Smartphones und Tablets: Bundestrojaner soll mehr können können

Das BKA will künftig auch Smartphones und Tablets mit einem Trojaner infizieren können. Die aktuelle Version des Bundestrojaners kommt nur mit Windows zurecht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können.
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können. (Bild: Martin aka Maha/CC-BY-SA 2.0)

Das Bundeskriminalamt (BKA) will offenbar die Einsatzmöglichkeiten des umstrittenen Bundestrojaners erweitern. Das geht laut Süddeutscher Zeitung (SZ) aus Haushaltsplanungen hervor, die das Blatt nach eigenen Angaben eingesehen hat. Demnach soll der Bundestrojaner künftig unbemerkt auf Smartphones und Tablets installiert werden können.

Stellenmarkt
  1. System Engineer HR-Systeme (m|w|d)
    ADAC IT Service GmbH, München
  2. Produktmanager / Produktverantwortlicher Online-Dienste (w/m/d)
    Dataport, verschiedene Standorte
Detailsuche

Die bisherige Version des Bundestrojaners versteht sich offenbar nur mit Windows, nach Angaben von Ermittlern fehlen zahlreiche wichtige Funktionen, etwa die Möglichkeit, die Ende-zu-Ende-verschlüsselten Whatsapp-Chats abhören zu können.

3. Produktlinie der Überwachung

Der Smartphone-Trojaner soll intern als "3. Produktlinie" bezeichnet werden. Die anderen Trojaner des BKA wurden selbst entwickelt, einer ist zur sogenannten Quellentelekommunikationsüberwachung gedacht und hat eingeschränkte Befugnisse, der zweite dient der umfangreicheren Online-Durchsuchung.

Vorgesehen ist dem Bericht der SZ zufolge ein Haushaltsansatz von 50 Millionen Euro für "zusätzliche operative IT-Systeme", das Geld soll jedoch nicht komplett in die Trojaner-Entwicklung fließen. Sollte das BKA erneut Probleme bei der Entwicklung haben, wird offenbar auch in Betracht gezogen, kommerzielle Lösungen am Markt zu erwerben. Informationen darüber, für welche Betriebssysteme der Trojaner entwickelt werden soll, gibt es derzeit nicht. Doch viel Auswahl gibt es bei Smartphones ja ohnehin nicht mehr.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Anbieter gibt es genug. In Deutschland verkauft der Hersteller Finfisher Trojanerlösungen für PC, Smartphones und Mac, in Italien das Unternehmen Hacking Team, das selbst gehackt wurde. Bekannt wurde außerdem der Fall einer ausgeklügelten Spionagesoftware mit dem Namen Pegasus für iOS, die von einer israelischen Firma vertrieben wurde. Pegasus ist allerdings vergleichsweise teuer, ein Paket mit 10 Lizenzen zur Überwachung und einer einmaligen Einrichtungsgebühr kostet mehr als 1 Million US-Dollar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tuxianer 03. Okt 2016

Ja, da war eine, nämlich die direkt gestellte, was das alles soll, wenn es keine...

elgooG 03. Okt 2016

Hahaha....der war gut. Nachdem bisher JEDE Überwachungsmethode genau solche...

crazypsycho 01. Okt 2016

Du sprichst von Sicherheitslücken, ich von bewusst eingebauten Backdoors. Zwei völlig...

jak 01. Okt 2016

Nicht wirklich. Es sind Terroristen, keine IT-Experten. Wenns hochkommt, dann nutzen die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Reparatur von Elektroauto-Akkus
Wie eine Operation am offenen Herzen

Eine defekte Zelle ist noch lange kein Grund für einen Wechsel des Akkus. Doch wie gehen Hersteller mit defekten Batterien von Elektroautos um?
Ein Bericht von Dirk Kunde

Reparatur von Elektroauto-Akkus: Wie eine Operation am offenen Herzen
Artikel
  1. Datenschutz bei Whatsapp etc.: Was bei Messengerdiensten zu beachten ist
    Datenschutz bei Whatsapp etc.
    Was bei Messengerdiensten zu beachten ist

    Datenschutz für Sysadmins In einer zehnteiligen Serie behandelt Golem.de die wichtigsten Themen, die Sysadmins beim Datenschutz beachten müssen. Teil 1: Whatsapp & Co.
    Eine Anleitung von Friedhelm Greis

  2. SPAC: Quantencomputer-Entwickler D-Wave geht an die Börse
    SPAC
    Quantencomputer-Entwickler D-Wave geht an die Börse

    D-Wave verspricht die Revolution der Computertechnik mit Quantencomputern, aber die Computer lösen tatsächlich nur triviale Probleme.

  3. Wegen Twitter-Deal: Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Milliardenwert
    Wegen Twitter-Deal
    Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Milliardenwert

    Der Tesla-CEO bereitet sich auf den "hoffentlich unwahrscheinlichen" Fall vor, dass er Twitter tatsächlich kaufen muss.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5) 219,99€ • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Gigabyte RTX 3080 Ti 1.089€, Gigabyte RTX 3080 12GB 859€) • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Sharkoon PC-Gehäuse -53% • Philips Hue -46% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /