Smartphones und Handys: Einheitliches Ladegerät soll bis 2017 kommen
Sämtliche in der EU verkauften Mobiltelefone sollen in Zukunft mit einem gemeinsamen Ladegerät kompatibel sein. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Europa-Parlament am Donnerstag mit großer Mehrheit verabschiedete. Dadurch wolle die EU versuchen, unnötigen Abfall zu verringern, Kosten zu senken und die Nutzung zu vereinfachen, teilte das Parlament mit(öffnet im neuen Fenster). Der Entwurf sei bereits vorab mit dem Mitgliedstaaten vereinbart worden, müsse aber formal vor dem Inkrafttreten noch vom Europäischen Rat verabschiedet werden. Die EU-Kommission muss jedoch entscheiden, welche Arten von "Funkanlagen" mit einheitlichen Ladegeräten kompatibel sein müssen.
Mit der neuen Vorschrift "können wir zu Hause Kabelsalat und in der Umwelt 51.000 Tonnen Elektromüll pro Jahr vermeiden", sagte die zuständige Berichterstatterin Barbara Weiler (SPD). Der Richtlinienentwurf legt der Mitteilung zufolge Rechtsvorschriften für die Vermarktung von Funkanlagen fest, die unter anderem für Mobiltelefone, Funk-Zentralverriegelungen bei Fahrzeugen und Modems gelten. Die Vorschriften zielten unter anderem darauf ab, gegenseitige Störungen auszuschließen und sicherzustellen, dass grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erfüllt würden.
Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. Die Hersteller haben dann noch ein Jahr Zeit, sich auf die verbindliche Anwendung der neuen Vorschriften vorzubereiten.
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