Smartphones und Tablets: Neues Energielabel soll Reparierbarkeit anzeigen

Die Energielabel für elektronische Geräte sollen künftig um einen sogenannten Reparierbarkeits-Index ergänzt werden. "Hersteller von Smartphones und Tablets müssen auf einer Skala von A bis E angeben, wie gut ihre Geräte reparierbar sind. Das neue Energielabel soll EU-weit ab 2025 auf den Geräten zu finden sein" , teilten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium am 17. Dezember 2022 gemeinsam mit(öffnet im neuen Fenster) . Das habe die EU-Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten beschlossen.
Für die Einstufung in die Skala, die ein Werkzeug-Icon zeige, würden unter anderem die Anzahl der Schritte zum Auseinanderbauen, die Ersatzteilverfügbarkeit und die Dauer der Verfügbarkeit von Software-Updates relevant sein.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) begrüßte die Einigung. "Der Reparierbarkeits-Index ist ein echter Kompass für den Einkaufskorb. Verbraucherinnen und Verbraucher haben es künftig leichter, solche Smartphones und Tablets auszuwählen, die wirklich reparierbar und damit langlebiger sind" , sagte die Ministerin. Das spare Ressourcen, schone die Umwelt und "ist auch gut für den Geldbeutel" .
Die Entscheidung sei "eine wichtige Weichenstellung für einen Massenmarkt, wo bislang noch das Einweg-Prinzip dominiert. Künftig soll Reparieren statt Wegwerfen das neue Normal werden" . Nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gibt der neue Index "Herstellern von Smartphones und Tablets einen Anreiz, ihre Produkte innovativ und nachhaltig zu designen. Das trägt dazu bei, die Ressourcen weltweit effizienter einzusetzen."
Bereits am 18. November 2022 beschlossen die EU-Mitgliedstaaten und die Kommission neue Ökodesign-Anforderungen an Smartphones, Tablets, Mobiltelefone und schnurlose Telefone . Erstmals müssen die Hersteller nun bestimmte Ersatzteile und Reparaturinformationen zur Verfügung stellen und Software-Updates gewährleisten.