Kinder sollen erst lernen, sich im digitalen Raum zu bewegen
Das Expertengremium schlägt das neue Bildungsziel "mediale Integrität" vor, damit Kinder früh angeleitet werden, sich sicher und verantwortungsvoll im digitalen Raum zu bewegen. Es solle für alle Altersstufen eingeführt und gezielt in den Fachunterricht integriert werden, erläuterte die Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Dortmund.
Der Schutz von Kindern im digitalen Raum sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, betonte McElvany. Eltern sollten von den Grundschulen Beratung und Hilfestellungen bekommen. Es seien Informationen über Risiken und Potenziale der sozialen Medien, konkrete Nutzungsempfehlungen und Hinweise auf Ansprechpersonen in der Schule geplant.
Auf Bundesebene brauche es einen verbindlichen Rechtsrahmen zur stärkeren Regulierung von Social Media. Das nehme auch Anbieter in die Pflicht, etwa mit Blick auf eine wirksame Altersüberprüfung bei Einrichtung eines Nutzerkontos.
Diese Empfehlungen kommen von der Politik
Manipulative und suchtfördernde Elemente sowie Werbung in Social Media und Social Games würden gezielt auf Kinder abzielen, das solle den Anbietern untersagt werden.
"Gerade mit Blick auf Grundschulkinder ist aus Sicht des Schulministeriums Zurückhaltung bei der Nutzung von Smartphones und sozialen Medien geboten", sagte ein Sprecher in Düsseldorf. Alle Schulen hätten die Handynutzung seit 2025 geregelt, das Schulministerium habe dafür klare Leitlinien vorgegeben.
"Für Grundschulen gilt dabei die klare Empfehlung, die private Nutzung von Smartphones und Smartwatches grundsätzlich zu untersagen." Unabhängig davon bleibe die Vermittlung von Medienkompetenz eine zentrale Aufgabe von Schule.
Kinder und Jugendliche müssten lernen, digitale Medien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Medienbildung ist dem Sprecher zufolge im NRW-Schulgesetz verankert.



