Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Smartphones und Tablets: Qualcomm will acht Jahre Android-Updates ermöglichen

So lange Android-Update-Zeiträume will Qualcomm allerdings nur den Spitzenprodukten einräumen. Und das auch nur, wenn die Hersteller mitspielen.
/ Ingo Pakalski
9 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Qualcomm will acht Jahre Android-Updates für Smartphones und Tablets ermöglichen. (Bild: Joan Cros via Reuters Connect)
Qualcomm will acht Jahre Android-Updates für Smartphones und Tablets ermöglichen. Bild: Joan Cros via Reuters Connect

Qualcomm will als Chiphersteller für Smartphones und Tablets bessere technische Voraussetzungen bieten, damit Gerätehersteller länger als bisher Android-Updates bereitstellen können. Das Unternehmen hat die entsprechenden Pläne vom Herbst 2024 konkretisiert. Für Gerätehersteller soll damit der Aufwand für die Bereitstellung entsprechender Updates verringert werden.

Nach Angaben von Qualcomm(öffnet im neuen Fenster) arbeitete der Chiphersteller intensiv mit Google zusammen, um diese längeren Update-Zeiträume zu ermöglichen. Das Acht-Jahre-Ziel gilt zunächst nur für Geräte, die mit dem neuen Qualcomm-Chip Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet sind; das wurde bereits vor einem halben Jahr in Aussicht gestellt.

Nun gab der Hersteller bekannt, dass das auch für Snapdragon-7-Prozessoren gelten wird. Die kommenden fünf Generationen seiner Prozessoren aus den Modellreihen Snapdragon 7 sowie Snapdragon 8 sollen einbezogen werden. Den längeren Update-Zeitraum wird Qualcomm also nur für Oberklassegeräte ermöglichen, in denen die Spitzenprodukte von Qualcomm stecken.

Viele Qualcomm-Chips sind ausgenommen

Verlängerte Update-Möglichkeiten gibt es nicht für Qualcomms Chipserien Snapdragon 2, Snapdragon 4 sowie Snapdragon 6, die zum Teil in Geräten verwendet werden, die nicht zur Oberklasse gehören. Es ist nicht bekannt, ob Qualcomm diese Bemühungen später einmal auch auf Mittelklassegeräte ausweiten wird.

Nach Qualcomm-Angaben müssen entsprechende Geräte bereits mit Android 15 auf den Markt gekommen sein – mit älteren Android-Versionen gilt die Acht-Jahres-Zeitspanne demnach nicht.

Im Zuge dessen will Qualcomm zwei Upgrades des Android Common Kernels (ACK) bereitstellen, um einen achtjährigen Zeitraum abdecken zu können. Mit diesem Schritt soll es für Gerätehersteller einfacher werden, Android-Updates bereitzustellen, ohne dabei größere Modifikationen am Gerätecode vornehmen zu müssen.

Am Ende entscheiden die Gerätehersteller selbst

Qualcomm stellt also lediglich technische Voraussetzungen zur Verfügung, um eine längere Unterstützung mit Updates zu ermöglichen. Die eigentliche Entscheidung über die Dauer der Bereitstellung von Android-Updates treffen die Gerätehersteller.

Zum Vergleich: Apple bietet für iPhones meist Updates für fünf bis sieben Jahre. Google und Samsung zogen vor einiger Zeit mit einem Update-Versprechen von sieben Jahren nach. Das gilt üblicherweise nur für Oberklassemodelle, preiswertere Geräte sind von dieser Update-Bereitstellungsdauer ausgenommen.


Relevante Themen