Smartphones und Notebooks: Bundesregierung gegen Pflicht für austauschbare Akkus

Die vom Bundesrat festgestellte Fehlentwicklung bei fest verbauten Akkus sieht die Bundesregierung nicht als lösbares Problem.

Artikel veröffentlicht am ,
Die meisten modernen Smartphones haben einen fest verbauten Akku.
Die meisten modernen Smartphones haben einen fest verbauten Akku. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Schlagabtausch zwischen Bundesrat und Bundesregierung: Bei der Ausformulierung der Reform des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes widerspricht die Regierung sehr eindrücklich den Forderungen des Bundesrats. Die wichtigsten Forderungen des Bundesrats werden von der Bundesregierung abgelehnt.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator 1st und 2nd Level Support (m/w/d)
    InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH, Heppenheim
  2. Business Process Manager (m/w/d)
    Richter-Helm BioLogics GmbH & Co. KG, Bovenau
Detailsuche

Mitte Februar 2021 hatte der Bundesrat eine Stellungnahme zur Änderung am Elektro- und Elektronikgerätegesetz veröffentlicht. Darin wird die Notwendigkeit betont, dass Kunden die Akkus von Elektrogeräten leicht selbst wechseln können müssten. Vor allem bei Smartphones und Notebooks habe es eine "Fehlentwicklung von fest verbauten Akkus" gegeben - dies müsse "dringend gestoppt werden".

Nach Ansicht der Länderkammer sei ein Akku vielfach "das störanfälligste Bauteil am Smartphone" und ein defekter Akku führe dazu, dass das komplette Gerät entsorgt würde. Wenn der Akku einfacher wechselbar sei, würden die Geräte länger verwendet. Daher müsse gesetzlich festgelegt werden, dass ein Akku leicht wechselbar sein muss.

Bundesregierung widerspricht den Vorschlägen

In einer Stellungnahme der Bundesregierung werden die Vorschläge des Bundesrats abgelehnt, wenn auch die Intention unterstützt wird. "Weitergehende Anforderungen an das Produktdesign sind aus binnenmarktrechtlichen Gründen nur EU-weit möglich und sinnvoll", weil die betreffenden Geräte überwiegend international verkauft werden. Die Regierung verweist hierbei auf die EU-Ökodesign-Richtlinie, in der dies EU-weit geregelt werde.

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Bundesrat hatte gefordert, dass Hersteller bis zu fünf Jahre nach dem Kauf eines Geräts noch Ersatzakkus verfügbar halten und innerhalb einer bestimmten Frist lieferbar sein müssten. Auch dieser Forderung widerspricht die Bundesregierung.

2021 Apple MacBook Pro (14", Apple M1 Pro Chip mit 8-Core CPU und 14-Core GPU, 16 GB RAM, 512 GB SSD) - Silber

Der Bundesrat hat außerdem vorgeschlagen, die Rücknahmepflicht für Elektroartikel anzupassen. Dabei solle vor allem der Onlinehandel stärker als bisher in die Pflicht genommen werden. Die Rücknahmepflicht sollte nicht auf der Größe der Lager- und Versandflächen basieren, sondern auf der Mitarbeiterzahl, Umsatz und Bilanzsumme.

Damit soll sichergestellt werden, dass auch mittlere und große Kapitalgesellschaften in die Regelung fallen, die kleinere Lagerflächen haben. Auch diesen Vorschlag lehnt die Regierung ab und hält eine solche Regelung für "in der Praxis regelmäßig nicht vollziehbar".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Trollversteher 03. Mär 2021

Solange es noch Leute gibt (2000 is calling), die glauben, *sämtliche* Handymodelle...

Gunni Lingus 02. Mär 2021

ein paar ältere Handys bei Ebay KA verscheuert. Natürlich erstmal zurückgesetzt und in...

wurstdings 02. Mär 2021

Die Ultraboks haben natürlich entsprechende flache Akkus, es gibt aber auch noch genug...

tearcatcher 02. Mär 2021

und wer lenkt Deutschland?! Jedes Mal, wenn solche hohlen Phrasen/Aussagen von der...

m9898 01. Mär 2021

Neuere iPhone-Modelle lassen sich auch mit moderater Gewalt nicht durchbiegen. Das man...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bald exklusiv bei Disney+
Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video

Acht Serienklassiker gibt es bald nur noch exklusiv bei Disney+ im Abo. Dazu gehören Futurama, Family Guy und 24.
Von Ingo Pakalski

Bald exklusiv bei Disney+: Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video
Artikel
  1. Edge-Browser: Microsoft will Installation von Chrome verhindern
    Edge-Browser
    Microsoft will Installation von Chrome verhindern

    Microsoft intensiviert sein Vorgehen gegen andere Browser: Vor der Installation von Chrome wird Edge übertrieben gelobt.

  2. Samsung Galaxy Tab S7 FE bei Amazon zum Sparpreis
     
    Samsung Galaxy Tab S7 FE bei Amazon zum Sparpreis

    Das hochwertige Tablet von Samsung ist bei Amazon während der Last Minute Angebote um 135 Euro reduziert. Außerdem: Apple und die Galaxy Watch 3.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Pixel Watch: Google will 2022 eine eigene Smartwatch bringen
    Pixel Watch
    Google will 2022 eine eigene Smartwatch bringen

    Die erste Google-Smartwatch soll preislich mit der Apple Watch konkurrieren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Toshiba Canvio 6TB 88€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Netgear günstiger (u. a. 5-Port-Switch 16,89€) • Norton 360 Deluxe 2022 18,99€ • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G3 27" FHD 144Hz 219€) • Spiele günstiger (u. a. Hades PS5 15,99€) [Werbung]
    •  /