionierte Neupreis des Geräts - es spielt also keine Rolle, wie viel beim Vertragsabschluss bezahlt wurde.

Irreführender Slogan

Der Anbieter Schutzklick etwa wirbt mit dem Slogan "Handyversicherung ab 2,99 im Monat". Auf der Webseite werden Nutzer außerdem mit dem Versprechen "Handyversicherung ab 34,95" empfangen, im Dropdown-Menü daneben ist "iPhone" ausgewählt. Wenn aber der korrekte Kaufpreis "750 - 1.000 Euro" ausgewählt wird, steigt der Preis für ein Jahr sofort auf 69,95 Euro, für zwei Jahre auf 124,95 Euro. Die optionale Diebstahlversicherung ist darin jedoch nicht enthalten, sie kostet im Beispiel noch einmal 30 Euro mehr. Selbst beim günstigsten iPhone-Modell, dem iPhone SE mit einem unsubventionierten Neupreis von 409 Euro, ist die niedrigste Versicherungsprämie 44,95.

Was während des Bestellvorganges nicht deutlich wird: Kunden müssen sich im Schadensfall an jeder Reparatur finanziell beteiligen, bei unserem Beispielgerät mit einer Summe von jeweils 60 Euro. Das erfährt leider nur, wer sich die allgemeinen Versicherungsbedingungen (PDF) im Detail durchliest. Das ist zwar generell empfehlenswert vor einem Vertragsabschluss, viele Nutzer dürften von dieser und anderen Klauseln dennoch überrascht werden, wenn ein Schaden eintritt.

Eine weitere Klausel ist von Bedeutung, denn es wird nicht über die gesamte Laufzeit des Vertrages der gleiche Wert des Smartphones abgesichert. Nur die ersten sechs Monate werden 100 Prozent des Kaufpreises erstattet beziehungsweise die Reparaturkosten auf diesen Betrag gedeckelt. Bis zu zwölf Monate werden dann 80 Prozent als Maximum angesetzt, bis 24 Monate 60 Prozent. Nach Ablauf von zwei Jahren sind nur noch 40 Prozent des Wertes versichert. Schon im zweiten Jahr lohnt sich die Police insbesondere für den Diebstahlschutz also kaum mehr.

Reparatur kann schnell unwirtschaftlich werden 
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Thunderbird1400 21. Nov 2017

Meiner Meinung nach ein überflüssiger Kommentar. Das muss schon jeder selbst wissen, ob...

derdiedas 17. Nov 2017

Hab auch noch ein S7 Edge in der Schublade liegen (Spider App)

maumaumau 17. Nov 2017

Und genau das ist der Grund, wieso ich kein LG mehr kaufe (Probleme mit G4 und losen...

activeair 15. Nov 2017

nurmalsoamrande Wrote: +1 An seiner Stelle hätte sich das *jeder* schöngeredet! ... aber...

activeair 15. Nov 2017

TrudleR Wrote: self-defeating prophecy?


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