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Smartphones und Tablets: Fühlbares OLED-Display hat pulsierende Buttons

Ein Forschungsteam arbeitet an einem flexiblen Display , aus dem Buttons und Icons physisch herausragen können. Der Prototyp zeigt das gut.
/ Oliver Nickel
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Haptische Displays sind keine neue Idee. Sie werden aber trotzdem weiterhin erforscht. (Bild: Future Interfaces Group)
Haptische Displays sind keine neue Idee. Sie werden aber trotzdem weiterhin erforscht. Bild: Future Interfaces Group

Ein Forschungsteam der Gruppe Future Interfaces Group(öffnet im neuen Fenster) entwickelt derzeit ein OLED-Display, das sich in aufblasbare Segmente aufteilt. Einzelne Sektoren des Panels können so bis zu fünf Millimeter herausragen, um beispielsweise haptische Tasten und Buttons auf dem ansonsten flachen Touchscreen zu simulieren.

Das Konzept der haptischen Touchscreens ist dabei nicht neu. So experimentierte in der Vergangenheit Apple bereits mit einer solchen Technik – genannt Tactus . Sie sollte in iPads und iPhones Verwendung finden. Bisher fand das Konzept aber noch keine Verbreitung.

In einem Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt Future Interfaces einen Prototyp der neuen haptischen Technik. Es ist ein OLED-Screen, der sich in eine 6x5-Matrix aufteilt. Jedes einzelne Element kann über einen Microcontroller angesteuert und mittels winziger Pumpen unter der flexiblen Schicht aufgeblasen werden.

Pumpen mit Elektroosmose

Die Pumpen funktionieren nach dem Prinzip der Elektroosmose(öffnet im neuen Fenster) , bei der geladene Teilchen in einer Flüssigkeit über ein externes elektrisches Feld gelenkt werden können. Zuvor werden die positiv geladenen Teilchen von negativ geladenen Festkörpern in der Flüssigkeit angezogen und so gesammelt.

Insgesamt teilt sich das haptische Display in drei verschiedene Segmente auf, die jeweils noch einmal aus mehreren einzelnen Schichten bestehen: die Reservoirschicht, die Pumpschicht und die Ausgabeschicht.

Das Forschungsteam zeigt den Prototyp auch in Aktion und legt darüber einen flexiblen OLED-Bildschirm. Durch die haptische Matrix können die verschiedenen GUI-Elemente wie Icons und Buttons durch Auf- und Abbewegungen animiert werden. Alternativ können nicht gedrückte Elemente herausragen und nach dem Drücken eingefahren werden.

Diese Art des haptischen Feedbacks soll die Nutzbarkeit von Softwarebuttons verbessern. Allerdings sind flexible OLED-Panels fragiler als Glas-Panels, wie Foldable-Smartphones zeigen. Hersteller werden hier also Kompromisse eingehen müssen.


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